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Neue Zugpräsidentin: Narren huldigen Katja I.

Maintal

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    Die anwesenden Prinzenpaare ließen es sich nicht nehmen, die versammelte Narrenschar in vollem Ornat und mit Geleit von der Bühne aus zu grüßen. Fotos: Rainer Habermann

Maintal. Ein gut gehütetes Geheimnis ist am Sonntag in der Turnhalle der Turngemeinde Dörnigheim in der Bahnhofstraße gelüftet worden: Die neue Zugpräsidentin 2020 des Karnevalszugvereins Maintal (KVM) heißt Katja Lanio.

Artikel vom 12. Januar 2020 - 17:41

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Von Rainer Habermann

Sie hört auf den närrischen Namen „Katja die Erste“ und ist „Liebliche Prinzessin, Jongleurin über Getränke aller Art und begnadete Fürstin der phantasievollen Malerei“, und was der jecken Titel mehr sind.

Narren lassen es ordentlich krachen

Gegen 14 Uhr wurde sie feierlich von „Papa Lanio“, dem Vorsitzenden des KVM, inthronisiert, und feierlich heißt: wie Narren eben feiern. Mit Pomp, Tätäää, Narhallamarsch und lautem Helau! Katja I. tritt in die Fußstapfen von Andreas Haupt, der als „Andreas I., Hochwohlgeborener Häuptling derer zu Wiesbaden, Fürst von Stapler und Palette, Taktstock schwingender Dirigent der Kochtöpfe und exorbitanter Gewinner im Rommé und Canasta“ in der vorherigen Session Krone und Zepter trug und sich am Sonntag gebührend verabschiedete. Haupt ist auch Kassierer des KVM. 

Zuvor war eine bunte Show von Tanzgruppen befreundeter Karnevalsvereine wie „Aascher Schnooke“, den „TSG Dancing Lions“ aus Hanau-Wofgang oder des Gesellschaftsvereins „Viktoria“ aus Bad Orb über die ehrwürdige Bühne der TGD-Halle gegangen. In ihr haben heutige Seniorinnen und Senioren sicher bereits als Kinder Fasching gefeiert. 

Entertainerin Elvira Klüber begeistert die Halle

Absoluter Knaller des Programms war sicherlich eine Art „Büttenrede mit Selbstbedienungs-Kühlschrank“ von „der alten Schachtel aus der Rhön“, Elvira Klüber. Die Entertainerin, die sich selbst als „alte Schachtel“ ankündigt, schaffte es, drei Bier und drei Schnapsfläschchen aus dem Eisfach zu zaubern und auf offener Bühne „ex“ zu kippen. Und das mit derbem Humor und frecher Schnauze. Ihr Auftritt war unbestrittener Höhepunkt: abgesehen von der Inthronisation natürlich. 

Im Saal saßen etliche Honoratioren der regionalen Karnevalsvereine wie den Blau-Weißen aus Dörnigheim, den Rot-Weißen aus Wachenbuchen oder den Selbolder Narren. Auf der Bühne moderierte „der, der immer babbelt“, auch „Karnevalsdazwischenquatscher“ genannt (von ihm selbst): Volker Weilanz. 

Hallenboden wird zum Tanzparkett

Die Musik und die Technik oblagen „DJ Peter“, Peter Merz. Und mit letzterer hatte Merz so seine Probleme. Beim „Tanz der Vampire“ mussten sich die vielen Tänzerinnen der Viktoria, „Die wilden Feger“, doch eine gefühlte Ewigkeit lang gedulden, bevor ein TGDler, Hardy Grimm, einen CD-Player in den Saal schaffte. Tja, so ändern sich die Zeiten. Denn für so etwas antiquiertes wie eine CD ist ein moderner DJ heute nicht mehr ausgerüstet.

Und wenn auch die Technik noch so einige Male hakte: das Publikum im Saal blieb bei der Stange, schunkelte fröhlich und feierte einen der ersten Höhepunkte der diesjährigen Karnevalssessison: die Inthronisation von Katja I. als neuer Zugpräsidentin des KVM. Am Faschingssamstag, 22. Februar, ab 14.11 Uhr wird sie auf dem KVM-Wagen Kamellen schmeißen und den Zug anführen.



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