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Anahit Schäfer kandidiert für die FDP als Erste Stadträtin

Maintal

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    Anahit Schäfer möchte gerne vom Ehrenamt ins Hauptamt wechseln und bewirbt sich als FDP-Kandidatin um den Stadtratsposten. Foto: PM

Maintal. Demokratie aktiv mitgestalten, Maintal weiter voranbringen, und das im konstruktiven Austausch mit allen Akteuren. Das ist der Wunsch, den Anahit Schäfer mit ihrer Kandidatur als Erste Stadträtin verknüpft. Damit strebt die 49-Jährige den Wechsel vom Ehrenamt ins Hauptamt an.

Artikel vom 12. Dezember 2019 - 06:00

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Von Martina Faust

Denn seit zweieinhalb Jahren sitzt die Dörnigheimerin für die Maintaler FDP im ehrenamtlichen Magistrat. Für die gebürtige Armenierin ist Demokratie ein hohes Gut. Vielleicht das höchste. „In meiner Heimat steht das nur auf dem Papier. Hier in Deutschland wird Demokratie gelebt. Das begeistert und motiviert mich, mich aktiv in den Prozess einzubringen“, erzählt sie. 

Durch ihren Ehemann Thomas Schäfer, Fraktionsvorsitzender der FDP in der Stadtverordnetenversammlung, erlebt sie den demokratischen Entscheidungsprozess zudem seit Jahren hautnah mit. „Das politische Ehrenamt ist für meinen Mann eine große Leidenschaft. Diese Leidenschaft hat mich angesteckt“, erzählt sie offen.

Entschluss fiel im Sommerurlaub

Den entscheidenden Anstoß für ihren Wunsch, vom ehrenamtlichen in den hauptamtlichen Magistrat zu wechseln, gab schließlich der diesjährige Sommerurlaub der Familie in Kanada. „Das ist ein noch so junges Land, das eine rasante Entwicklung genommen hat und über eine eindrucksvolle Infrastruktur verfügt“, schwärmt sie. Auch die freundliche, offene Art der Menschen habe sie fasziniert. Kurzum: es kribbelte. Anahit Schäfer war in Aufbruchstimmung.

 „Als dann im September der Antrag auf Wiederwahl von Ralf Sachtleber scheiterte, habe ich entschieden, mich zu bewerben“, sagt sie. Gleichwohl bedauert sie, dass es keine politische Mehrheit für den parteilosen Sachtleber gab. „Ich hätte ihn gerne noch länger im Amt gesehen“, macht Schäfer deutlich. Schließlich habe sie als ehrenamtliche Stadträtin viel von ihm gelernt, wertvolle Einblicke in verwaltungsinterne Abläufe erhalten und vor allem den kollegialen Umgang geschätzt.

Schäfer sucht Gespräch mit Fraktionen

„Das Amt bedeutet so viel mehr als die Umsetzung politischer Beschlüsse. Es geht darum, verschiedene Interessen zusammenzuführen, offen und ehrlich mit Verwaltung, Politik und den Bürgern zusammenzuarbeiten und zu kommunizieren. Es ist eine Arbeit mit allen“, sagt sie.

Deshalb sucht Schäfer zeitnah auch das Gespräch mit den anderen Fraktionen. „Meine Kandidatur habe ich bewusst erst jetzt öffentlich gemacht, nachdem ich das Gespräch mit dem Wahlvorbereitungsausschuss hatte. Ich habe schon erste Schritte auf einzelne Fraktionen zugemacht und bin generell offen für Gespräche mit allen Akteuren“, betont Schäfer und meint damit nicht nur die politischen Vertreter. 

Konstellation mit Ehemann könnte problematisch werden

Dass aus deren Reihen die Konstellation mit Thomas Schäfer als FDP-Fraktionsvorsitzendem und Anahit Schäfer als möglicher Erster Stadträtin kritisch gesehen werden könnte, hofft die Mutter einer Tochter im Grundschulalter nicht.

„Sicher wird es Situationen geben, in denen unsere Meinungen auseinandergehen und es problematisch werden könnte. Aber wir kriegen das hin“, ist Schäfer zuversichtlich. Schließlich spielt die Kommunalpolitik schon seit vielen Jahren eine große Rolle im Hause Schäfer.

Schäfer hofft auf freie Stimmen

Bei ihrer Kandidatur setzt die Dörnigheimerin, die nach ihrer Reifeprüfung in Jerewan Technologie der anorganischen Chemie studiert und sich als Schneiderin selbständig gemacht und diese Selbständigkeit in Maintal fortgeführt hat, auf die Stimmen all jener Stadtverordneten, die sich nicht durch einen Kandidaten aus der eigenen Partei gebunden sehen.

Dabei ist ihr wichtig zu unterstreichen, dass es ihr nicht darum gehe, reine FDP-Politik im Hauptamt durchzusetzen, sondern mit allen Akteuren gemeinsam um Entscheidungen für die Stadt zu ringen.



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