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Sportschütze bedroht Familie und löst SEK-Einsatz aus

Ronneburg

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    Nach einer längeren Vernehmung auf dem Polizeirevier durfte der 56-Jährige wieder gehen. Von ihm gehe keine konkrete Gefahr aus, meinte die Polizei. Archivfoto: Becker

Ronneburg. Ein 56-jähriger Mann aus Ronneburg hat am Freitag gedroht, seine Familie umzubringen und dann sich selbst zu töten. Eine Spezialeinheit der Polizei nahm die Person am Nachmittag fest und beschlagnahmte mehrere Waffen, die er allerdings legal in Besitz hatte. Nach den polizeilichen Maßnahmen wurde er am Abend wieder entlassen.

Artikel vom 03. September 2016 - 10:00

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Von Andreas Ziegert

Um 12.40 Uhr ging ein Notruf von seiner von ihm getrennt lebenden Familie bei der Polizei in Büdingen ein. Da laut einem Polizeisprecher von einer Bedrohungslage ausgegangen wurde, machte sich anschließend ein Sondereinsatzkommando auf die Suche nach dem 56-Jährigen, von dem bekannt war, dass er als Mitglied des Schützenvereins im Besitz mehrerer Waffen war.

Um 16.27 Uhr wurde der Familienvater dann in Ronneburg festgenommen, als er offensichtlich gerade auf einem Spaziergang war. Zuvor waren schwere bewaffnete Polizisten durch die Straßen des Ortsteils Altwiedermus patrouilliert.

Keine konkrete Gefahr
Als der 56-Jährige von der Polizei angesprochen wurde, leistete er keinen Widerstand und wurde nach der Festnahme auf das Kommissariat nach Hanau gebracht. Nach einer längeren Vernehmung kamen die Beamten zu der Überzeugung, dass von dem Ronneburger keine konkrete Gefahr ausgeht und er die Bedrohungen offenbar nur im Zorn ausgesprochen hat.

Dennoch wird deswegen jetzt gegen ihn ermittelt. Auch bezüglich der Zuverlässigkeit hinsichtlich seines Waffenbesitzes wird sich der Sportschütze einigen Fragen von der zuständigen Behörde stellen müssen.



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