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SPD startet Befragung zu Niddertalbahn - Antrag in Parlament

Niederdorfelden

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    Die Niddertalbahn, im Volksmund "Stockheimer Lieschen" genannt. Archivfoto: HA

Niederdorfelden. Tag für Tag wird die Niddertalbahn – im Volksmund „Stockheimer Lieschen“ genannt – von Berufspendlern und Schülern genutzt. Und kaum ein Tag vergeht, an dem nicht über einen unpünktlichen oder überfüllten Zug berichtet wird. 

Artikel vom 24. Juni 2019 - 10:35

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Carsten Frey, Fraktionsvorsitzender der SPD Niederdorfelden, kennt die Misere aus eigener Erfahrung. Umso größer war die Enttäuschung, dass es auch nach der zweiten Niddertalbahnkonferenz keine Maßnahmen für eine kurzfristige Kapazitätserhöhung und Mängelbehebung geben wird.

 Außerdem zeigt sich die SPD-Fraktion sehr irritiert über die Präsentationen von RMV und DB bei der Konferenz. „Wenn ich mir die vorgelegten Statistiken anschaue, könnte man meinen, wir leben in einem Paralleluniversum“, so Frey. „Auf dem Papier sind die Züge fast immer pünktlich, fallen so gut wie nie aus und bieten jederzeit ausreichend Sitzplätze. Komisch, dass meine eigenen Erfahrungen und die Berichte aus der eigens dafür gegründeten Facebook-Gruppe einen ganz anderen Eindruck vermitteln.“

Kapazität erhöhen

Deshalb stellt die SPD für die Sitzung der Gemeindevertretung am Donnerstag, 27. Juni, einen Antrag, der erneut Abhilfe bei Kapazitätsengpässen sowie Qualitätsmängeln bei der Niddertalbahn fordert. „Bereits im Februar 2017 hatten wir einen ähnlichen Antrag eingebracht, der einstimmig beschlossen wurde. Seitdem ist nichts passiert.“ In dem Antrag wird gefordert:

1.  Erhöhung der Kapazität der Niddertalbahn mit Umsetzung jetzt, also zum Fahrplanwechsel 2019/20

2.  Abstellung der Qualitätsmängel wie Tür-, Klimaanlagen- und Toilettenstörungen

3.  Schnelle Fertigstellung der Machbarkeitsstudie seitens des RMV, um über das zuständige Landesministerium Bundesfördermittel beantragen zu können, Ziel: 1/2-Stundentakt den ganzen Tag, Ausweichmöglichkeiten für erhöhte Taktrate

4.  Langfristig Elektrifizierung, alternativ Einsatz von Brennstoffzellentechnik prüfen

Um dem Antrag Nachdruck zu verleihen, sammelt die SPD ab sofort Erfahrungsberichte von Fahrgästen. Unter der E-Mail-Adresse spd.ndf.niddertalbahn@gmail.com können alle Verspätungen, Zugausfälle oder andere Mängel gemeldet werden. „Wir sammeln und bündeln die Informationen, natürlich anonym, und können auf diese Art und Weise hoffentlich noch mal mehr Druck auf die entscheidenden Gremien ausüben. Auf jeden Fall werden wir uns weiterhin für eine Verbesserung der Situation einsetzen“, verspricht Frey abschließend. jow



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