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Stadt Maintal beklebt Abfallbehälter mit Info-Stickern

Maintal

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    Kein Plastik in die Biotonne: Mit einer Aufkleberaktion informiert die Stadt Maintal ihre Bürger darüber, welche Abfälle in den Biomüll gehören und welche nicht. Foto: PM

Maintal. Plastikbeutel und Verpackungsabfälle aus Plastik, aber auch nachwachsende Verpackungen aus Maisstärke, Zuckerrohr, Palmblättern oder Kokosnuss bereiten den Betreibern der Biokompostieranlage große Probleme. Die Stoffe benötigen zu lange, um zu verrotten und müssen daher aufwendig aussortiert werden.

Artikel vom 07. November 2019 - 11:28

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Die Stadt informiert darüber, was in die Biotonne gehört – aktuell mit einer Aufkleberaktion auf den Tonnen selbst. Damit wird darauf aufmerksam gemacht, dass Plastik, Verpackungen und Störstoffe nichts in der Biotonne zu suchen haben. 

Wer aktuell noch keinen Aufkleber auf seinem braunen Abfallbehälter hat, kann diesen kostenfrei bei der städtischen Abfallberatung oder dem Abfuhrunternehmen Firma Max Spahn & Sohn KG erhalten. 

Fleisch und Fisch in die graue Tonne

In die braune Biotonne gehören nur kompostierbare Pflanzenabfälle wie Obst- und Gemüseschalen, Eierschalen, Tee- und Kaffeesatz, Speisereste, Topfpflanzen und Schnittblumen sowie kleine Mengen Gartenabfälle. 

Fisch, Fleisch, Wurst, Knochen, Asche, Kehrricht und Hygieneabfälle werden in der Restmülltonne gesammelt. Verpackungen aus Kunststoff oder nachwachsenden Rohstoffen wie Maisstärke, aus Glas oder anderem Material werden im Gelben Sack beziehungsweise im Gelben Container gesammelt. 

Sortenreine Biotrennung ist wichtig

Ob aus Gedankenlosigkeit oder Bequemlichkeit – oft werden Verpackungen wie Plastiktüten und Plastikschalen, in denen der Bioabfall in der Küche gesammelt wird, einfach mit in den Bioabfall geworfen. Dabei gibt es kostengünstige Alternativen: Die städtische Abfallberatung empfiehlt, Bioabfall in Zeitungspapier zu wickeln oder Papiertüten zum Vorsortieren zu benutzen. Dies hemmt auch die Geruchsbildung in der Tonne und verhindert ein Anhaften bei kalten Temperaturen. 

Plastik, Glas, Verpackungen und andere Störstoffe werden in der Biokompostieranlage aussortiert. Der technische Aufwand dafür und die Kosten für die Vorbehandlungen und die Hausmüllverbrennung des ausgesiebten Materials sind sehr hoch. Letztendlich will keiner Plastikfetzen oder Glasscherben in seinem Kompost oder in der Gartenerde haben. Plastik im Boden ist ebenso ein Problem wie Plastik im Meer. Deswegen ist die sortenreine Trennung von Bioabfällen so wichtig. 

Bußgelder sind wahrscheinlich

Die Bundesgütegemeinschaft Kompost analysiert sechs Mal im Jahr den Maintaler Kompost. Die Ergebnisse werden detailliert auf den Foliensäcken abgedruckt, ein 40-Liter-Foliensack kostet 3,50 Euro und ist erhältlich am Wertstoffhof, Henschelstraße 11 in Dörnigheim.

Befinden sich in der Biotonne Plastik oder andere Störstoffe, müssen die Maintaler Haushalte damit rechnen, dass die Tonnen nicht geleert werden. Der Inhalt wird entgeltpflichtig mit der Restmüllsammlung entsorgt. Da hier ein Verstoß gegen die Regeln der Abfallsatzung vorliegt, können auch Bußgelder drohen. ccc

Fragen zur korrekten Ab‧fallentsorgung beantwortet die städtische Abfallberatung unter Telefon 0 61 81/40 04 31 oder per E-Mail an abfall@maintal.de.



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