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Stadtratswahl: Zweite Kandidatin stellt sich vor

Maintal

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    Wer zieht ins Rathaus ein? Spätestens ab April 2020 wird es in Maintal einen neuen Ersten Stadtrat geben. Nach Ahmet Cetiner hat sich nun eine weitere Person öffentlich vorgestellt. Archivfoto: Kalle

Maintal. Nach Ahmet Cetiner hat nun eine weitere Person öffentlich ihren Hut in den Ring geworfen: Sabine Freter möchte Erste Stadträtin in Maintal werden. 

Artikel vom 22. November 2019 - 10:42

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Von Carolin-Christin Czichowski

Am Dienstagabend hat sich die studierte Bauingenieurin bei der Wahlalternative Maintal (WAM) vorgestellt, am Mittwochabend bei den Maintaler Grünen. „Ich möchte mich bei allen Parteien im Maintaler Parlament vorstellen“, so Freter.

25 Jahre Erfahrung in der Verwaltung kann die 51-Jährige vorweisen, derzeit ist sie Bereichsleiterin der Stadtwerke in Mörfelden-Walldorf. Seit einem Jahr arbeitet sie zudem eng mit dem Magistrat in Mörfelden-Walldorf zusammen. „Ich arbeite unternehmenspolitische Handlungsempfehlungen für den Bürgermeister und den Ersten Stadtrat aus“, sagt sie im Gespräch mit unserer Zeitung.

Freter bringe das notwendige Handwerkszeug mit

„Meine Stelle als Bereichsleiterin wurde etwas modifiziert. Ich bin seit einem Jahr nicht mehr Ansprechpartnerin für die Bürger, sondern intern für die Verwaltung“, erklärt sie. In dieser Zeit hat sie tiefe Einblicke in die Arbeit der Verwaltungsspitze bekommen – und diese würde sie nun gern für ihre Aufgabe als Erste Stadträtin in Maintal nutzen.

„Ich bringe für den Posten das notwendige Handwerkszeug mit“, sagt Freter. Seit 25 Jahren arbeitet sie regelmäßig mit politischen Gremien zusammen. „Zwar von Seiten der Verwaltung aus, aber das wäre ja als Erste Stadträtin in Maintal auch so.“ Mitglied einer Partei ist die 51-Jährige nicht – sieht das aber vielmehr als Chance denn als Hindernis. „Als Magistrat macht man Sachpolitik. Ich könnte mir vorstellen, dass man, wenn man in dieser Funktion ein Parteibuch hat, in einen Zwiespalt geraten könnte zwischen dem, was die Partei möchte und dem, was der Sache dienlich ist“, sagt sie. 

Arbeitsplätze und Wohnraum als wichtige Themen

Auch dass sie bislang keinen Bezug zu Maintal hat, sieht Freter mehr als Vor- denn als Nachteil. „Ich glaube, es kann einer Kommune nur gut tun, wenn ein Außenstehender Sachverhalte neutral und sachlich betrachten kann“, sagt sie. „Ich jedenfalls würde an die Aufgaben komplett unvoreingenommen herangehen.“ 

Möchte Erste Stadträtin werden: die Bauingenieurin Sabine Freter. Foto: PM

Als wichtige Themen für Maintals Zukunft sieht sie vor allem das Schaffen von Arbeitsplätzen und von Wohnraum. „Maintal ist eine Zuzug-Stadt, viele Bürger pendeln zur Arbeit. Wir müssen uns fragen, wie wir zum Beispiel noch mehr Industrie und Gewerbe nach Maintal holen können, um Arbeitsplätze vor Ort zu schaffen.“ Beim Thema Wohnraum sieht Freter die einzige Chance in der Nachverdichtung – allerdings nicht um jeden Preis. „Man muss ganz genau schauen und abwägen, an welchen Stellen eine Nachverdichtung sinnvoll ist und an welchen nicht. Ich bin ein absoluter Gegner davon, auch noch den letzten Grünstreifen zu bebauen.“

Es soll zwei weitere Kandidaten geben

Um die Maintaler Stadtverordneten zu überzeugen, will sich Freter nun noch bei den Fraktionen von CDU, SPD und FDP vorstellen. „Ich traue mir den Job definitiv zu“, sagt die 51-Jährige. Wie viele Konkurrenten sie im Kampf um die Stelle hat, weiß sie nicht. Ahmet Cetiner jedenfalls hat sie schon am Mittwoch bei der Sitzung des Grünen-Ortsverbandes getroffen, der sich dort ebenfalls als Bewerber vorstellte. „Wir finden es sehr positiv, dass Frau Freter offensiv auf die Parteien zugeht“, so Fraktionsvorsitzende Monika Vogel auf Anfrage unserer Zeitung.

Ob die Wahl des Ersten Stadtrats auf die Tagesordnung der Sitzung der Stadtverordnetenversammlung am Montag, 16. Dezember, kommt, steht bislang noch nicht fest. Sicher ist nur, dass es neben Freter und Cetiner mindestens noch zwei weitere Kandidaten geben wird: einen aus dem FDP-nahen Umfeld sowie einen von der CDU.

Freter hätte die fachlichen Kompetenzen

Bei den Christdemokraten verdichten sich die Hinweise darauf, dass es sich um den Partei- und Fraktionsvorsitzenden Martin Fischer handelt. Starke Konkurrenz also, gegen die sich Freter durchsetzen muss.

Doch die fachlichen Kompetenzen bringt sie nach eigener Aussage mit, hat an eine Ausbildung zur Ver- und Entsorgerin in der Fachrichtung Abwasser bei der Stadt Stuttgart ein Bauingenieursstudium in Darmstadt mit Schwerpunkt Siedlungswasserwirtschaft und Wasserbau angeschlossen.

Das i-Tüpfelchen auf dem Lebenslauf

Denn schnell sei für sie klar gewesen, dass sie in die Chefetage möchte. Bevor sie 2017 Leiterin der Stadtwerke Mörfelden-Walldorf wurde, hatte sie dieselbe Stelle in Lich inne. „Ein Posten als Erste Stadträtin in Maintal wäre jetzt noch das i-Tüpfelchen in meinem Lebenslauf“, sagt sie.

 



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