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Friedrich Bellgardt aus Hirzbach veranstaltet einen Hoftag

Hammersbach

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    Friedrich Bellgardt freut sich auf den Hoftag am 13. Mai auf seinem Betrieb in Hirzbach. Für die Ausstellungs- und Parkflächen hat ein Nachbar bereits früh im Jahr das Heu gemäht und gepresst. Foto: J. Weber

Hammersbach. Zu Muttertag bietet sich den Familien in der Region ein besonderes Ausflugsziel: der Hof von Friedrich Bellgardt in Hirzbach. Um den Menschen die Freude an der Natur zu vermitteln hat der 65-Jährige jede Menge Attraktionen organisiert und sogar den Main-Kinzig-Kreis mit ins Boot geholt.

Artikel vom 09. Mai 2018 - 12:27

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Von Jan-Otto Weber

„Schauen Sie sich doch mal um“, fordert Friedrich Bellgardt seine Besucher auf. „Wir leben hier im Paradies!“ Und tatsächlich kann an diesem wunderbar sonnigen Maimorgen nichts die Idylle im Hammersbacher Weiler Hirzbach trüben.

Aber was ist, wenn es am Sonntag regnen sollte? „Ach, man darf nicht alles so negativ sehen“, meint Bellgardt. „Der Regen wird ja von der Natur dringend gebraucht. Und solange es nur ein paar Schauer sind, stört das doch niemanden.“

Für Parkmöglichkeiten ist gesorgt
Zur Not stünde die Reithalle des Nebenerwerbslandwirts als Unterschlupf zur Verfügung. Doch sonst plant der 65-Jährige mit vielen Ständen und Ausstellungsflächen über seinen gesamten Hof verteilt. Ein Nachbar ist gerade dabei, das Heu auf der großen Wiese vor dem Haus zu Ballen zu pressen. „Hier können die Besucher ihre Autos parken. Und da vorne, wo wir einen Streifen Gras stehen gelassen haben, bauen wir die Pferche für die Tiere auf, die wir zeigen wollen.“

Der unternehmungsfreudige Hirzbacher rechnet am Sonntag mit über eintausend Besuchern. Die Organisation hat er weitgehend alleine gestemmt. Seit letztem Sommer laufen die Vorbereitungen. „Wir hatten hier schon mal so ein großes Fest zur 875-Jahr-Feier der Hirzbacher Höfe im Jahr 2003“, erklärt Bellgardt. „Das haben die Hammersbacher bis heute in guter Erinnerung. Deshalb haben mich immer wieder Leute angesprochen und gesagt: 'Mensch, mach das doch mal wieder.'“

Bellgardt hat sich viel Unterstützung geholt
Aber so eine Veranstaltung schüttelt man nicht einfach so aus dem Ärmel – dessen ist sich der Landwirt, der bis zur Rente bei Degussa in Wolfgang gearbeitet hat, durchaus bewusst. „Die Leute, die ihre Pferde bei mir einstehen haben, backen Kuchen und helfen beim Aufbau“, erläutert Bellgardt. „Auch andere von Vereinen und aus dem Bekanntenkreis helfen mit. Die Bewirtung mit Spanferkel und Getränken übernimmt der Partyservice vom Weinberghof Schmidt in Hochstadt.“

Er mache das eben mit Leidenschaft, sagt Bellgardt, der den elterlichen Betrieb wegen der zu kleinen Ackerfläche nur im Nebenerwerb weiterführen konnte. Profit wolle er nicht machen, aber auch keine Miese. „Die Leute sollen Spaß haben“, sagt Bellgardt. „Ich will vor allem den jungen Menschen vermitteln, dass es mehr gibt als iPads und Internet. Die Natur ist so schön und jeden Tag anders. Man muss sie nur verstehen.“

Deshalb hat sich Bellgardt auch zum Bauernhof-Begleiter im Programm „Lernfeld Landwirtschaft“ des Main-Kinzig-Kreises weiterbilden lassen (siehe Infokasten). Sein Zertifikat hat er erst vor wenigen Tagen erhalten. Auf diese Weise konnte er für seinen Hoftag auch die Erste Kreisbeigeordnete Susanne Simmler gewinnen, die das Fest am Sonntag um 11 Uhr eröffnen wird. „Wenn es den Leuten am Ende gefallen hat, werde ich das vielleicht in ein paar Jahren wieder machen.“

 



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