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Vorbereitungen für "Frau Holle" bei der Spielgemeinschaft laufen

Maintal

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    Alles echte Handarbeit: Mitglieder der Spielgemeinschaft HdB beim Bauen des Bühnenbildes und Nähen der Kostüme für „Frau Holle“. Foto: Ulrike Pongratz

Maintal. Dachlatten und Kartons liegen auf dem Boden, dazwischen Kabel, Werkzeuge und Kleinmaterial. Laut sind nur Säge und Bohrer. Im Raum nebenan schnurren die Nähmaschinen leise vor sich hin und die Malerarbeiten gehen beinahe lautlos über die Bühne.

Artikel vom 04. November 2019 - 11:37

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Von Ulrike Pongratz

Um diese geht es, genauer gesagt: um das Bühnenbild. Dabei sind die handwerklichen Talente aller Mitglieder der Spielgemeinschaft HdB gefragt. 

Sie sind Bühnenbildner, Kostümschneider, Maler, Schreiner und Raumausstatter. Gut vier Wochen vor der Generalprobe für das diesjährige Weihnachtsmärchen „Frau Holle“ wird im Gemeindesaal der katholischen Pfarrgemeinde St. Theresia jeden Samstag mit viel Kreativität gearbeitet. „Vier Tage brau-chen wir für den Aufbau“, erklärt Thomas Hemmerich. „Ganz wichtig für die nächsten Proben sind die Bühnenelemente, wie das Haus oder der Brunnen.“ 

„Das ist die größte Herausforderung“

Hemmerich kennt das Drehbuch von Anfang an und skizziert mit den ersten Proben seine Ideen für das Bühnenbild, das jetzt maßstäblich umgesetzt wird. Seit etwa 15 Jahren ist der IT-Ingenieur für Bühnenbau, Musik und Technik verantwortlich. Er bringt also nicht nur reichlich Begeisterung für sein Hobby mit, sondern vor allem Erfahrung, die das Wintermärchen „Frau Holle“ auch einfordert. Denn es braucht zwei Bühnenbilder – Rosental und Himmelhaus. Die Szenen wechseln während des Stücks, der Umbau muss also sehr schnell funktionieren.

„Das ist die größte Herausforderung“, meint Hemmerich. Außerdem müsse der Bühnenbau preisgünstig sein; er solle leicht sein, aber dennoch stabil und vor allem wirkungsvoll. Ein wenig Fundus und Material kann die Spielgemeinschaft im Haus lagern, einige Elemente, wie Brunnen oder Ofen, brauchen also lediglich eine kleine Auffrischung und können wiederverwendet werden.

Kostüm des Hahns ist besonders aufwändig

Nicht nur das Bühnenbild, sondern auch die Kostüme werden von Beginn an mitgedacht. „Man hat ein Bild im Kopf“, sagt Alicia Schultheis, die mit Petra Flenner und Sabrina Koen die Nähmaschinen rattern lässt. Man schaue, welche Teile aus vorherigen Aufführungen genutzt werden könnten. Dann wird umgenäht, Hosenbeine werden gekürzt, ausgelassen oder der Bund enger genäht. Gerade nähen die Frauen Schürzen für die Dorfgemeinschaft, breite Gürtel, Äpfel für den Baum und Vorhänge für das Bühnenbild. 

Drei Samstage fertigen die Kostümschneiderinnen mit dem gesamten Team im Haus der Begegnung, aber das Nähzeug wird seit Wochen abends vor dem Fernseher ausgepackt. Besonders aufwändig und schön wird das Kostüm für den Hahn, verrät Alicia Schultheis, die seit ihrer Kindheit mit ihren Eltern auf der Bühne steht.

Premiere am 6. Dezember 

Regie zu „Frau Holle“ führt Mutter Andrea Schultheis, die das auf das Ensemble umgeschriebene Märchen in Szene setzt: „Wir sind nah am Original geblieben“, sagt Schultheis, „haben dem bekannten Märchen neue, auch lustige Elemente hinzugefügt.“ So wird es einen Erzähler geben, auch der Hahn wird nicht nur sein Kikeriki krähen, und auf die Sprüche von Frau Holles weiser Katze darf man ebenfalls gespannt sein. Auge und Kopf sollten etwas zu entdecken haben, vor allem die Tiere machten das Stück für Kinder spannend und interessant, so Schultheis.

Für die Laienschauspieler beginnt jetzt die intensive Probenphase, denn sie wollen ihr Bestes geben am zweiten ‧Adventswochenende. Danach wird in nur drei Stunden die von langer Hand geplante und gestaltete Kulisse wieder abgebaut.

 

Informationen:

Die Generalprobe von „Frau Holle“ im HdB, Rhönstraße 13 in Bischofsheim, ist am Donnerstag, 5. Dezember, um 19.30 Uhr, Premiere am Freitag, 6. Dezember, um 17 Uhr. Weitere Aufführungen sind am Samstag, 
7. Dezember, um 13.30 und 17 Uhr sowie am Sonntag, 8. Dezember, um 11 und 15.30 Uhr.


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