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Brandstiftung: Feuer an zwei Traktoren absichtlich gelegt

Maintal

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    Lichterloh brannten die beiden Traktoren und ein Anhänger, als die Feuerwehrkräfte in der Ledergasse eintrafen. Foto: Feuerwehr Maintal

Maintal. Es ist Brandstiftung gewesen. Das Ergebnis der kriminalpolizeilichen Ermittlung, das am Montag vorlag, ist eindeutig. Demnach wurde das Feuer, in dessen Folge Sonntagnacht zwei Traktoren und ein Anhänger des Hubertushofs in der Bischofsheimer Ledergasse völlig ausbrannten, absichtlich gelegt.

Artikel vom 11. November 2019 - 15:48

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Von Martina Faust

Gegen 21.20 Uhr ging am Sonntagabend der Alarm bei der Freiwilligen Feuerwehr Bischofsheim ein. Als die Wehrkräfte, die zusätzlich von Kameraden aus Dörnigheim unterstützt wurden, in der Ledergasse eintrafen, brannten die beiden Traktoren bereits lichterloh. Dass einige Bischofsheimer zudem Explosionen vernommen haben, erklärt Stadtbrandinspektor Andreas Matz damit, dass die Reifen der Traktoren aufgrund der enormen Hitze geplatzt seien.

50 Kräfte zwei Stunden im Einsatz

Mehr als zwei Stunden waren die 50 Wehrkräfte im Einsatz, um ein Übergreifen des Feuers auf benachbarte Gebäude zu verhindern und den Brand zu löschen. „Eine besondere Herausforderung war die Versorgung mit Löschwasser“, erläutert Matz. Weil man nicht auf Hydranten am Einsatzort habe zurückgreifen können, habe ein Pendelverkehr mit den Löschfahrzeugen eingerichtet werden müssen.

Noch am Montag waren Nachlöscharbeiten notwendig, teilt Matz mit. Zeitgleich waren die Ermittler der Kriminalpolizei vor Ort, um die Ursache des Brandes zu ermitteln. Schließlich soll es nicht das erste Feuer auf dem Hof gewesen sein. In den sozialen Medien wird bereits diskutiert, dass es der vierte Anschlag in nur zwei Jahren gewesen sein soll. 

Keine Brandserie in Maintal

Angesichts eines brennenden Pkw am Samstagnachmittag in der Bischofsheimer Riedseestraße, einer brennenden Mülltonne am Sonntagvormittag in Dörnigheim und eben dem Großbrand mit 50 000 bis 60 000 Euro Sachschaden in der Nähe des Hubertushofs möchte Matz jedoch nicht von Auffälligkeiten sprechend. „Es gibt keine signifikante Erhöhung von Bränden“, sagt er auf Nachfrage des TAGESANZEIGER.

Die Ermittler sind nun auf Hinweise von Zeugen angewiesen. „Wer verdächtige Personen oder Fahrzeuge beobachtet hat, wird gebeten, sich mit der Kriminalpolizei in Hanau unter der Rufnummer 0 61 81/1 00-1 23 in Verbindung zu setzen“, so ein Pressesprecher der Polizei.



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