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Anja Bothe ist neue Schulleiterin der Fritz-Schubert-Schule

Maintal

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    Gute Aussichten: Anja Bothe in „ihrem“ Klassenzimmer, das frisch renoviert und mit neuer Technik ausgestattet ist. Foto: Ulrike Pongratz

Maintal. Der Blick aus dem Klassenraum der Fritz-Schubert-Schule reicht an diesem sonnigen, klaren Herbsttag weit über Hochstadt hinaus, am Horizont sind Frankfurt und Hanau zu erkennen. Auf der anderen Seite schließen sich die Maintaler Streuobstwiesen an.

Artikel vom 30. Oktober 2019 - 11:29

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Von Ulrike Pongratz

Schulleiterin Anja Bothe weiß um die herrliche Ortsrandlage der Grundschule, auch wenn sie jeden Morgen das letzte Stück hangaufwärts ordentlich in die Pedale treten muss. „Ich fahre – wann immer möglich – von Dörnigheim mit dem Fahrrad zur Schule;“ sagt die sportliche Pädagogin. 

2017 wechselte sie von der Sterntaler-Schule in Schöneck-Büdesheim auf die Position der Konrektorin an die Maintaler Grundschule. Zwölf Jahre habe sie sich in der zweizügigen Schönecker Grundschule im Kollegium sehr wohlgefühlt, so Bothe. Während dieser Zeit war sie zudem mit einigen Stunden dem Staatlichen Schulamt zugeordnet, „teilabgeordnet“ ist der fachliche Terminus.

Seit 15 Jahren in Dörnigheim

Die Aufgaben, die man im Schulamt übernehme, seien breit gestreut. Unter anderem habe sie inhaltlich ein Medienkonzept im digitalen Bereich für Grundschulen erarbeitet und in der Schulleiterdienstversammlung vorgestellt. 

Das Studium für das Lehramt in den Fächern Mathematik, Deutsch, Kunst und Musik hat Anja Bothe an der Universität Bielefeld abgeschlossen, auch das Referendariat hat sie in Nordrhein-Westfalen absolviert. Unterrichtet hat Anja Bothe, die mit ihrer Familie seit 15 Jahren in Dörnigheim lebt, ausschließlich an hessischen Schulen.

 „Ich bin sehr, sehr gerne Lehrerin.“

Privat liest die Mutter zweier Kinder gerne und sie macht gerne Sport. Die Freizeitbeschäftigungen wie auch das Engagement im Arbeitskreis Asyl hat Anja Bothe mit ihrer neuen Aufgabe reduzieren müssen. „Ich habe mich für die Schulleitung entschieden“, sagt sie, „hier sind viele kleine Baustellen zu bearbeiten. Das braucht Zeit.“
Zeit in Anspruch nehmen auch Konferenzen und Gesprächsrunden, wie die regelmäßige Maintaler Schulleitrunde, die Anja Bothe als sehr wertvollen Austausch betrachtet.

Trotz vieler Schulleiteraufgaben und Baustellen, das Herz der Grundschullehrerin schlägt vor allem für die Kinder; auch nach über 18 Jahren im Schuldienst. Sie sagt: „Ich bin sehr, sehr gerne Lehrerin. Es bedeutet immer wieder, Schätze zu entdecken. Wenn Kinder anfangen zu lesen, zu schreiben, zu rechnen, frage ich mich: Wo stecken die Schätze? Wie muss ich es richtig machen oder was muss ich ändern, damit die Kinder ihre Potenziale ausschöpfen können.“

Es sei einfach toll, wenn man auf viele Unterstützer zurückgreifen könne

Dieser Gedanke der „Schatzsuche“ leite sie auch bei ihren Aufgaben als Schulleiterin. Es gäbe an der Schule sehr viele gute Lehrerinnen und Lehrer, auch Eltern, die sehr vieles könnten und sich gerne mit ihren Stärken einbringen wollten. Sie sähe eine ihrer Aufgaben darin, den Schulalltag zu gestalten, aber auch Kollegium, Eltern, Mitarbeiter wo möglich zu entlasten.

„Es gibt hier ein tolles Miteinander“, sagt Bothe. Die Sportkolleginnen hätten einen wunderbaren Sponsorenlauf organisiert und die Eltern großzügig gespendet. Die Sekretärin sei immer freundlich, und auch der Hausmeister sei während des Urlaubs zur Schule gekommen, um nachzuschauen, ob alles gut laufe. „Es ist einfach toll, wenn man auf so viele Förderer und Unterstützer zurückgreifen kann“, meint Bothe. 

Ausbildung des Schulhundes vor dem Abschluss

So sieht die Schulleiterin, die Anfang dieses Schuljahres das Amt übernommen hat, ihre zweite wichtige Aufgabe vor allem darin, alles im Blick zu behalten. Bereits die erste pädagogische Konferenz hätte für verschiedene Themen, wie beispielsweise für den Deutschunterricht oder für das Schulfest, so viele Ideen zu Papier gebracht, dass man eher darauf achten müsse, sich nicht zu verzetteln.

Die Steuergruppe Schulkultur stelle sich die Frage, wie sich die Schule in den Bereichen „Eltern, Kinder, Lehrkräfte“ weiterentwickle. Die Frage, wie beispielsweise Inklusion gelingen könne, stelle sich auch an der Fritz-Schubert-Schule. Schließlich denke man über ein Projekt mit Schulhund Floyd nach, dessen Ausbildung in Kürze beendet sei.

Bauarbeiten sollen bis Weihnachten vollendet sein

„Eigene Ideen habe ich auch“, sagt sie auf Nachfrage, „zum Teil sind sie in den Konzepten enthalten.“ Sie sähe ihre Aufgabe an der Schule darin, gute Strukturen für ein gelingendes Miteinander, ein gutes Setting zu schaffen. Dies gelte auch in der Zusammenarbeit mit Kollegen der Adolph-Diesterweg-Schule, mit der die Grundschule unter einem Dach arbeitet, und den Mitarbeitern der Jugend- und Familienhilfe „Welle gGmbH“: „Und insbesondere mit der Ganztagsbetreuung.“

Glücklicher als über die Lage am Ortsrand ist Anja Bothe über die frisch renovierten Klassenzimmer und Treppenhäuser. Auch als Schulleiterin führt sie eine Klasse. Helle, freundlich gestaltete Räume und eine zeitgemäße Ausstattung mit Dokumentenkamera erleichtern den Unterricht. „Wir sind noch mitten im Umbau des dritten und letzten Treppenhauses, das bis Weihnachten fertig sein soll.“

Gute Aussichten also für weitere Schatzsuchen.



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