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Gänsekot im Strandbad: Drohnen sind keine Lösung

Großkrotzenburg

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    Die mangelnde Sauberkeit am Strandbad Spessartblick – vor allem durch Gänsekot – gerät nach wie vor in die Kritik. Archivfoto: Gärtner

Großkrotzenburg. Der Gänsekot im Strandbad Spessartblick in Großkrotzenburg sorgt weiterhin für Unmut. Die Tiere mit Drohnen zu verscheuchen ist aber keine langfristige Lösung, wie Versuche in anderen Städten gezeigt haben.

Artikel vom 23. August 2016 - 17:00

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Die Bürgerinitiative zur Rettung des Strandbads hatte im Juli öffentlich Kritik zur Sauberkeit am Strandbad Spessartblick in Großkrotzenburg geäußert. In einer Pressemitteilung wurde dabei vor allem auf den Kot der am Areal angesiedelten Nilgänse eingegangen.

In der Folge hatte sich die CDU-Fraktion dafür ausgesprochen, Mini-Drohnen einzusetzen. Würde man diese mehrfach täglich über dem Areal kreisen lassen, so könnten die Tiere mit relativ geringem finanziellen Aufwand verscheucht werden. Die Stadt Koblenz habe mit dieser Maßnahme Erfolge eingefahren, so die Fraktion.

Wirkung nur kurzfristig
Im Freitag aktuell, dem amtlichen Mitteilungsblatt der Gemeinde, äußerte Bürgermeister Thorsten Bauroth (parteilos) sich nun zur Problematik. Zunächst sei festzuhalten, dass die Kommune schon seit Jahren von der Verschmutzung wisse und bereits unter Bürgermeister Engel versucht habe, eine Lösung zu finden.

Das CDU-Modell sei hingegen wenig erfolgsversprechend, da sich laut Bauroth in der Stadt Koblenz gezeigt habe, dass der Einsatz von Drohnen nur kurzzeitig Wirkung zeigte. „Eine aktuelle Rückfrage bei dem Bäderbetriebsleiter der Stadt Koblenz hat ergeben, dass die Tiere nach einer anfänglichen Fluchtreaktion zunehmend weniger schreckhaft reagieren und die gewünschte Reaktion deutlich nachlässt, beziehungsweise nun sogar ausbleibt“, so Bauroth.

Kot soll täglich beseitig werden
Auch andere Maßnahmen, etwa aufgehängte CDs oder Flatterbänder, seien ohne größere Wirkung geblieben. Das Problem könne somit dauerhaft wohl nur durch eine Verringerung des Gänsebestands behoben werden, „was aber wiederum aus tier- und naturschutzrechtlichen Aspekten bedenklich ist“, betont der Bürgermeister.

Somit werde in Zukunft weiterhin darauf geachtet, die Hinterlassenschaften der Tiere durch tägliche Reinigungen zu beseitigen. Hinsichtlich der Wasserqualität sei bisher keine Verschlechterung durch den Gänsekot nachweisbar.



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