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RMV lenkt offenbar ein: Runder Tisch zur Buslinie 566

Großkrotzenburg

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    Die Buslinie 566. Archivfoto: HA

Die länderübergreifenden Proteste der Bürger und Pendler gegen die Einschnitte bei der Buslinie 566 zeigen offenbar Wirkung. Gestern hat der für die Linie verantwortliche Rhein-Main-Verkehrverbund angekündigt, alle Beteiligten zu einem runden Tisch einzuladen. Sogar von möglichen „Nachjustierungen“ ist die Rede.

Artikel vom 13. Juli 2018 - 11:27

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Seit 24. Juni gilt ein neuer Fahrplan. Dabei hat der RMV die Linie von Hanau bis zum Kahler Bahnhof an der Landesgrenze gekappt. Endtsation für die Linie 566 ist die Station „Großkrotzenburg-Ost“. Zudem ist der Takt der Linie geändert worden. Statt im 20-minütigen Rhythmus fahren die Busse nur noch halbstündig.

Zwar hatte der RMV im Zuge der Fahrplanänderungen in einer Pressemitteilung kurz auch die Veränderungen auf dieser Linie bekannt gegeben. Eine direkte Information an die Rathäuser in Großkrotzenburg und Kahl unterblieb jedoch.

Die Verwaltungen auf beiden Seiten den Landesgrenze wurden erst durch die Proteste ihrer Bürger aufmerksam, zudem gab es an einigen Haltestellen nur veraltete Informationen und vergilbte Fahrpläne.

Der RMV hatte danach argumentiert, dass wegen der zahlreichen parallel angebotenen Zuglinien die Buslinie auf dem Abschnitt Großkrotzenburg-Kahl nicht mehr angeboten werde. Dies sei bereits seit Jahren in den betreffenden Gremien besprochen worden.

Doch wie zuvor die beiden Rathäuser scheint nun auch der RMV, der dem Land und den Landkreisen gehört, selbst von der Intensität der Beschwerden aus der Bevölkerung überrascht zu sein.

„Die Rückmeldungen von Fahrgästen und Kommunen nimmt der RMV sehr ernst und lädt deshalb in Kürze Fachleute der beteiligten Städte, Landkreise und Nahverkehrsorganisationen zu einem Runden Tisch ein“, berichtet die stellvertretende RMV-Pressesprecherin Vanessa Rehermann.

Gemeinsam solle auf Grund von Fahrgastzählungen, Kundenrückmeldungen und fachlichen Rahmenbedingungen erwogen werden, „ob und wie Nachjustierungen im Fahrplan zwischen Großkrotzenburg und Kahl vorgenommen werden können.“

Unterdessen gehen die Unterschriftenaktionen auf hessischer und bayerischer Seite weiter. Wie Wolfgang Schwarze, der Initiator auf Großkrotzenburger Seite, über die sozialen Medien berichtet, habe er bereits rund 540 Unterschriften gesammelt. thb



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