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Busfahren innerhalb von Rodenbach soll billiger werden

Rodenbach

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    Kreisverkehrsgesellschaft Main-Kinzig (KVG) und Rodenbachs Bürgermeister Klaus Schejna planen eine Preissenkung für Einzelfahrten im Bus (Symbolbild).

Rodenbach. Gemeinsam mit seiner Mitarbeiterin Sonja Landschreiber war Rüdiger Krenkel, der neue Geschäftsführer der Kreisverkehrsgesellschaft Main-Kinzig (KVG), kürzlich zu Gast bei Bürgermeister Klaus Schejna (SPD) im Rodenbacher Rathaus.

Artikel vom 12. August 2019 - 11:59

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Dort wollten sie über die künftige Aufstellung des Nahverkehrsplans für den Kreis im Allgemeinen und im Besonderen über die aktuellen Entwicklungen in Rodenbach sprechen.

Neben dem viergleisigen Ausbau der Kinzigtalbahn und dem angestrebten barrierefreien Gleiszugang, waren das neue Gewerbegebiet nördlich des Bahnhofs und der zu erwartende Pendlerzuwachs im neuen Baugebiet „Südlich der Adolf-Reichwein-Straße“ Themen. Auch die Neubeschriftung der Haltestellen im Gemeindegebiet, eine bessere Gestaltung der Fahrpläne und vor allem die Einführung eines günstigeren Ortstarifs für die Busbenutzung wurden besprochen.

Schenjna sei zuversichtlich, dass der Nahverkehr subventioniert werden kann

„4,20 Euro für eine Hin- und Rückfahrt von Oberrodenbach nach Niederrodenbach, um vielleicht ein Eis essen zu gehen, Medikamente zu holen oder das Strandbad zu besuchen, sind nicht zu vermitteln und machen das Busfahren innerorts uninteressant“, erklärte dazu Schejna. Krenkel und seine Mitarbeiterin konnten dazu Positives vermelden.

„Nach den neuesten Berechnungen und einer daraus abgeleiteten, derzeitigen Einschätzung der KVG müsste die Gemeinde zwischen 6000 und 7000 Euro zahlen, wenn die Einzelfahrt für Erwachsene auf einen Euro und die Einzelfahrt für Kinder auf 85 Cent abgesenkt wird“, erläuterte Landschreiber. Schejna gab sich zuversichtlich, dass die Gemeindevertretung dem zustimmen werde und ordnete bereits an, den Betrag in den Entwurf des Rodenbacherf Haushaltsplans für 2020 aufzunehmen. 

Bürgermeister plant einjährige Probephase zum Fahrplanwechsel 

Der Test für eine einjährige Probephase könnte laut Bürgermeister bereits zum diesjährigen Fahrplanwechsel am zweiten Dezember-Wochenende, passend zum Rodenbacher Weihnachtsmarkt, beginnen. Voraussetzung sei, dass die neuen Preise rechtzeitig in das System des RMV integriert werden können. „Wir hoffen damit die Leute zu animieren, für Kurzstrecken öfter mal ihr Auto stehen zu lassen“, so Schejna.

„Die Neubeschriftung aller Haltestellenschilder mit Anpassung an die aktuelle Linienbezeichnung und Richtungsangabe wurde inzwischen von uns in Auftrag gegeben“, konnte Rüdiger Krenkel außerdem berichten. Der seit Jahren bestehenden Kritik an fehlenden Liniennetzplänen sowie verständlichen und lesbaren Fahrplänen an den Haltestellen habe sich die KVG inzwischen auf Drängen der Gemeinde angenommen. „So sind Liniennetzpläne für das gesamte Kreisgebiet in Vorbereitung und das lokale Busunternehmen Stroh hat die Vorlage alternativer Fahrplandarstellungen zugesagt“, erklärte Hauptamtsleiter Udo Vitt. 

Die Vertreter von Gemeinde und KVG waren sich darüber einig, dass diese Gespräche weiter beibehalten werden sollen, denn „miteinander persönlich zu reden ist effektiver, als untereinander förmlich zu schreiben“, so Schejna und Krenkel abschließend. leg



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