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Modellbauclub nimmt sanierte Startbahn in Betrieb

Ronneburg

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    Selbstbau-Flieger gegen Hüttengesäßer Mäuse Ein ganzes Geschwader an Deltaflugzeugzeugen haben die Modellbaufreunde Hanau-Ronneburg gebaut, um die wieder hergestellte Startbahn in Betrieb nehmen zu können. Die Piste war von Nagetieren durchlöchert worden. Foto: PM

Ronneburg. Die Auswirkungen der Mäuseplage sind verschwunden: Der Modellbauclub Hanau-Ronneburg hat die Start- und Landebahn ihres „Flughafens“ in Ronnenburg-Hüttengesäß saniert. Für die Einweihung der Piste hatten sich die Modellflugfreunde etwas Besonderes einfallen lassen.

Artikel vom 02. August 2016 - 17:29

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Die Mitglieder des Modellbauclubs Hanau-Ronneburg haben schwer gearbeitet. Nach dem vollendeten Werk ist jetzt groß gefeiert worden. Die Modellflugfreunde haben die Start- und Landebahn ihres „Flughafens“ in Ronnenburg-Hüttengesäß saniert. Die Mäuseplage des vergangenen Jahres hatte drastische Zeichen an der Graspiste des Vereins hinterhallen.

Die Nager hatten die Grasnarbe tief und ausladend mit Gräben zerpflügt und unterhöhlt. „Wie tiefe Gräben durchzogen die Gänge der kleinen Nager die Bahn und wurden so manchem, in mühevollen Stunden erstellten, Flieger bei Start oder Landung zum Verhängnis“, teilte Siegfried Eisenhardt, stellvertretender Vorsitzender, mit.

"Totalsanierung war unumgänglich"
Abgerissene Fahrwerke seien noch das Geringste gewesen, mancher Flieger sei nach solch unsanfter „Bremsung im Mäusegraben“ nicht mehr zu reparieren gewesen. „Eine Totalsanierung war unumgänglich. Leider hatte dies auch zur Folge, dass das Vereinsgelände nur noch sehr eingeschränkt genutzt werden konnte. Hinzu kam, dass das diesjährige Wetter den ursprünglichen Zeitplan gewaltig durcheinander brachte. Der immer wiederkehrende Regen verzögerte zunächst den Arbeitsbeginn und später dann die Fortführung der Arbeiten, der Boden war einfach zu nass“, so Eisenhardt weiter.

Das alles ist jetzt Vergangenheit: Das Gelände ist wieder eben, und der neue Rasen kräftig und gleichmäßig angewachsen. Zur Wiedereröffnung hat sich der Verein eine Besonderheit ausgedacht. Man traf sich am Morgen, um möglichst schnell einen einfachen Flieger zu bauen, um ihn dann auf der neuen Piste auszuprobieren.

"Stratos" weiht Piste ein
Dabei fiel die Wahl auf eine Delta-ähnliches Modell aus Depron mit dem Namen „Stratos“, dessen Plan man im Internet heruntergeladen hatte. Danach mussten Materialien ausgesucht und beschafft werden. Kleinteile mussten vorbereitet und angefertigt und letztlich alles zusammengetragen werden. Dabei hatte noch niemand das Modell fliegen sehen.

Immerhin 14 Bastler hatten geschnitten, gebohrt, geklebt, gelötet und zum Schuss die Fernsteuerung programmiert. „Mancher Älterer dachte dabei sicher auch an die ehemalige Werkstatt des Clubs in Hanau in der Herrnstraße, die man vor Jahren aus Kostengründen aufgeben musste“, sagte der Vereins-Vize weiter.
Das Ziel, ein flugfähiges Modell in drei- bis fünf Stunden zu erstellen, sei tatsächlich erreicht worden.



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