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Ausbau der Kita- und Schulbetreuung: Neue Küche in Betrieb

Hammersbach

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    Ein Team, viele Töpfe: Köchin Astrid Barget, Bürgermeister Michael Göllner, Fachbereichsleiterin Sandra Schutt, Küchenleiterin Verena Spindig und Köchin Kerstin Pitterka (von links). Foto: PM

Hammersbach. „Das Küchenteam der Hammersbacher Kinderburg ist sichtlich stolz und zufrieden mit seinen neuen Arbeitsbedingungen“, heißt es in einer Mitteilung der Gemeindeverwaltung. Was dahinter steckt, ist ganz offensichtlich: die vor wenigen Wochen in Betrieb genommene neue Küche.

Artikel vom 30. August 2019 - 13:24

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Alles glänzt in pflegeleichtem Edelstahl, eine begehbare Kühl- und Gefrierzelle dient dazu, Vorräte ordnungsgemäß zu lagern oder vorbereitete Speisen zu kühlen. Kerstin Pitterka, eine der Köchinnen, ist froh über die verbesserten Arbeitsbedingungen: „Es war auch dringend notwendig, dass unser Arbeitsplatz modernisiert wird, denn nicht nur Arbeitsstättenrichtlinien und Hygienevorschriften haben das verlangt. Auch der immer weiter gewachsene Arbeitsanfall kann nur unter professionellen Bedingungen geleistet werden.“

Die alte Küche stammte aus dem Baujahr des Gebäudes 1994. Zu dieser Zeit hatte das Küchenteam etwa 40 Essen täglich zuzubereiten. Mit dem Ausbau der Ganztags- und der Hortbetreuung wurde die Anzahl der täglichen Essen immer mehr. Mit zusätzlichem Personal konnte ein Teil der zusätzlichen Arbeit aufgefangen werden.

Mit dem Beginn der Betreuung für die unter dreijährigen Kinder wuchs die Anzahl der Mittagsmahlzeiten immer weiter an. Zuletzt wurden die Familien für den Zeitraum von sechs Stunden täglich von den Kindergartengebühren freigestellt, was auch wieder eine regelmäßig länger in Anspruch genommene Betreuungszeit und damit verbunden eine höhere Nachfrage nach einem Mittagessen nach sich gezogen hat.

In diesem Sommer wurde an der Astrid-Lindgren-Grundschule zudem der „Pakt für den Nachmittag“ eingeführt. Alle hier angemeldeten Kinder nehmen ein warmes Essen obligatorisch ein. Auch das wird in der Küche der Kinderburg mit zubereitet. So sind es heute fast 200 Essen die täglich pünktlich an den verschiedenen Orten ausgegeben werden.

„Allein der neue Herd und der Konvektomat lassen es zu, viel größere Mengen in kürzeren Zeiten zuzubereiten“, so Astrid Barget, die immer wöchentlich im Wechsel mit Kerstin Pitterka das Essen zubereitet. „Auch das Spülen ist nun durch eine Industriespülmaschine in viel kürzerer Zeit zu erledigen“, erklärt Barget.

Eine Umstellung gibt es zukünftig auch im Einsatzgebiet der Hauswirtschafterinnen. Die langjährige zweite Köchin Sieglinde „Lindi“ Lämmchen wird zukünftig die Küchenarbeit im „Haus der kleinen Füße“ im Wechsel mit Astrid Barget übernehmen.

Für die Gemeinde Hammersbach ist ein gesundes, warmes Mittagessen ein wichtiger Beitrag des Betreuungs- und Erziehungsauftrages in den verschiedenen Einrichtungen. Deshalb haben sich die gemeindlichen Gremien auch dafür entschieden, das Essen täglich selbst frisch zuzubereiten und nur im Notfall von einer Großküche liefern zu lassen.

Auch im pädagogischen Konzept der Kindertagesstätte soll das Thema Essen und gesunde Ernährung zukünftig weiter vertieft werden. Dazu wurde im Zuge der Planungen zur neuen Küche in einem Nebenraum auch eine kleine Kinderküche eingebaut. Hier kann mit den Kindern außerhalb der Hektik des regulären Kochbetriebes der eigentlichen Küche gekocht und gebacken werden. Dies war bisher so nicht möglich.

Etwa 100 000 Euro hat die neue Küche gekostet, die nun ideale Arbeitsbedingungen liefert. „Trotzdem bereitet sich das Essen nicht von alleine zu und die tägliche Essenszubereitung ist eine große Herausforderung, die das Küchenteam jedoch mit viel Elan und Freude meistert“, heißt es abschließend in der Mitteilung der Gemeindeverwaltung. jow



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