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Hochstädter Weihnachtsbeleuchtung schmückt die Straßen

Maintal

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    Hoch hinaus: In über vier Metern Höhe befestigt Gioacchimo Di Vincenzo die Weihnachtsbeleuchtung in der Hochstädter Hauptstraße. Sein Sohn, Elektromeister Marco Di Vincenzo, und Azubi Davis Heimberger sorgen für die nötige Sicherheit. Die Drei sind seit Langem ein eingespieltes Team. Fotos: Ulrike Pongratz

Maintal. „Wenn Sie auf der Straße fotografieren, müssen Sie auf den Verkehr achten“, sagte Gioacchimo Di Vincenzo und zieht mich sachte hinter den Hubwagen, damit das Auto passieren kann. Es ist nicht viel los auf der Hochstädter Hauptstraße, ein guter Zeitpunkt also, um beim Aufhängen der Weihnachtsbeleuchtung dabei zu sein. 

Artikel vom 18. November 2019 - 14:11

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Von Ulrike Pongratz

Seit 8 Uhr sind Elektromeister Marco Di Vincenzo, sein Vater Gioacchimo und Azubi Davis Heimberger aus Wachenbuchen mit einem gemieteten Hubwagen, mit Transporter und zu Fuß mit Klappleiter unterwegs, um in luftiger Höhe die Sterne und Schweife aufzuhängen, die in der Hochstädter Altstadt ab sofort für ein ganz besonderes Flair sorgen. 

„Die Beleuchtung hängt 4,20 Meter hoch“, sagt Di Vincenzo, „trotzdem hat ein Lastwagen vergangenes Jahr einen Schweif mitgenommen.“ Inzwischen ist der Schaden behoben und ein neuer Schweif angeschafft. Elektriker Gioacchimo Di Vincenzo hat die Weihnachtsbeleuchtung über 20 Jahre lang im Dienst der Stadt Maintal an-
gebracht und auch wieder abgehängt. Bereits seit einigen Jahren allerdings hat der Förderverein Hochstädter Weihnachtsmarkt mit Unterstützung privater Spender und Geschäftsinhaber diese Aufgabe in Hochstadt übernommen. 

LED-Leuchten haben Glühbirnen ersetzt

Das Team um Elektromeister Di Vincenzo arbeitet „halb ehrenamtlich“, wie sie sagen. Die Materialkosten und die Miete für den Hubwagen werden über den Verein gedeckt. Dieser hat zur Lagerung der Sterne und Schweife zwei Räume angemietet, so Di Vincenzo. Ebenfalls mit Spenden wurden vor zwei Jahren hochwertige LED-Leuchten für rund 1800 Euro angeschafft. Eine Investition, die sich lohne, meinen die Experten vor Ort, denn der Draht der herkömmlichen Glühbirnen sei beim Transport durch die Erschütterung oft kaputt gegangen. Und das Beste: „Die Birnen leuchten auch noch sehr, sehr schön.“

Ebenfalls auf Initiative des Fördervereins sind Außensteckdosen mit Sicherung an den Straßenleuchten angebracht worden. Diese erleichtern das Aufhängen der Beleuchtung, das Arbeiten sei viel sicherer geworden und es gehe schneller.

Beleuchtung wird ehrenamtlich montiert

Das Team ist eingespielt, die nasskalte Witterung scheint den drei Männern, die hier ehrenamtlich arbeiten, nicht viel auszumachen. Azubi Heimberger weist Gioacchimo Di Vincenzo ein, der den Hubwagen von Station zu Station fährt. Während sich der Elektriker nach oben bewegt und am Seil die Markierung für die Mitte sucht, bringen Marco und Davis die Leiter in Stellung, holen die Sterne aus dem Transporter oder bringen Ersatzteile – eine LED-Birne, zum Beispiel oder Material zum Befestigen.

Sterne und Schweif werden mit Kabelbindern festgezurrt, das Stromkabel mit Klebeband mehrfach am Seil befestigt und zur Leuchte geführt. Davis Heimberger und Marco Di Vincenzo sorgen dafür, dass der Strom sicher fließt. 

Weihnachtliches Flair bis zum 6. Januar

Dann ein kurzer Leuchten-Check: „Alle 20 Birnen brennen,“ rufen die unten Stehenden, und schon geht's weiter. Der Vereinsvorsitzende Hans-Jürgen Schmitt schaut kurz vorbei, Passanten grüßen, einige bleiben stehen und beobachten das Geschehen mit Wohlwollen. 

Einen ganzen Tag braucht das Elektriker-Team für die Aufhängung der Weihnachtsbeleuchtung, die bis 6. Januar die Hauptstraße in ein warmes Licht taucht. Vor allem natürlich am Weihnachtsmarkt, der am zweiten. Adventswochenende öffnet. Am Samstag, 7. Dezember, geht's um 15 Uhr los, Sonntag von 11 bis 21 Uhr.



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