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Nidderau: Frankfurter Volksbank eröffnet am Stadtplatz

Nidderau

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    Für sie ist es der Schlüssel zum Erfolg: Filialleiterin Brigitta Kempf, Vorstandsvorsitzende Eva Wunsch-Weber und Bürgermeister Gerhard Schultheiß (von rechts). Die neue Filiale am Stadtplatz liegt barrierefrei im Erdgeschoss des Bonava-Wohnkomplexes. Die vier Parkplätze vor der Tür sind von der Adenauer-Allee aus erreichbar. Fotos: Jan-Otto Weber

Nidderau. Kunden der Frankfurter Volksbank in Nidderau haben von heute an eine neue Anlaufstelle. Denn das Institut hat seine beiden Filialen an der Windecker Straße in Heldenbergen und am Marktplatz in Windecken geschlossen und sich stattdessen am Stadtplatz in der „Neuen Mitte“ niedergelassen. 

Artikel vom 24. Januar 2020 - 11:39

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Von Jan-Otto Weber

Rund 1,3 Millionen Euro hat die Bank in den Kauf und den Ausbau der Geschäftsräume schräg gegenüber dem Familienzentrum investiert.

Nidderau für Volksbank "hochinteressant"

Zur Eröffnung war neben der Vorsitzenden Eva Wunsch-Weber nahezu der gesamte Vorstand der Frankfurter Volksbank an den Gehrener Ring gekommen. „Nidderau ist eine aufstrebende Stadt und verkehrsgünstig nahe Frankfurt und Hanau gelegen“, lobte Wunsch-Weber. „Für uns als Bank für den Mittelstand ist es ein hochinteressantes Marktgebiet. In der 'Neuen Mitte' zu investieren, war goldrichtig. Hier schlägt das Herz des Aufbruchs.“

Die neue Filiale will die Vorstandsvorsitzende zudem als Bekenntnis für Nidderau und die Region verstanden wissen. „Mit der Eröffnung des Kompetenz- und Beratungszentrums haben wir unsere Präsenz am Standort Nidderau gebündelt und sind zukünftig in der 'Neuen Mitte' der Stadt noch näher bei unseren Kunden.“

Kritik an Schließung der Filialen in Windecken und Heldenbergen

Das beurteilen nicht alle Kunden so. Schon am Mittwoch entspann sich im Internet in einer lokalen Facebook-Gruppe eine Diskussion über die Schließung der beiden bisherigen Filialen in den Ortskernen. „Der Windecker Marktplatz stirbt immer mehr aus“, schrieb beispielsweise ein Nutzer. „Finde ich für ältere Menschen oder Menschen, die schlecht zu Fuß sind, echt sehr traurig.“

Wie die alten Geschäftsräume in den Gebäuden, die sich im Besitz des Geldinstituts befinden, künftig genutzt werden, konnte zur Eröffnungsfeier am Donnerstag niemand beantworten. Nur so viel: Es werden dort ab sofort auch keine Geld- oder sonstige Automaten der Frankfurter Volksbank mehr vorhanden sein.

Online-Banking macht Filialen überflüssig

Nidderaus Bürgermeister Gerhard Schultheiß (SPD) redete in seinem Grußwort nicht um den heißen Brei: „Das Neue ruft. Wer nicht mit der Zeit geht, geht mit der Zeit. Handel und Dienstleistungssektor sind im Wandel, die Leute machen Online-Banking und bestellen im Internet. Der Kunde bestimmt diese Entwicklung ein Stück weit mit. Das muss man deutlich sagen, wenn am Ende das Lamento angestimmt wird.“

Volksbank-Pressesprecher Michael Kröhle formulierte es gegenüber unserer Zeitung so: „Warum sollen Sie zwei nicht zukunftsweisende Filialen erhalten, wenn Sie an einem so zentralen Standort die Möglichkeit haben, ein Zentrum auf dem neuesten Stand zu eröffnen?“

Schultheiß lobte die Signalwirkung, die durch die Investition der Frankfurter Volksbank auf die Region ausgehe. „Die Chancen für den Standort sind erkannt worden. Die 'Neue Mitte' findet 20 Jahre nach den ersten gedanklichen Erwägungen ihren Schlussstein.“

Mitarbeiter bleibt erhalten

Brigitta Kempf, bislang Filialleiterin der Volksbank in Heldenbergen, wird künftig auch das Team am neuen Standort führen. Die Mitarbeiter bleiben ebenfalls erhalten, wobei drei Kolleginnen aus Windecken zur Filiale in Kilianstädten wechseln. 

Am Stadtplatz werden künftig bis zu sieben Mitarbeiter tätig sein. „Wir sind alle hier vor Ort, wie Sie es von Ihren Filialen gewohnt sind“, so Kempf. „Wir freuen uns darauf, unsere Kunden in den neuen Räumen begrüßen zu können.“



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