Lesezeichen hinzufügen hanauer.de als Startseite
Regen
11 ° C - Regen
» mehr Wetter

Unfallschwerpunkt B45: Kreis erhöht Druck auf Verkehrsministerium

Nidderau

  • img
    Wieder mal im Einsatz: Am Montag mussten die Rettungskräfte erneut zu einem Unfall auf der B45 ausrücken. Eine Person wurde schwer verletzt. Foto: Feuerwehr Nidderau/Göppel

Nidderau. Angesichts der immer häufigeren schweren Unfälle auf der Ortsumgehung Nidderau (B45) hat der Kreis den Druck auf das Verkehrsministerium erhöht. In einer Mitteilung forderten Kreis und Stadt Nidderau, bauliche Maßnahmen wie eine Ampel oder einen Kreisel schnellsmöglich zu prüfen.

Artikel vom 06. November 2019 - 14:58

Anzeige

Bereits im Februar 2016 hatten sich Erste Kreisbeigeordnete Susanne Simmler und Nidderaus Bürgermeister Gerhard Schultheiß für eine durchgängige Geschwindigkeitsbegrenzung auf maximal 70 Stundenkilometer auf der neuen Umgehungsstraße eingesetzt, heißt es in der Mitteilung. Doch dieses Anliegen wurde vom Land Hessen nicht in vollem Umfang umgesetzt. In einem Schreiben aus dem Verkehrsministerium hieß es damals, dass die Voraussetzungen für die Absenkung auf 70 Stundenkilometer nicht gegeben seien.

Tempo 70 statt 100 gefordert

Diese geforderte Absenkung der zulässigen Höchstgeschwindigkeit von 100 auf 70 Stundenkilometer war schon zu der Zeit als „vorbeugende Maßnahme zur Erhaltung der öffentlichen Sicherheit“ angemessen und begründet, betonen Simmler und Schulheiß. Seitdem gab es immer wieder Unfälle auf dem neuen Teilstück, zuletzt war ein Motorradfahrer zu Tode gekommen. Vor diesem Hintergrund erhöhen der Main-Kinzig-Kreis und die Stadt den Druck auf das Verkehrsministerium in Wiesbaden, um hier entsprechende bauliche Maßnahmen wie eine Signalanlage oder einen Kreisel zu prüfen.

Parallel wird sich am Donnerstag die Unfallkommission des Main-Kinzig-Kreises intensiv mit dem Thema befassen und kurzfristige Maßnahmen auf den Weg bringen. „Auch wenn die Unfallursachen jeweils separat zu betrachten sind, so gibt es hier eine auffällige Häufung, auf die wir unverzüglich reagieren müssen“, sagt die Erste Kreisbeigeordnete. Die bereits aufgestellten Warnschilder sowie die zusätzliche Fahrbahnmarkierung seien hier offensichtlich nicht ausreichend.

Politiker fordern schnellere Entscheidungen

Angesichts der jüngsten Ereignisse zeigen sich die Erste Kreisbeigeordnete Susanne Simmler und Nidderaus Bürgermeister Gerhard Schultheiß sehr unzufrieden mit der Reaktionsgeschwindigkeit in Wiesbaden. Denn bereits damals gab es zahlreiche Mitteilungen von Bürgern über die Gefährlichkeit der Auf- und Abfahrten zu der neuen Ortsumgehung. Schon in den ersten zwölf Monaten waren mehrere kritische Situationen sowie vereinzelte Zusammenstöße registriert worden. Hier sind trotz aller bürokratischen Vorgaben deutlich schnellere Entscheidungen im Sinne der Bürgerinnen und Bürger nötig.

Der Main-Kinzig-Kreis und die Stadt Nidderau erwarten daher aus Wiesbaden ab sofort „eine veränderte Wahrnehmung und einen sensibleren Umgang“. Auch wenn der Bau einer Signalanlage nicht kurzfristig zu realisieren ist, fordern Kreis und Stadt zumindest eine schnellstmögliche Prüfung dieser Maßnahme. Bis dahin will die Unfallkommission aus Straßenverkehrsbehörde, Hessenmobil und Polizei in eigener Verantwortung kurzfristige Lösungen auf den Weg bringen. bel



Kommentare

Noch keine Kommentare vorhanden.