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Waschbären machen sich in Nidderau breit - Stadt warnt

Nidderau

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    Der Waschbär kommt ursprünglich aus Nordamerika. Deshalb wurde er in die EU-weite Liste der invasiven gebietsfremden Arten aufgenommen. Symbolbild: Pixabay

Nidderau. Geplünderte Mülltonnen, Spuren von Vandalismus in Gärten oder nächtliche Ruhestörung sind Indikatoren für die meist nächtlichen Besucher: Inzwischen sind Waschbären in ganz Hessen verbreitet. Auch für Nidderau häufen sich die Meldungen der putzigen aber lästigen Wildtiere, die in Wohngebieten gesichtet werden. 

Artikel vom 16. Januar 2020 - 12:11

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„Die Waschbären in Nidderau sind wahrscheinlich Nachfahren eines 1934 am hessischen Edersee ausgesetzten Waschbärenpaares“, informiert die Stadtverwaltung. „Diese wurden zur Bereicherung der heimischen Tierwelt ausgesetzt.“

Waschbären dürfen von August bis Februar bejagt werden

Heute sind Waschbären als invasive Art eingestuft, ähnlich dem in Nidderau weitverbreiteten Nutria. Der Waschbär ist nach dem hessischen Jagdgesetz als Wild klassifiziert, das heißt er darf in der Zeit vom 1. August bis 28. Februar bejagt werden, teilt die Stadtverwaltung mit. Dies gelte aber nur für den Außenbereich. „Der Waschbär kann als sehr häufige Art in Hessen durch Bekämpfungsmaßnahmen nicht mehr vollständig aus der hessischen Natur entfernt werden“, erklärt der Biologe Andreas Opitz vom Hessischen Landesamt für Naturschutz, Umwelt und Geologie (HLNUG) in Gießen.

Zum Schutz beispielsweise von bedrohten Amphibienarten könne es jedoch sinnvoll sein, ihn gezielt in bestimmten Gebieten zu bekämpfen. Dabei seien jedoch Tierschutzvorschriften zu beachten. Die Experten des Landesamtes bitten darum, etwaige Waschbär-Sichtungen zu melden (hier klicken), um mehr über die Verbreitung der Tiere herauszufinden

Zur Abwehr Mülltonnen verschließen

Sollte ein Waschbär den Garten heimsuchen, empfiehlt der Fachbereich Umwelt der Stadt Nidderau den Bürgern: „Lassen Sie keine Essensreste im Garten stehen, dazu zählt auch Katzen-, Hunde- oder Vogelfutter. Verschließen Sie ihre Mülltonnen. Sonstiger Müll, zum Beispiel gelbe Säcke, sind unzugänglich aufzubewahren.“ jow

Ausstellung 
Der Fachbereich Umwelt weist bereits jetzt auf eine Ausstellung zum Thema  „Invasive Arten in Hessen“ hin, die vom 16. Juni bis 31. August im Familienzentrum, Gehrener Ring 5,
stattfinden wird.


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