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Neuberger Familie sucht mit 700 Plakaten nach ihrem Kater

Neuberg

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    Familie Sperling ist besorgt: Mutter Alexandra, Sohn Niklas und Vater Carsten.
  • Sorgt für einen Hype in Neuberg und Umgebung: Freddy, der entlaufene Kater. Fotos: Rainer Habermann

Neuberg – Die Rüdigheimer Familie Sperling ist verzweifelt: Wo steckt ihr geliebter, zweieinhalbjähriger Kater „Freddy“? Seit dem 12. Dezember ist der Streuner auf Abwegen. Oder tot? Irgendwo eingesperrt? „Es ist diese Ungewissheit, die uns fertig macht“, sagt Mama Alexandra Sperling.

Artikel vom 05. Januar 2019 - :

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Von Rainer Habermann

Seit dem Abend des spurlosen Verschwindens von Freddy brennt eine Kerze Tag und Nacht im Fenster des Häuschens am Rüdigheimer Ortsrand. Findet das Tier wieder nach Hause? Was haben sie bisher nicht alles unternommen, um ihren Liebling wiederzubekommen: Alexandra, der 46-jährige Vater Carsten und Sohn Niklas Sperling, 15 Jahre alt. Und sich jetzt, in ihrer Verzweiflung, auch an unsere Zeitung gewandt, um so vielleicht von Lesern etwas über den Verbleib des verspielten, aber doch recht scheuen Katers zu erfahren. „Als Freddy nicht wie üblich am Abend des 12. Dezember oder am Morgen danach, wenn er nachts draußen war, zurückkam, haben wir erst gedacht: Na ja, er wird wohl Mäuse jagen“, erzählt Niklas. „Freddy ist ein 'Freiläufer', ein Streuner“, ergänzt Papa Sperling. „Nachts springt er ums Haus, bleibt aber meist im Garten.“

Familienvater läuft über 50 Kilometer

„Als aber auch am 14. Dezember keine Spur von ihm zu sehen war, begannen wir, uns ernsthaft Sorgen zu machen“, fährt die Mutter fort. „Als erstes haben wir natürlich alle Straßen in der Nachbarschaft abgeklappert, unter jedem Busch, auf jedem Baum nachgeschaut, ob Freddy da vielleicht irgendwo hockt. Dann die Suche aufs ganze Dorf und die umliegenden Wiesen und Felder ausgedehnt. Da merkt man erst mal, wie groß Rüdigheim eigentlich ist“, meint der in Berlin geborene Carsten Sperling. „Ich habe einen Schrittzähler. Der zeigte am Ende 150000 Schritte, insgesamt bin ich an diesen Dezembertagen fast 50 Kilometer gelaufen, auf der Suche nach unserem Schatz. Er ist wie vom Erdboden verschluckt.“

Nicht nur die Lauferei war anstrengend, die Sperlings haben auch Plakate und Flyer drucken lassen, sie überall im Dorf verteilt: beim Bäcker, in Lebensmittelläden, „überall, wo wir sie hinhängen durften“, sagt Alexandra. „Insgesamt sind es 700 Stück.“ Niklas Mutter ist in Reutlingen geboren, seit gut zehn Jahren lebt die Familie im Neuberger Ortsteil. „Seit Kurzem sind wir auch auf Facebook präsent, wir haben uns extra einen Account angelegt, obwohl das ansonsten eigentlich nicht so unser Ding ist“, zeigt sich sogar Niklas „echt oldschool“. In verschiedenen, lokalen Gruppen der Nachbarorte wie „Unser Langenselbold“, „Wir in Neuberg“, „Forum Ronneburg“, „Forum Bruchköbel“ und anderen haben die Sperlings unter „Alex Sperling“ ihre Suchnachricht gepostet, bisher allerdings ohne Ergebnis. Keiner hat Freddy gesehen.

Jäger, Förster und Müllmänner helfen bei der Suche

„Aber es gab seit dem 12. Dezember auch keine Nachricht von Totfunden“, meint Alexandra. „Auch die Jäger und Förster wissen Bescheid, dass unser Kater vermisst wird. Und alle Hundebesitzer, die wir auf unseren Suchtouren so getroffen haben. Sogar die Neuberger Müllabfuhr hat für uns extra einen Blick in alle Bio-Tonnen geworfen. Hätte ja sein können, dass Freddy doch überfahren und gleich 'entsorgt' wurde.“ – „Das sind tolle Jungs, die Müllmänner“, bedanken sich auch Papa und Sohnemann Sperling. 



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