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Nidderau kämpft verzweifelt gegen Müll und Vandalismus

Nidderau

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    Einer der Brennpunkte in Sachen Müll ist das Areal rund um das Jugendzentrum Blauhaus am sogenannten Kleinen Bahnhof in Windecken. Archivfoto: Jan-Otto Weber

Nidderau. Der Kampf des Nidderauer Baubetriebshofes gegen wilden Müll, Vandalismus auf den Spiel- und Bolzplätzen und achtlos fallengelassenen Abfall nimmt laut Mitteilung der Stadtverwaltung inzwischen Dimensionen an, „die den Verantwortlichen die Schweißperlen auf die Stirn treiben und die Bürger eine Menge Geld kostet“.

Artikel vom 07. Juni 2019 - 11:50

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Im Stadtgebiet stünden in den fünf Ortsteilen rund 270 Abfallbehälter und 59 Hundekottütenspender. Das sei für die Größe der Stadt eine extrem hohe Zahl, so die Mitteilung. Bei den Hundekottüten wären maximal 20 Spender eine gute Ausstattung. „Trotzdem erreichen die Verwaltung wöchentlich Hinweise, dass es nicht genug Behälter gebe. Dabei handelt sich bei der Bereitstellung der Spender um eine freiwillige Leistung der Stadt, die viel Personaleinsatz für das Befüllen und Leeren der Abfallsammelbehälter erfordert.“

Hundekottüten kosten 3000 Euro im Jahr

Alleine für die Beschaffung der Hundekottüten entstünden Kosten von etwa 3000 Euro pro Jahr, die Entsorgung der vollen Tüten sei dabei noch gar nicht eingerechnet. Ein Mitarbeiter des Baubetriebshofs fahre die gesamte Woche ausschließlich die Abfallbehälter und die Containerstandorte für Altkleider und Glas an. Jeden Freitag seien dann noch zehn Mitarbeiter in den Ortsteilen mit der Abfallbeseitigung beschäftigt. „Die Kosten für die Müllbeseitigung – auch die von wild abgelagertem Müll oder Bauschutt – wird über alle Haushalte umgelegt, es zahlt also jeder Bürger.“

Ein Beispiel, wie mit Müll umgegangen werde, sei der Abfallbehälter direkt vor dem Baubetriebshof. Dieser Behälter könne am Tag bis zu fünfmal geleert werden und sei trotzdem in kürzester Zeit wieder voll. Ähnlich verhalte es sich mit den Behältern auf dem Marktplatz und dem neuen Stadtplatz. „Es kommt bei den Verantwortlichen der Verdacht auf, dass die Mitarbeiter bei der Leerung beobachtet werden, damit einige Mitbürger diese Behälter mit Hausmüll danach wieder füllen können.“

Vermüllte Schulwege

Auch der Zustand der Schulwege, insbesondere hinter dem Schwimmbad, mache den Verantwortlichen Sorgen. Sie appellieren an Eltern und Erziehungsberechtigte, die Kinder über Folgen von achtlos weggeworfenem Müll aufzuklären. Umweltschutz fange vor der eigenen Haustür sowie auf dem Schul-
weg an, so die Stadtverwaltung. jow



Kommentare

Am 09.06.2019 um 16:44 Uhr schrieb Kerstin Binder: #1
Asoziales Verhalten einer immer schlimmer werdende Gesellschaft.
Ohne Rücksicht auf Verluste wird alles zugemüllt.

K.Junker