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Teurer als geplant: Verschönerung des Mainufers dauert bis 2021

Maintal

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    Beliebter Treffpunkt im Sommer: die „Mainkultur“ am Dörnigheimer Mainufer. Für die Verschönerung des Geländes, auch rund um die Anlegestelle der Fähre, hat die Stadt vor einem Jahr 100 000 Euro bereitgestellt. Archivfoto: Kalle

Maintal. Das Ziel ist klar: Den Bereich am Dörnigheimer Mainufer rund um die Anlegestelle der Fähre aufwerten und auch langfristig für ein Kultur- und Gastronomieangebot sorgen. Doch wie dieses Ziel erreicht werden soll, steht noch nicht genau fest.

Artikel vom 16. Dezember 2019 - 11:49

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Von Carolin-Christin Czichowski

Schon vor ziemlich genau einem Jahr, im Dezember 2018, hatte die Stadtverordnetenversammlung Gelder in Höhe von 100 000 Euro für dieses Vorhaben im Haushalt 2019 bereitgestellt. Doch ob dieses Budget für die zahlreichen Maßnahmen ausreicht, ist fraglich. Auf 94 000 Euro schätzt ein externer Planer die Kosten – hat bei seiner Kalkulation aber nur fünf der insgesamt acht geplanten Maßnahmen berücksichtigt.

Abwasserpumpstation für 50 000 Euro

Konkret schätzt der von der Stadt beauftragte Planer die Kosten für einen festen Untergrund für die „Mainkultur“ auf zirka 20 000 Euro, für eine Einhausung der Mülltonnen auf 15 000 Euro, für einen sogenannten WLAN-Access-Point auf 1500 Euro, für die Herstellung von Bodenfundamenten für Gastronomie-Großschirme auf 8000 Euro und eine Abwasserpumpstation wäre mit 50 000 Euro der teuerste Posten.

Für die Installation von Wasser- und Stromanschlüssen, einer Beleuchtung südlich der Mainwiese sowie für den Bau von einer Freitreppe hinunter zum Main hat der externe Planer keine Kostenschätzung abgegeben, erklärte Stadtverordnetenvorsteher Karl-Heinz Kaiser (SPD), Vorsitzender der extra einberufenen Arbeitsgemeinschaft „Mainkultur“, am Mittwochabend in der Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses.

WLAN und Sonnenschirme haben Vorrang

Oberste Priorität für dir Parlamentarier haben der – öffentliche – WLAN-Anschluss und der feste Untergrund für die Sonnenschirme. „Im Sommer kann es am Mainufer mitunter sehr heiß werden“, so Kaiser. Diese beiden Maßnahmen sollen noch vor Beginn der „Mainkultur“-Saison im Frühjahr 2020 abgeschlossen sein.

Auch die Wasser- und Stromanschlüsse für die Gastronomie am Mainufer haben für die Fraktionen hohe Priorität. Bis zur nächsten Sitzung des Hauptausschusses Ende Januar soll die Verwaltung eine Kostenschätzung dazu vorlegen.

Fährsockel wird neu gestaltet

Auch wenn die Fähre zwischen Dörnigheim und Mühlheim immer noch nicht wieder fährt – auf die Ausschreibung des Kreises Offenbach zum Betrieb der MS Dörnigheim hat sich zumindest ein Interessent beworben – investiert die Stadt Maintal 5000 Euro in die Gestaltung des Fährsockels. Diese Maßnahme soll bereits im April 2020, in Zusammenarbeit mit dem Maintaler Kulturbeauftragten, beginnen.

Eine Freitreppe und die geplante Beleuchtung südlich der Mainwiese werden hingegen weiter auf sich warten lassen: Die Fraktionen stimmten dafür, dass ein Planungsbüro bis Anfang Juni ein Konzept samt Kostenschätzung vorlegt. „Dann können wir diese beiden Maßnahmen im Haushalt 2021 verankern“, so Kaiser.



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