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Kommentar zur Klimadiskussion in Maintal: Ganz oder gar nicht

Maintal

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Der Klimaschutz ist endlich auch in Maintal angekommen. Oder auch nicht? Wer die Diskussion in der vergangenen Sitzung der Stadtverordneten verfolgte, bekam als Außenstehender den Eindruck, als würde hier der Ernst der Lage nicht recht erkannt.

Artikel vom 14. November 2019 - 07:00

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Von Jan Max Gepperth

Nicht nur, dass eine gefühlte Ewigkeit über Begrifflichkeiten wie „Klimanotstand“ diskutiert wurde. Auch das Ergebnis in diesem Tollhaus ließ zu wünschen übrig. 

Ja, wir wollen etwas für den Klimaschutz tun, war der Tenor. Aber sobald dieser mit Mehrarbeit und Kosten verbunden ist, dann doch nicht mehr. So scheint es. Erst wird über längere Zeit über den elementarsten Punkt der Klimaanträge diskutiert, in dem konkrete Ziele und Handlungsvorschläge wie die Gründung eines Klimabeirats aufgelistet sind, nur um ihn im Endeffekt abzuschmettern. Das grenzt nicht nur an Zeitverschwendung, sondern führt die ganze Diskussion ad absurdum. 

Es braucht sich niemand zu wundern, dass der politische Unmut der Bürger Politik zunimmt. Wie soll der Bürger denn vertrauen und mitmachen, wenn er schon die Entscheidungen nicht nachvollziehen kann?! Wenn schon auf kommunaler Ebene solche Entscheidungen nicht für den Bürger nachvollziehbar beschlossen, geschweige denn umgesetzt werden, wie kann man dann auf deren Unterstützung bauen? Das Fazit: Entweder man macht es ganz oder gar nicht. Oder, um es mit den Worten von Jennifer Gutberlet zu sagen: „Ist das Ihr Ernst?“



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