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Ordnungsamt geht an Schulen gegen "Eltern-Taxis" vor

Maintal

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    Lange Schlangen parkender Pkw bilden sich nach Unterrichtsschluss an den Bushaltestellen in der Goethestraße. Die Ordnungspolizei toleriert das in der Zeit des Busstreiks, weil sich so chaotische Verkehrssituationen verhindern lassen. Fotos: Jan Max Gepperth

Maintal. Sie sorgen für Recht und Ordnung auf Maintals Straßen. Die Rede ist von den städtischen Ordnungspolizeibeamten. Die richteten in den vergangenen Tagen ihr wachsames Auge verstärkt auf das Schulzentrum in Bischofsheim.

Artikel vom 29. November 2019 - 09:51

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Von Martina Faust

 Anlass war der andauernde Busstreik und das daraus resultierende höhere Aufkommen an den berühmten „Elterntaxis“.

Es ist Donnerstag, kurz vor 13 Uhr. Schulschluss. Hunderte Kinder stürmen aus den Unterrichtsräumen von Albert-Einstein-Schule und Villa Kunterbunt. Auf dem Schulhof herrscht ein buntes Gewusel. Anders auf der Goethestraße jenseits des Schulgeländes. Hier geht es überraschend geordnet zu – trotz weniger Parkplätze und zahlreicher Autos. Dass dem so ist, dafür sorgen die Mitarbeiter des Ordnungsamts in ihren auffällig gelben Westen. Freundlich zwar, aber bestimmt.

Mangel an Stellplätzen ist ein Problem

Wer im Halteverbot oder auf dem Gehweg parkt, wird prompt von den Beamten angesprochen, die frühzeitig eingreifen, um ein Verkehrschaos und damit eine Gefährdung der Kinder zu verhindern. Die Eltern reagieren darauf überwiegend positiv. Ausdrücklich loben einige Mütter und Väter die Präsenz der Ordnungspolizisten. „Am Montag war das Ordnungsamt zu spät vor Ort. Da ging es absolut chaotisch zu“, sagte eine Mutter.

Freundlich, aber bestimmt weisen Mitarbeiter des Ordnungsamtes Verkehrsteilnehmer auf etwaiges Fehlverhalten hin. 

Die Problematik liegt auf der Hand: Unmittelbar vor der Schule mangelt es an öffentlichen Stellplätzen, wenngleich während des Streiks die Buchten der Bushaltestellen genutzt werden können. Dennoch gibt es nahe liegende Alternativen, die der städtische Präventionsbeauftragte und Fachdienstleiter für Allgemeine Ordnungsaufgaben Frank Meisinger aufzeigt.

"Eltern-Taxis" sind in vielerlei Hinsicht ein Problem

„Es besteht zum Beispiel die Möglichkeit, auf Höhe der Gerhart-Hauptmann-Straße zu halten, die Kinder dort aussteigen zu lassen, zu wenden und weiterzufahren. Aber auch der Parkplatz des Bürgerhauses Bischofsheim bietet sich an. Von dort können die Kinder den kurzen Weg über den Flugzeugspielplatz nehmen“, erklärt Meisinger. Außerdem appelliert er an Mütter und Väter, die Kinder nach Möglichkeit den Schulweg zu Fuß zurücklegen zu lassen.

Denn der Hol- und Bringservice der Eltern mag gut gemeint sein, ist aber in vielerlei Hinsicht ein Problem. Zum einen wird die Selbständigkeit der Kinder unterbunden, zum anderen entstehen durch das erhöhte Verkehrsaufkommen vor den Schulen schnell gefährliche Situationen für andere Kinder.

„Die Sicherheit im Bereich der Schulen ist mir besonders wichtig“

„Damit dies ausbleibt, waren wir in den zurückliegenden Tagen nach Möglichkeit zweimal täglich vor Ort“, erklärt Meisinger. Vor allem am Schulzentrum in Bischofsheim. Aber natürlich haben die Ordnungspolizeibeamten auch die anderen Maintaler Schulen im Blick, während des Busstreiks natürlich in besonderer Intensität.

„Die Sicherheit im Bereich der Schulen ist mir besonders wichtig“, erklärt Meisinger. Und so werden Mitarbeiter des Ordnungsamts auch in den kommenden Tagen für Recht und Ordnung vor den Schulen sorgen, ganz gleich, ob die Busse streiken oder nicht.



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