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Der scheidende Klimaschutzmanager Fabian Wagenbach im Gespräch

Maintal

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    Der Maintaler Klimamanager Fabian Wagenbach wurde nun verabschiedet. Foto: Rainer Habermann

Maintal. Maintals ehemaliger Klimaschutzmanager freut sich auch auf neue Herausforderung in anderer Kommune
Maintal – Zwei Jahre lang hat Fabian Wagenbach sich in Maintal als Klimaschutzmanager für verschiedene Projekte engagiert.

Artikel vom 05. Februar 2020 - 12:26

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 Da sein Vertrag wegen haushaltlichen Einsparmaßnahmen nicht verlängert wurde, musste er sich um eine neue Stelle bewerben. Seit Montag ist er nun Klimaschutzmanager bei der Stadt Staufenberg im Landkreis Gießen. Wir haben mit dem 35-jährigen Diplom-Wirtschaftsingenieur über bereits bewältigte und neue Herausforderungen gesprochen.

 

Herr Wagenbach, wie führte Ihre Laufbahn Sie nach Maintal?
Ich habe Diplom-Wirtschaftsingenieurwesen an der Fachhochschule Gießen-Friedberg (mittlerweile Technische Hochschule Mittelhessen, Anm. der Red.) studiert, mit der Fachrichtung Umwelt und Qualitätsmanagement, und habe meinen beruflichen Einstieg über das Thema Energiemanagement gefunden. 2018 hatte ich mich um die ausgeschriebene Stelle als Klimaschutzmanager bei der Stadt Maintal beworben und im Februar 2018 die Stelle angetreten.

 

Ohne auf die Hintergründe der Nicht-Verlängerung Ihres Vertrages einzugehen: Wollen Sie ein paar Worte dazu sagen?
Ja. Ich wäre gerne beruflich in Maintal geblieben. Aber es gibt wohl keine Stelle, die mir angeboten werden kann. Da ging es mir ähnlich wie meinem Vorgänger. Auch für ihn fand sich letztlich keine schnelle vertragliche Weiterverwendung. Ich habe mich hier beruflich sehr wohl gefühlt und wollte noch viele Dinge voranbringen, im Rahmen des bestehenden Klimaschutzkonzepts. Das war natürlich zu Beginn eine große Herausforderung, mich in eine Vielzahl laufender Projekte einzuarbeiten. Ein Merkmal dieser Stelle ist sicherlich, dass ich keine eigenen Projekte anstoßen konnte, weil schon so viel lief, auf das ich mich einstellen musste, und auch weitere Kapazitäten nicht vorhanden waren.

 

Was sind Ihre Aufgaben in der neuen Kommune?
Nun, zunächst freue ich mich auf die neuen Aufgaben, die in einer wesentlich kleineren Kommune mit knapp 9000 Einwohnern liegen. Und ich freue mich ebenso, dass meine berufliche Zukunft zunächst einmal gesichert ist, für mich und meine Familie. Ich bin weiterhin Klimaschutzmanager, aber in einem Erstvorhaben, da es in Staufenberg darauf ankommt, ein Klimaschutzkonzept im Rahmen der Klimaschutzvorgaben des Landkreises Gießen zu entwickeln, auszubauen und umzusetzen.

 

Was waren Ihre „großen“ Projekte im Rahmen des Maintaler Klimaschutzkonzepts?
Ganz sicher die Organisation des „Stadt-Radelns“, obwohl dies kein Kernpunkt des Klimaschutzkonzepts war. Aber für mich als leidenschaftlicher Biker gehört dem Fahrrad die Zukunft in den verkehrsverdichteten Innenstadträumen. Im Rahmen des Klimaschutzkonzepts war es die Weiterentwicklung desselben und die Arbeit am integrierten energetischen Quartierskonzept. Das wird aber vermutlich auch der Personalkapazität zum Opfer fallen, weil durch die nicht vorhandene Stelle dieses Konzept aktuell nicht mehr betreut wird.

 

Bedauern Sie persönlich den Weggang aus Maintal?
Ich sehe das gewissermaßen mit einem lachenden und einem weinenden Auge. Weinend, weil die Arbeit hier mit den Kolleginnen und Kollegen schon sehr anregend war. Und lachend, weil ich eine neue Herausforderung habe und statt rund 100 Kilometer Anfahrt demnächst mein Arbeitsplatz quasi vor der Haustür meines Wohnorts im Kreis Gießen liegt. Dann sehen mich meine Frau und meine fünfjährige Tochter wieder häufiger.

 

Das Interview führte Rainer Habermann

 



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