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Festnahme: Mann soll 20-Jährigen absichtlich überfahren haben

Nidderau

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    Der potentielle Täter wurde nun festgenommen. Symbolfoto: Archiv

Nidderau/Hanau/Stuttgart. Am Rande einer Party im Stadtteil Heldenbergen ist es offenbar zu einem Mordversuch gekommen. Dabei soll ein 20-jähriger Nidderauer von einem Auto überfahren und danach zweimal absichtlich überrollt worden sein. Gestern meldete die Staatsanwaltschaft Hanau die Festnahme des mutmaßlichen Täters.

Artikel vom 29. Juni 2019 - 10:48

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Der 23-Jährige, der zuletzt in Bruchköbel gewohnt hatte und derzeit keinen festen Wohnsitz hat, ist nach einer intensiven Fahndung am Donnerstagabend in der Nähe von Stuttgart von der Polizei verhaftet worden.

„Nach dem bisherigen Stand der Ermittlungen gehen wir von einem versuchten Mord aus, weil das Auto in eine Gruppe von Menschen gelenkt wurde und es sich daher um ein gemeingefährliches Mittel handelt. Das ist ein Mordmerkmal“, sagt Oberstaatsanwalt Dominik Mies zur vorläufigen Bewertung.

Verbrechen ereignete sich bereits im Mai

Wie Mies weiter berichtet, sei es bereits in der Nacht zum Sonntag, 26. Mai, zu dem Verbrechen gekommen. Ursache soll ein Streit bei einer privaten Geburtstagsfeier an der Brentanostraße gewesen sein.
„Wir gehen davon aus, dass sich der 23-Jährige wenig später betrunken in sein Auto setzte, um die Party zu verlassen. Diese Trunkenheitsfahrt wollten einige Gäste wohl verhindern, indem sie sich hinter den Toyota des Mannes stellten.“

Doch davon habe sich der 23-Jährige nicht aufhalten lassen. „Zeugen gaben an, dass er plötzlich mit Vollgas auf die hinter dem Wagen stehende Gruppe losgefahren sein soll“, so der Pressesprecher der Staatsanwaltschaft Hanau weiter.

Während sich alle anderen jungen Leute im letzten Moment in Sicherheit bringen konnten, sei der 20-jährige Nidderauer von dem Wagen erfasst und zu Boden geschleudert worden. Der mutmaßliche Täter soll dann jedoch vor- und rückwärts gefahren und noch zwei weitere Male den bereits am Boden liegenden Verletzten absichtlich überrollt haben, bevor er flüchtete.

Opfer ist verhältnismäßig leicht verletzt

„Er hat damit den Tod eines anderen Menschen zumindest billigend in Kauf genommen“, bewertete Mies das Geschehen.

Das Opfer erlitt trotz des brutalen Vorgehens glücklicherweise nur leichte Blessuren wie Prellungen sowie Platz- und Schürfwunden.

Bereits vor zwei Wochen hatte das Hanauer Amtsgericht einen Haftbefehl gegen den 23-Jährigen erlassen. Seitdem fahndete die Polizei bundesweit nach dem Mann. thb



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