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Trotz vieler Hinweise: Kater Freddy bleibt vermisst

Hanau/Neuberg

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    Alexandra und Niklas Sperling (rechts) aus Rüdigheim auf Spurensuche im Hanauer Lamboyviertel. Ljubo Vukovi dachte, den Kater aufgrund des Zeitungsberichts im HA wiedererkannt zu haben. Doch die rotbraune Katze in seinem Garten stellte sich als Doppelgänger heraus. Foto: Rainer Habermann

Hanau/Neuberg – „Freddy“, der vermisste zweieinhalbjährige Kater der Familie Sperling, bleibt seit dem 12. Dezember 2018 verschwunden. Obwohl es bereits am Tag der Veröffentlichung eines Artikels in unserer Zeitung über die verzweifelte Suche der Rüdigheimer Familie Reaktionen unserer Leser gegeben hatte.

Artikel vom 08. Januar 2019 - 17:26

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Von Rainer Habermann

Eine ältere Dame glaubte, Freddy in der vergangenen Woche in Bruchköbel gesehen zu haben. Doch ob Freddy tatsächlich den Weg in den Nachbarort fand, ist derzeit noch ungewiss. Alexandra und ihr Mann Carsten Sperling waren bei der Dame im Garten, doch der Kater zeigte sich nicht. Jetzt haben die beiden eine „Duftspur“ von Bruchköbel zurück nach Hause gelegt. Auf Anraten und Empfehlung von „Tasso“, einem Verein, der sich um verlorengegangene Haustiere kümmert. Denn auch Katzen besitzen einen etwa um das Dreifache höheren Geruchssinn wie der Mensch. Die Katzennase ist zwar bei Weitem nicht so empfindlich wie die des Hundes, aber die Familie will nichts unversucht lassen, um ihren Liebling wiederzufinden.

Ein weiterer, möglicherweise „heißer“ Hinweis kam am Wochenende von einem Mann aus Hanau. Ljubo Vuković lebt im Lamboyviertel. In seinem „Märchengarten“ an der Kinzig war eine Katze aufgetaucht, die er anhand des Fotos aus unserer Zeitung als „Freddy“ erkannt zu haben glaubte. Gleich am Montagmorgen rief er in der Redaktion an, wir fuhren mit Alexandra Sperling und Sohn Niklas direkt hin. Dort in den Gärten hinter den romantischen Fassaden der Otto-Wels-Straße findet sich ein kleines Paradies für Katzen (und für Menschen). Zahlreiche Schuppen, Büsche und Bäume, alles verwinkelt und irgendwie „verwunschen“. Ljubo (seinen kroatischen Vornamen übersetzt er augenzwinkernd mit „Liebling“) ist ein freundlicher, älterer Mann und großer Katzenfreund: Er hat immer einen kleinen Fressnapf in einem Verschlag stehen, der für Vierpföter unwiderstehlich sein muss.

Bisher nur Fehlalarme 

Zwei Katzen balgten sich regelmäßig ums Futter, erzählt Vukovi. Vor einiger Zeit sei ein weiteres Tier, anscheinend ebenfalls herrenlos, aufgetaucht, das zur Beschreibung von Freddy passen könne. Die Spannung ist förmlich greifbar, als wir den Garten betreten. Doch die Begegnung mit der rötlichen Katze, die sich ganz kurz blicken lässt und dann sofort wieder in einem Keller verschwindet, wirkt ernüchternd. Zwar kommt der Vierbeiner nicht mehr aus seinem Versteck heraus, obwohl Niklas mit Leckerli klimpert. Der kurze Moment des Anblicks hatte Alexandra jedoch gereicht: „Das ist nicht Freddy“, ist sie sich sicher. Es fehlte die völlig weiße Blesse an Brust, Hals und Kopf des roten Stubentigers.

So geht die Suche nach dem hellbraunen („roten“) Kater mit der weißen Front und dem „Ringelschwanz“ weiter. Dennoch besteht Hoffnung, Freddy zu finden.„Danke an alle Leser des HANAUER ANZEIGER“, sagt Familie Sperling aus Rüdigheim. „Wir sind sehr gerührt, dass wir so viel Aufmerksamkeit erfahren. Und vielleicht gibt es ja doch noch jemanden, der uns unseren geliebten Kater zurückgeben kann.“ Katzen auf Abwegen streunen manchmal über dutzende, gar hunderte von Kilometern. Und wie die Tierschutzorganisation „Tasso“ berichtet, habe es schon Fälle gegeben, in denen ein Stubentiger nach Wochen oder gar Monaten plötzlich wieder auftauchte und schnurrte, „als wäre nix gewesen“.



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