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Beteiligte des Weltkindertags in Maintal haben Spenden gesammelt

Maintal

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    Akteure des Weltkindertags mit dem Spendenscheck für UNICEF: Corinna Schultheis (Kita Kilianstädter Straße, von links), Heidrun Barnikol-Veit (Fachbereichsleiterin Jugend, Bildung, Kultur und Vereine), Angela Reuhl (Kita Eichendorffstraße), Bürgermeisterin Monika Böttcher und Dirk Hans (Löwenreiter Maintal). Foto: PM

Maintal. „Wir Kinder haben Rechte“ lautete das Motto des bundesweiten Weltkindertags, das von UNICEF und dem Deutschen Kinderhilfswerk vorgegeben wurde. Zum 30-jährigen Bestehen der UN-Kinderrechtskonvention passte dies sehr gut.

Artikel vom 30. Dezember 2019 - 06:00

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Der Weltkindertag, der in Maintal immerhin auch schon zum 27. Mal stattfand, soll die Rechte der Kinder in den Mittelpunkt stellen und somit bei Jung und Alt noch bekannter machen. Erneut wurden auch in Maintal zu diesem Anlass wieder Spenden gesammelt: Insgesamt 2000 Euro kamen für das UNICEF-Projekt „Nothilfe Jemen“ zusammen.

Wenn in Deutschland über die Kinderrechte gesprochen wird, so geht es meist um das Wohl der Kinder, die Berücksichtigung ihres Willens und Möglichkeiten der Beteiligung, heißt es in einer Mitteilung der Stadt. Dies spiegele auch die Änderung der Hessischen Landesverfassung wider. Blickt man aber über die Grenzen Deutschlands oder sogar Europas hinaus, wird schnell bewusst, dass es Kinder gibt, für die ganz andere Rechte im Mittelpunkt stehen. 

800 Kinder sterben täglich an vermeidbaren Krankheiten

Laut UNICEF haben etwa 2.1 Milliarden Menschen weltweit keinen Zugang zu sicherem Trinkwasser, 844 Millionen von ihnen haben nicht einmal Zugang zu elementarer Wasserversorgung. 159 Millionen Menschen trinken immer noch unbehandeltes Wasser aus Flüssen, Bächen oder Seen. Dies führt dazu, dass jeden Tag mehr als 800 Kinder an vermeidbaren Krankheiten wie etwa Durchfall sterben, die durch verunreinigtes Wasser oder mangelnde Hygiene hervorgerufen werden.

Unter Hunger leiden nach dem Welternährungsprogramm der Vereinten Nationen 821 Millionen Menschen. Insgesamt sterben jedes Jahr etwa neun Millionen an Hunger und Unterernährung – das entspricht einem Todesfall rund alle drei Sekunden. Am häufigsten sind Kinder unter fünf Jahren betroffen. In dieser Altersstufe sterben pro Jahr mehr als drei Millionen Kinder an Unterernährung. Dies entspricht mehr als 45 Prozent aller Sterbefälle in diesem Alter.

Zahlen wie diese verdeutlichen, wie viel auf der Welt noch getan werden muss, um Kinderrechte für alle Kinder zu gewährleisten. UNICEF kämpft seit Jahren darum, die Situation von Kindern gerade in Krisengebieten zu verbessern. 

Spendenpartner des Weltkindertags

Die Stadt Maintal hat das Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen deshalb bereits seit 2012 zum Spendenpartner des Weltkindertags ernannt. Alle am Fest beteiligten Stände spenden mindestens die Hälfte ihres Gewinns an ein vorher festgelegtes Projekt von UNICEF – viele spenden auch den kompletten Gewinn. Zusätzlich stehen verteilt auf dem Festgelände Spendendosen, deren Inhalt ebenfalls dem Projekt zugutekommt. 

In diesem Jahr konnten insgesamt 2000 Euro für das UNICEF-Projekt „Nothilfe Jemen“ gesammelt werden. Die Situation in diesem Bürgerkriegsland ist für Kinder besonders bedrohlich. Krankheiten, Hunger, Durst und Gewalt sind allgegenwärtig. UNICEF sorgt durch Spezialnahrung, Impfkampagnen, Trinkwasser- und Medikamentenlieferung dafür, dass zumindest die Grundbedürfnisse gestillt werden können.

Der Termin für den Maintaler Weltkindertag 2020 steht bereits fest. Im kommenden Jahr wird das Fest direkt am Internationalen Tag des Kindes, also am Sonntag, 20. September, stattfinden. Der Veranstaltungsort wird das Gelände rund um das Brüder-Schönfeld-Haus in Dörnigheim sein. Ein erstes Vorbereitungstreffen dazu ist für Mai geplant. Einladungen werden rechtzeitig verschickt. ccc



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