Lesezeichen hinzufügen hanauer.de als Startseite
wolkig
0 ° C - wolkig
» mehr Wetter

Bürgermeisterwahl Nidderau: Andreas Bär kandidiert für SPD

Nidderau

  • img
    Andreas Bär kandidiert für die SPD. Foto: PM

Nidderau. Mit einem einstimmigen V​otum für Andreas Bär als ihrem Bürgermeisterkandidaten haben die Nidderauer SPD-Mitglieder die Weichen für ihr Ziel gestellt, im 50. Jahr des Bestehens der Stadt Nidderau den vierten Rathauschef aus den eigenen Reihen küren zu können. 

Artikel vom 27. November 2019 - 11:55

Anzeige

Von Thomas Seifert

Alle 59 zur außerordentlichen Mitgliederversammlung im Bürgerhaus Ostheim anwesende Sozialdemokraten gaben dem „Windecker Bub“ ihre Stimme, der am Donnerstag 37 Jahre alt wird.

Bär will Heimatstadt etwas zurückgeben

„Ich habe schon ein bisschen ein komisches Gefühl, heute hier vor euch zu stehen“, gab der designierte Bürgermeisterkandidat zu Beginn seiner Bewerbungsrede zu. Doch er habe sich schon bevor Bürgermeister Gerhard Schultheiß seinen Beschluss verkündet habe, bei der nächsten Bürgermeisterwahl nicht mehr anzutreten, intensiv mit dem Gedanken einer Kandidatur beschäftigt, habe solch einen Schritt mit seiner Lebensgefährtin, der Familie und Freunden durchgesprochen.

„Letztlich habe ich den Entschluss gefasst, der Stadt in der ich groß geworden bin und in der ich sehr gerne lebe, etwas zurückgeben zu wollen“, stellte Bär fest.

Kommune mit großer Anziehungskraft

Nidderau habe sich in den fast 50 Jahren des Bestehens zu einer Kommune entwickelt, die große Anziehungskraft ausübe, was die stetig wachsende Zahl der Neubürger beweise. „Das Erreichte zu erhalten und neue Ideen umzusetzen, das will ich im Fall meiner Wahl angehen. Aber auch nur das im Wahlkampf versprechen, was auch später umgesetzt werden kann, also wahrhaftig und sachorientiert das Amt führen“, fügte Andreas Bär hinzu.

Der Kandidat betonte, er kenne die Stadt und ihre Bürger seit 37 Jahren, wisse um die Chancen, die sich der Kommune in der Zukunft noch bieten würden, sehe aber der Herausforderung des Amts Bürgermeister mit großer Demut entgegen. „Ich weiß, was es bedeutet, 24 Stunden Ansprechpartner für die Bürger zu sein. Aber ich würde mich mit viel Engagement und verantwortungsbewusst dieser Aufgabe stellen, denn Nidderau hat noch viel Entwicklungspotenzial.“

Die drei sozialdemokratischen Bürgermeister hätten viel erreicht, vor allem Gerhard Schultheiß hinterlasse große Fußstapfen. Diese erfolgreiche Bilanz müsse man im Wahlkampf auch deutlich herausstellen, betonte Bär. „Aber jede Generation muss ihre Lösungen für anstehende Probleme finden und ihre Visionen versuchen umzusetzen“, betonte der Bürgermeisterkandidat.

Kinderbetreuung, Vereine und Mobilität auf der Agenda

Vor den Mitgliedern skizzierte Bär die Politikfelder, in denen er Handlungsbedarf in der Zukunft sieht als da wären solides Finanzhandeln mit Augenmaß, verlässliche und bezahlbare Kinderbetreuung, verträgliches und nachhaltiges Wachstum in einer intakten Umwelt, Erhalt und Schaffung vieler Naherholungsmöglichkeiten, Unterstützung der Bürgerschaft, Vereine und des Ehrenamts, Kultur und Historie in einer lebendigen Stadt fördern, Mobilität für alle und ein friedliches Zusammenleben der Generationen und Nationen.

Bei seiner Begrüßung hatte der SPD-Ortsvereinsvorsitzende Vinzenz Bailey die Mitglieder auf den voraussichtlichen Wahltermin November 2020 eingestimmt und betont, die Sozialdemokraten in der Stadt seien gut aufgestellt, schlagkräftig und könnten auf eine starke Basis bauen. „Mit einem klaren Votum für Andreas Bär – dem Wunschkandidaten des Vorstands und der Ortsverbände – könnt Ihr ihm zusätzlich den Rücken stärken“, rief Bailey auf.

Lob von Parteikollegen

„Meinen Freund Andreas Bär kenne ich seit 17 Jahren und kann ihm attestieren, dass er das, was er verspricht, auch umsetzt“, charakterisierte der Neuberger Landtagsabgeordnete Christoph Degen den Kandidaten. „Er ist ein absolut verlässlicher Mensch, der sehr gut zuhören, aber auch dezidiert seine Meinung äußern kann und zu tragfähigen Kompromissen fähig ist.“

„Das war eine 'stadttragende Bewerbungsrede'“, lobte Bürgermeister Gerhard Schultheiß, der die Mitglieder auf einen „harten Kampf um den Bürgermeistersessel“ einschwor, da sich das politische Klima in der Stadt grundsätzlich gewandelt habe. „Nidder‧au wurde seit 50 Jahren gut von SPD-Bürgermeistern geführt, das soll auch in Zukunft so bleiben“, betonte der Rathauschef, dessen Amtszeit im Frühjahr 2021 endet.



Kommentare

Noch keine Kommentare vorhanden.