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Luxor Filmpalast in Nidderau feiert 15-Jähriges

Nidderau

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    Sie freuen sich über 15 Jahre Luxor Filmpalast: Bürgermeister Gerhard Schultheiß (Zweiter von links), flankiert von Nicole (links) und Christa Englert sowie Kinomitarbeitern, Mitgliedern des Seniorenbeirats und Star-Wars-Walking-Acts. Foto: Seifert

September 2003 hob sich im Luxor Filmpalast an der Konrad-Adenauer-Allee in Heldenbergen der Vorhang zur ersten Filmvorführung im neuen Kino. Doch der Bau war seinerzeit nicht unumstritten, wie sich Bürgermeister Gerhard Schultheiß und Christa Englert zur Feier des 15-jährigen Bestehens erinnerten.

Artikel vom 28. August 2018 - 10:36

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Bereits zur Jahrtausendwende hatten die Stadt und Investor Werner Schreiber aus Gründau, der bereits das Zentrum „Am Pfarrgarten“ gebaut hatte, die Idee, in der Stadt ein Kino anzusiedeln. Der Betreiber des „Sternpalast“ in Kilianstädten hatte sein Interesse bekundet, die Vorstellungen passten dann aber doch nicht zusammen. 

„Über einen Bekannten aus der Filmbranche kam die Familie Englert aus Schifferstadt ins Spiel, die in Schwetzingen bereits ein Kino betrieb“, berichtet Schultheiß. Als bekannt wurde, dass für das Projekt rund 700 Quadratmeter der über 12 000 Quadratmeter großen Liegewiese des benachbarten Nidderbads benötigt würden, scharte die gerade gegründete Freie Wählervereinigung (FWG) eine Gruppe von Bürgern um sich, um das Kinoprojekt zu Fall zu bringen. Die Argumente: Verkehrs- und Parkprobleme, zunehmende Kriminalität, Drogenhandel und Vermüllung des Geländes zwischen Nidderbad und Sporthalle. Die Gegner des Kinoprojekts sammelten so viele Unterschriften, dass in der Stadt das bislang erste und einzige Bürgerbegehren zustande kam.

„Die Entscheidung fiel am 21. Januar 2001 dann aber sehr deutlich zugunsten der Befürworter des Lichtspielhauses aus“, stellt Schultheiß fest, der alte Akten gewälzt hat. Über 30 Prozent der Wahlberechtigten seien zu den Urnen gegangen, 3946 Bürger hätten für das Kino gestimmt, lediglich 1508 dagegen. Damit waren alle Steine zum Bau des Gebäudes mit fünf Sälen und einer Kapazität von 700 Besuchern sowie einem großzügigem Foyer mit Tresen aus dem Weg geräumt.

„Wir haben in neueste Technik und Ausstattung investiert“, erläutert Christa Englert. „Mit dem Kauf des Gebäudes etwas später hatten die Investitionen eine mittlere einstellige Millionensumme erreicht.“ Vor ein paar Jahren wurde der Luxor Filmpalast dann mit modernster Digitaltechnik ausgestattet, sodass in den Sälen auch Firmenveranstaltungen wie Präsentationen oder Betriebsversammlungen, Veranstaltungen von Vereinen oder Kindergeburtstage stattfinden können. Denn im Gegensatz zur Anfangszeit mit etwa 180 000 Besuchern zählt das Kino heute nur noch 150 000 Gäste im Jahr. „Wir müssen wegen des allgemeinen Zuschauerschwunds versuchen, noch andere Einnahmequellen zu erschließen“, so Englert.

Für Bürgermeister Schultheiß jedenfalls ist das Projekt ein Erfolg. „Das Wagnis der Stadt und von Familie Englert hat sich trotz aller Unkenrufe gelohnt, das Projekt Kino war und bleibt eine Herzensangelegenheit und eine wichtige Säule der städtischen Infrastruktur vor allem mit Blick auf Kinder, Jugendliche und junge Familien“, so der Rathauschef. „Und die Filmreihen für Senioren und Frauen oder das Kinderkino werden bestens angenommen. Der Luxor Filmpalast wird auch in Zukunft ein wichtiger Baustein für die gute Lebensqualität in Nidderau bleiben.“ tse



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