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"MKK schreibt!" - Dieser 13-Jährige trägt das Diktat vor

Schöneck

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    Schon fleißig am Üben: Niclas Duphorn bereitet sich schon einmal auf seinen Einsatz als Vorleser beim Diktatwettbewerb "MKK schreibt!" am Donnerstag vor. Am liebsten taucht er aber in die Welt rund um Harry Potter und die Magie J. K. Rowlings ein. Foto: Sabrina Kwasniok

Schöneck. Eine große Aufgabe liegt vor dem 13-jährigen Niclas Duphorn aus Schöneck. Denn der „beste Vorleser Hanaus“ wird morgen das Diktat beim Wettbewerb „MKK schreibt!“ vortragen. Dabei messen sich in der Mensa der Hohen Landesschule Eltern, Schüler und Lehrer aus der Region im Diktatschreiben.

Artikel vom 15. Mai 2019 - 10:29

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Von Sabrina Kwasniok

Niclas trägt den Titel „bester Vorleser Hanaus“, weil er zahlreiche Schulwettbewerbe für sich entschieden hat. So durfte er nach seinem ersten schulübergreifenden Vorlesewettbewerb auch gleich bis zum hessischen Entscheid fahren.

„Ich bin sehr ehrgeizig und will einen Wettkampf auch immer gewinnen“, sagt er selbst. Hessenweit wurde er dann Zweiter und verpasste somit das Bundesfinale nur knapp. Zuvor gewann er den Stadt- und Landesentscheid in Hanau und Bad Homburg. 

Übung ist alles

Um für solche Wettbewerbe auch immer bestens vorbereitet zu sein, übt der Schönecker regelmäßig zu Hause. „Wenn ich lese, spreche ich einfach oft ein paar Zeilen für mich laut mit“, erzählt Niclas. Für ihn komme es beim Vorlesen vor allem auf die Betonung der einzelnen Wörter und Silben an, aber auch das Gefühl muss beim Vortrag stimmen. „Man muss einen Text ehrlich rüberbringen und ihn verstanden haben, um dem Zuhörer die eigenen Gefühle vermitteln zu können“, erklärt der Eintracht-Fan. 

In seinem Alltag geht Niclas sonst den typischen Hobbys eines Teenagers nach: „Ich spiele supergerne mit meinen Freunden im Hof Fußball. Das ist eine meiner Lieblingssportarten“ – neben Tennis. Gerade die Eintracht hat es dem Otto-Hahn-Schüler angetan. Stolz präsentiert er sein Eintracht-Frankfurt-Buch, welches er wie ein Heiligtum hütet. 

Mit Begeisterung für die Welt der Magie

Doch neben seiner Faszination für den Sport kann sich Niclas vor allem für das Lesen begeistern. Kein Wunder, denn eine eigene kleine Leseecke schmückt das Zimmer des 13-Jährigen. Am häufigsten liest er aber dennoch abends im Bett – dann hauptsächlich Fantasy oder humorvolle Erzählungen. Sein absolutes Lieblingsbuch: Harry Potter.

„Es ist ein sehr kreatives Buch, und ich finde es faszinierend, was J. K. Rowling für eine Welt erschaffen hat mit der Schule der Magie. Das ist echt krass!“ Zahlreiche Poster und Fan-Artikel aus der Hogwarts-Welt schmücken das Zimmer des Fans.

Voller Stolz und Vorfreude

Auf die Frage, woher sein Lesetalent denn kommen mag, weiß seine Mutter Susanne Duphorn die passende Antwort: „Von uns hat er diese Begeisterung wohl eher nicht. Wir sind absolute Lesemuffel.“ Die Begabung komme wohl eher von den Großeltern des 13-Jährigen. Dennoch gaben sich seine Eltern allergrößte Mühe, das Talent von Niclas zu fördern und fingen schon früh an, dem Jungen Geschichten vorzulesen. Anscheinend mit Erfolg. 

Trotz seines Talents war Niclas jedoch zunächst skeptisch, als er von unserer Zeitung die Einladung bekam, das Diktat für „MKK schreibt!“ vorzulesen. „Seine erste Aussage war 'Oh Gott, ich kann das nicht'“, beschreibt die Mutter seine Reaktion. Zudem sei Niclas überrascht und erfreut zugleich gewesen. Jetzt steht er also als Vorleser für „MKK schreibt!“ fest. Inzwischen stehen der Stolz und die Vorfreude dem Jungen auch schon ins Gesicht geschrieben. Beim Termin mit dem HA strahlt er ununterbrochen. 

Große Aufgabe, kleiner Mann

Dennoch ist Niclas aufgeregt und unsicher, was genau ihn morgen erwarten wird. „Ein Diktat ist schon etwas anderes, als ein Buch vorzulesen“, findet der Schüler. Daher hat er etwas Lampenfieber und hofft, am Donnerstag alles richtig zu machen. Immerhin liest er ein Diktat vor, das von älteren Schülern und Erwachsenen geschrieben wird. Trotzdem möchte er es locker angehen lassen, um sich selbst nicht zu sehr unter Druck zu setzten. 

Für Niclas gehören gutes Vorlesen und gutes Schreiben zusammen. „Wenn man liest, merkt man sich, wie einige Wörter geschrieben werden und kann das dann weiterverwenden“, meint der Siebtklässler. Zur Vorbereitung auf seinen Auftritt bei „MKK schreibt!“ hat er den Diktattext genau analysiert.

Froh nur vorzulesen

Zwar umfasst dieser nur etwa eine halbe Seite, dennoch sind einige Schwierigkeiten für die Teilnehmer eingebaut. „Es gibt schon ein paar Begriffe, die ich selbst nicht verstanden habe und erst mal nachschlagen musste“, so der Schönecker. Er stuft das Diktat daher als eher schwierig ein. 

Auch wenn Niclas in Diktaten ein sehr guter Schüler ist, denkt er, dass er morgen wohl eher keine große Chance hätte und will das Schreiben lieber den Großen überlassen. Er ist froh, „nur“ der Vorleser zu sein.



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