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72-Stunden-Aktion: Pfadfinder sollen "Insektenparadies" schaffen

Nidderau

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    Die Pfadis sind startklar: Als Schirmherr der Aktion übergab Bürgermeister Gerhard Schultheiß den jungen Leuten am Donnerstagnachmittag ihren Auftrag, den sie nun binnen 72 Stunden erfüllen sollen. Foto: Thomas Seifert

Nidderau. Die 72-Stunden-Aktion des Bundes der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) hat begonnen. Am Donnerstag, pünktlich um 17.07 Uhr, übergab Bürgermeister Gerhard Schultheiß den Pfadfindern der Deutschen Pfadfinderschaft Sankt Georg (DPSG) aus Windecken ihren Auftrag.

Artikel vom 24. Mai 2019 - 12:26

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72 Stunden haben die Pfadfinder nun Zeit, im Stadtgebiet neue insektenfreundliche Flächen zu schaffen. Neben dem Bürgermeister hatte sich auch Horst Körzinger, Vorsitzender der Bürgerstiftung Nidderau, auf den Weg zur Pfadihütte gemacht, um den Auftakt der 72-Stunden-Aktion zu erleben. Gemeinsam mit der Stadt befürwortet er das soziale Engagement der Pfadfinder: „Es ist ein tolles Zeichen, dass sich Jugendliche in der Bürgergesellschaft engagieren. Wir sind froh, als Kooperationspartner hier unterstützen zu können.“

Das Projekt für die Pfadfinder ist anspruchsvoll: An drei Punkten Nidderaus sollen sie vorhandene Flächen insektenfreundlich aufwerten: den Bauerngarten am Hexenturm und das Wärtchen in Windecken sowie den Nussbaumhain in der Nähe von Eichen. An allen drei Punkten gilt es, vorhandene Monokulturen aufzubrechen und in blühende Insektenparadiese zu verwandeln. 

Zuversichtlich trotz wenig Zeit

Sitzgelegenheiten, Informationstafeln und ein Insektenwanderweg sollen den Bürgern der Stadt die Möglichkeit geben, die neuen Insektenparadiese zu erleben. All das gilt es jetzt innerhalb von drei Tagen zu verwirklichen.

Das anfängliche Staunen über die Größe und Vielfalt der Aufgabe wich bei den Pfadfindern schnell der Zuversicht. Sofort wurden einzelne Teams gebildet, in denen die Teilbereiche des Projekts bearbeitet werden sollen. Der heutige Vormittag wird wohl noch ganz im Zeichen des Organisierens stehen, bevor anschließend praktisch Hand angelegt wird. 

„Wir haben sehr viel Arbeit vor uns und nur wenig Zeit. Aber wir sind hochmotiviert und werden es schaffen“, sagt Johannes Storzer von der DPSG voller Zuversicht. „Am Sonntag wollen wir gemeinsam mit den Bürgern Nidderaus erstmals den neuen Insektenweg wandern.“ Dabei ist es den Pfadfindern wichtig, dass wirklich jeder im Projekt aktiv werden kann. Kinder, Jugendliche und Erwachsene sollen gemeinsam das Projekt umsetzen.

Möglichkeit für jedes Kind

Deshalb legen sie viel Wert darauf, dass bereits in den Organisationsteams auch die Wölflinge, also die Sieben- bis Elfjährigen, eingebunden sind. Mit über 100 Pfadfindern werden sie an der Realisierung der insektenfreundlichen Wiesen, an den Sitzgelegenheiten und am Wanderweg arbeiten.

Aber es soll auf keinen Fall so sein, dass die großen Pfadfinder die tollen Aufgaben übernehmen und die Kinder zu ihren Handlangern werden. „Wir achten sehr darauf, dass wirklich jedes Kind die Möglichkeit hat, seine Ideen in dieses Projekt einzubringen“, verspricht Storzer. jow

Hilfe willkommen

Wer die Pfadfinder in ihrem Vorhaben unterstützen möchte, sollte einfach mal zum Bauerngarten, auf das Wärtchen, an den Nussbaumhain oder direkt zur Pfadihütte gehen. Egal, ob die Bereitstellung von Material und Werkzeug oder die praktische handwerkliche Hilfe: Jede Unterstützung
ist gerne gesehen.

›› 72stunden.de



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