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Unfallschwerpunkt B45: Kommission beschließt Tempo 50 und Ampel

Nidderau

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    Lösung gefunden? Warnschilder, eine Ampelanlage und ein verringertes Tempolimit sollen den Unfallschwerpunkt auf der B45 bei Nidderau entschärfen. Archivbild: Jan-Otto Weber

Nidderau. Die Unfallkommission hat in ihrer heutigen Sitzung weitere Maßnahmen für die B45 bei Nidderau beschlossen. So sollen laut Mitteilung des Main-Kinzig-Kreises in den kommenden Tagen entsprechende Schilder zur Geschwindigkeitsreduktion auf 50 km/h aufgestellt werden. Außerdem wird mit der Planung einer Ampel begonnen.

Artikel vom 07. November 2019 - 15:27

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„Wir wollen hier jetzt sehr schnell wirksame Veränderungen erreichen“, erklären Erste Kreisbeigeordnete Susanne Simmler und Nidderaus Bürgermeister Gerhard Schulheiß in der Mitteilung angesichts der offensichtlichen Unfallhäufung. Der Rathauschef war kurzfristig zu der Sitzung hinzugeladen worden und unterstützt diese Vorschläge. Außerdem war ein Vertreter der betroffenen Straßenmeisterei dabei, um die Vorgaben jetzt kurzfristig umzusetzen.

Alle Maßnahmen sind darauf ausgerichtet, den Unfallschwerpunkt an der Abzweigung zur K246 nach Karben nachhaltig zu „entschärfen“, heißt es weiter. Um schnell zu einem tragfähigen Ergebnis zu kommen, waren die möglichen Schritte bereits im Vorfeld zwischen Polizei, Hessenmobil und Kreisverkehrsbehörde abgestimmt worden. „Wir hoffen nun darauf, dass diese umfangreichen Warnungen und Anordnungen auch bei den Verkehrsteilnehmern ankommen“, betonen Simmler und Schultheiß.

Erst Tempo 70, dann Tempo 50

Diesen Effekt will die Unfallkommission mit der Einrichtung eines so genannten „Geschwindigkeitstrichters“ erreichen. Die Höchstgeschwindigkeit wird in diesem Fall zunächst auf 70 und dann auf 50 km/h gesenkt. Dazu kommen noch entsprechende Vorankündigungen sowie das eindeutige Zusatzschild „Unfallschwerpunkt“. Alle Schilder sollen in spätestens zwei Wochen stehen.

Darüber hinaus wurde beschlossen, diesen Effekt schnellstmöglich mit der Installation gelber Blinklichter mit Batterie und Solarvorrichtung noch zu unterstreichen. „Damit wurden alle verfügbaren Optionen ausgeschöpft, um kurzfristig die Sicherheit auf diesem Abschnitt zu erhöhen“, sind die Erste Kreisbeigeordnete und der Bürgermeister überzeugt. Selbstverständlich wird die Situation weiterhin genau betrachtet.

Noch kein Zeitplan für Ampelanlage

Im Focus bleibt auch die von der Politik geforderte Ampelanlage. Hier wird die Verkehrsbehörde des Main-Kinzig-Kreises federführend die Umsetzung begleiten. „Auch hier wollen wir schnellstmöglich zum Ergebnis kommen“, sagt Erste Kreisbeigeordnete Susanne Simmler. Sobald dazu ein konkreter Zeitplan vorliegt, wird die Verkehrsdezernentin darüber informieren.

Darüber hinaus regt sie gemeinsam mit Bürgermeister Schultheiß an, hier die Verfahrenswege zu überprüfen. „Es ist nicht nachvollziehbar, dass bei einer so signifikanten Unfallhäufung die Reaktionen so lange dauern“, lautet die Kritik an den aktuellen Verfahrenswegen. Eine deutlich schnellere Umsetzung vorbeugender Maßnahmen sei „eine mehr als berechtigte Forderung“. Abschließend äußern Simmler und Schultheiß ihr Verständnis für die Kritik der betroffenen Angehörigen und übermitteln der Familie die aufrichtige Anteilnahme.



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