Lesezeichen hinzufügen hanauer.de als Startseite
stark bewölkt
8 ° C - stark bewölkt
» mehr Wetter

Mainfähre: Bürgerinitiative fordert erneut schnelles Handeln

Maintal

  • img
    Seit Sommer steht die Fähre zwischen Maintal und Mühlheim nun erneut still. Archivfoto: Jan Max Gepperth

Maintal. Mehr als nur enttäuscht, ja schlicht entsetzt, sind die Mitglieder der Bürgerinitiative (BI) für die Wiederinbetriebnahme der Fähre zwischen Dörnigheim und Mühlheim.

Artikel vom 04. Februar 2020 - 11:26

Anzeige

Nachdem der Kreis Offenbach als Betreiber das Ende des Ausschreibungs-verfahren bekannt gegeben hat und erklärte, dass der einzige Bewerber ungeeignet sei, scheinen die Zeichen auf ein Ende des nunmehr 116-jährigen Fährbetriebs zu stehen. Damit will sich die Bürgerinitiative aber nicht abfinden.

„Da der letzte Bewerber wegen unzureichend qualifiziertem Personal als nicht geeignet abgelehnt wurde, könnten zukünftige Betreiber durch eine eigene Ausbildung engagiert werden“, schlägt die BI in einem offenen Brief vor. „Dies könnte über einen Ausbildungsverbund oder über die Gründung eines gemeinsamen Zweckverbands der Kreise und Städte durchgeführt werden“, heißt es darin weiter. Da alle Beteiligten immer wieder die Wichtigkeit der Fährverbindung betonen würden, wäre dies laut BI ein realistischer Schritt, aus der immer noch verfahrenen Situation herauszukommen. „Darüber sollten alle Beteiligten schnellstmöglich reden“, so die Aktiven aus Maintal und Mühlheim. 

„Alle Beteiligten haben sich für den Erhalt der Fährverbindung ausgesprochen“

Die BI setzt sich laut Mitteilung dafür ein, dass sich alle Beteiligten an einen Tisch setzen, um die jetzige Situation gemeinsam einzuschätzen und daraus sich ergebende Schlussfolgerungen zu ziehen. „Unter allen Beteiligten verstehen wir nicht nur die vom Kreis Offenbach vorgesehenen Städte Mühlheim und Maintal. Ebenso sollte der Main-Kinzig-Kreis in diese Runde einbezogen werden“, so Sprecherin Petra Schneider in der Mitteilung. Ferner erwarte sie, dass auch die Initiative an diesen Gesprächen beteiligt wird.

„Alle Beteiligten haben sich für den Erhalt der Fährverbindung ausgesprochen, engagiert und auch materielle Beiträge zur Wiederaufnahme des Fährbetriebs geleistet. Da ist es doch mehr als angebracht, sich nun über neue, mögliche Lösungen aus dem Dilemma Gedanken zu machen. Wir als Bürgerinitiative haben in den langen Monaten seit der Stilllegung uns an Gesprächen beteiligt, Aktionen durchgeführt und auch immer wieder konstruktive Vorschläge gemacht. Deshalb erwarten wir, dass wir ebenso bei den jetzigen Beratungen hinzugezogen werden“, so das BI-Sprecherteam, zu dem neben Schneider auch Waltraud Kaiser Bernhard Feig, Jan Fiedler, Klaus Seibert und Dieter Winterstein gehören. 

BI lehnt den Verkauf ab

Einen eventuellen Verkauf der Fähre, der Medienberichten zufolge schon in der Kreistagssitzung am Mittwoch, 19. Februar, behandelt werden soll, lehnt die Bürgerinitiative entschieden ab. Es gelte erst alle möglichen Optionen in eine gemeinsame Bewertung einzubeziehen, heißt es. Der weitere Betrieb der Fähre sei auch aus Gründen des Klima und-Umweltschutzes sowie der Bedürfnisse der betroffenen Bürger, die derzeit große Umwege in Kauf nehmen müssen, um den Main zu überqueren, dringend geboten.ccc



Kommentare

Noch keine Kommentare vorhanden.