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Ex-US-Soldat besucht Schöneck: Freundschaft hält bis heute

Schöneck

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    Vier Jahrzehnte Freundschaft: Der US-Soldat Frank Harris hat wieder SChöneck besucht und dabei auch im Staffell-Löschfahrzeug der Feuerwehr Kilianstädten Platz genommen. Foto: Privat

Schöneck. Fünf Jahre lang ist der US-Soldat Frank Harris in Deutschland stationiert - unter anderem in der Nidder-Kaserne Kilianstädten. Die Verbindung und Freundschaften nach Schöneck halten bis heute. Gerade war Harris wieder zu Besuch.

Artikel vom 05. September 2016 - 16:15

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Damals nahm er nach dem Dienst selbstverständlich am „zivilen“ Leben der Gemeinde teil und lernte den ortsansässigen Richard Grein und seine Schwester Regina (heute verheiratete Gombkötö) kennen. Aus flüchtiger Bekanntschaft wurden Freunde fürs Leben.

Frank kehrte schließlich zurück in die Staaten zurück, verließ die Army und wurde wieder Zivilist. Heute wohnt der 73-Jährige im Nassau-County nahe New York und ist Dozent an einer Universität in New York City. Als Angehöriger der Freiwilligen Feuerwehr seiner Heimatstadt war Harris in die Ereignisse des 11. September 2001 involviert.

Wöchentlich kommt ein Brief
Der Kontakt nach Kilianstädten bleibt über all die Jahre bestehen. Nahezu wöchentlich kommt ein Brief über den großen Teich, Telefongespräche, damals noch teuer, bleiben eher eine Seltenheit. Geschenke zu Familienfesten und Weihnachten sind fester Bestandteil des jeweiligen Gabentisches – und das mehr als 40 Jahre lang. Einfacher machen es die elektronischen Medien: Die Kommunikation ist viel leichter geworden.

2005 gibt es endlich ein Wiedersehen: Harris kommt zu Besuch. Natürlich sofort in die Familie integriert, kehrt er voll Spannung an seinen alten Dienstort „Nidder-Kaserne“ zurück. Josef und Regina arrangieren einen Fremdenführer: den damaligen Stabsfeldwebel Hans-Peter Loeb, hier noch stationiert. Voll Ehrfurcht besucht Harris seine ehemalige Wirkungsstätte. Bereichert um einen weiteren Freund, seinen „German Sergeant Major“ kehrt er nach Hause zurück.

Frankfurt, Hanau und Handkäs
Das Fernweh aber bleibt. Mittlerweile mit einer Russin verheiratet, lässt Harris es sich nicht nehmen, auf der Reise nach Taganrog einen Zwischenstopp in Kilianstädten einzulegen. Familie Gombkötö erwartet den Freund mit Gattin Lidya und Stiefsohn Anar vor einigen Tagen am Frankfurter Flughafen und vereinnahmt die drei sofort in die Familienobhut.

Frankfurt, Hanau, Handkäs, Rindswurst und Äppelwoi lassen Harris sofort wieder „zu Hause“ ankommen. Sehnlichst wünscht er sich aber eine Führung durch „sein“ Kilianstädten, welches sich doch im Laufe der Zeit verändert hatte. Der Sergeant Major, Tochter Monika und Noch-Laternenkönigin Maria Vogel fungieren als Reiseleiter.

Ein Tränchen blitzt im Auge
Höhepunkt für den ehemaligen Fire-Fighter stellt die Führung durch das Feuerwehrhaus dar. Die moderne Technik fasziniert. Einmal Platz nehmen im modernen Einsatzfahrzeug – und Jugendträume leben wieder auf. Der Besuch der Nidder-Kaserne – oder das was von ihr übrig ist – lässt Harris verstummen, ein Tränchen blitzt im Auge.

Wieder froh stimmt ihn der Besuch des Hofes Buchwald in Windecken, Maria Vogels Elternhaus. Mit dem ihr eigenem Charme und ihrer Fach- und Sprachkenntnis führt sie durch Fauna und Flora des biologisch betriebenen Anwesens. Kunst im Mais-Labyrinth ist auch für den weit gereisten Amerikaner neu.

„I'm coming back"
Zum Abschied hat Familie Gombkötö zum Grill mit German Bratwurst geladen. Harris und der Sergeant Major stellen fest, dass beide aus dem Nassauer Land, beziehungsweise Nassau County kommen. Sie fachsimpeln über deutsche Geschichte in englischer Sprache. „I'm coming back to my friends in Kilianstädten“, verspricht Frank beim „Good bye, Auf Wiedersehen“.



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