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FWG bleibt bei Nein zum Kreisverkehr für Gewerbegebiet

Schöneck

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    An dieser Kreuzung am Gewerbegebiet Kilianstädten Nord soll ein Kreisel entstehen. Die Freien Wähler halten dies für eine unnötige Ausgabe. Archivfoto: Habermann

Schöneck. In der jüngsten Sitzung des Ausschusses für Bauen, Umwelt, Verkehr, Energie und Klimaschutz wurden die Einwände der Träger öffentlicher Belange zum Bebauungsplanverfahren des geplanten Kreisverkehrs zwischen dem Gewerbegebiet Kiliandtädten Nord und der geplanten Erweiterung auf der anderen Seite der L 3009 beraten.

Artikel vom 14. September 2018 - 11:38

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Der Kreisverkehr sei im Rahmen der einst geplanten Ansiedlung eines Fachmarktzentrums im Gewerbegebiet Kilianstädten Nord eine Bedingung seitens des Investors gewesen (unsere Zeitung berichtete). Nachdem das Fachmarktcenter aber nach einigen Jahren ad acta gelegt worden sei, sei der Kreisverkehr weiter im Geschäftsgang geblieben, so die FWG.

„Leider reden wir bei dem Kreisverkehr nicht um eine kleine finanzielle Maßnahme. Statt der ursprünglich genannten Kosten von 450 000 Euro, bei denen ein Zuschuss von 100 000 Euro des Investors eingerechnet wurde, wird der Kreisverkehr nun mit über 900 000 Euro bei der Gemeinde zu Buche schlagen“, so FWG-Fraktionschef Matthias Geisler.

Aussage sei eindeutig gewesen

Hintergrund hierfür ist die in einigen Jahren angedachten Sanierung der L 3009 seitens Hessen-Mobil mit veränderter Streckenführung. Der Kreisverkehr sei nach Berichten der Planer nur dann zustimmungsfähig, wenn er schon an die neue Planung angepasst werde und somit eine Übergangslösung zum aktuellen Straßenverlauf seitens der Gemeinde getragen werden müsse.

Die Aussage der Fachleute vor einigen Jahren, als das Fachmarktcenter thematisiert wurde, sei eindeutig gewesen: Ein Kreisverkehr mache erst bei vier Ausfahrten Sinn, so die FWG. Eine zusätzliche Zufahrt zum bestehenden Gewerbegebiet halte die FWG allerdings nicht für notwendig. Es bleibe daher nur der Bedarf einer Erschließung des geplanten gegenüberliegenden Gewerbegebiets Kilianstädten Nord II neben der ehemaligen Kaserne, damit also nur drei Ausfahrten. Seitens der Verwaltung werde darauf verwiesen, dass der Kreisverkehr zum aktuellen Stand die einzige zustimmungsfähige Variante seitens Hessen Mobil sei. Entweder Kreisverkehr oder gar keine Zufahrt, so hätte die Aussage in einer Ausschusssitzung vor einigen Monaten gelautet.

Mehrheit im Ausschuss stimmte zu

Andere Zufahrtsvarianten wurden aber schon im Vorfeld stets abgelehnt, kritisiert Geisler, aber auch nie dargelegt oder diskutiert, da stets die notwendige weitere Zufahrt zum aktuellen Gewerbegebiet unterstellt wurde sowie die Idee einer dritten Erweiterungsfläche, die jedoch nach Meinung der FWG eine ungeprüfte, nicht absehbare Zukunftsmusik sei.

Die Lösung einer Solozufahrt zu Kilianstädten Nord II sei auf der Strecke geblieben und komme nun nach Jahren der internen Bearbeitung als nicht mehr änderbar als Vorlage. Unter diesen Umständen könne die FWG-Fraktion dem neuen Kreisverkehr nicht zustimmen. Die Mehrheit im Ausschuss stimmte jedoch dafür. fmi

 



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