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Beziehungstat in Dörnigheim: Die Ermittlungen laufen

Maintal

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    Ein Großaufgebot der Polizei war am Montag im Einsatz, um im Fall der Schüsse auf eine 24-jährige Frau aus Maintal zu ermitteln, Spuren zu sichern und Zeugen zu vernehmen. Fotos: Martina Faust

Maintal. Zwei Schüsse durchbrechen ganz früh die Stille eines ruhigen, spätsommerlichen Montagmorgens in Dörnigheim und reißen einige erschrockene Anwohner aus dem Schlaf. Um 5.20 Uhr alarmieren sie die Polizei. 

Artikel vom 03. September 2019 - 11:27

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Von Martina Faust

Zeugen geben an, dass ein Mann auf offener Straße auf eine junge Maintalerin geschossen habe. Als die Beamten eintreffen, finden sie auf Höhe der niedrigen dreistelligen Hausnummern der Berliner Straße die 24-Jährige schwer verletzt vor. Sie wird mit einer Kopfverletzung ins Krankenhaus gebracht und dort notoperiert.
Oberstaatsanwalt Dominik Mies kann auf Nachfrage unserer Zeitung noch keine Angaben zum Gesundheitszustand des Opfers machen. „Mir liegen bislang keine Erkenntnisse vor“, teilte der Pressesprecher der Anklagebehörde mit. 

Als Motiv gehen Kriminalpolizei und Staatsanwaltschaft derzeit von einer Beziehungstat aus. Der 35 Jahre alte Tatverdächtige, der nach Zeugenangaben zwei zeitverzögerte Schüsse abgegeben haben soll, flüchtet vom Tatort, wird allerdings im Rahmen intensiver Fahndungsmaßnahmen, an denen auch der Polizeihubschrauber beteiligt ist, in unmittelbarer Nähe des Tatorts festgenommen.

Tatwaffe zunächst nicht gefunden

Anwohner berichteten, dass Polizeibeamte gegen 7.20 Uhr einen Mann in Handschellen von der Berliner Straße in Richtung Eichwaldstraße abführen. Laut Mies soll auch der Tatverdächtige seinen Wohnsitz in Maintal haben.
Auch am späteren Vormittag bestimmt noch ein Großaufgebot von Polizisten und Ermittlern die Szenerie rund um den Tatort an der Berliner Straße. 

Einsatzfahrzeuge parken rechts und links am Fahrbahnrand, Hundeführer der Polizei durchkämmen mit Spürhunden großräumig das Areal rund um den Tatort. Offenbar sind sie noch auf der Suche nach der Tatwaffe. Diese sei bis Montagnachmittag allerdings noch nicht gefunden worden, wie Mies weiter berichtete. Parallel notieren die Beamten Hinweise von Augen- und Ohrenzeugen, die ihre Beobachtungen mitteilen. Kriminalisten versuchen, den Ablauf des Verbrechens minutiös zu rekonstruieren.

Empörung in den sozialen Netzwerken

Der Schock über das Gewaltverbrechen steht Anwohnern und Passanten gleichermaßen ins Gesicht geschrieben. „Unglaublich, dass so etwas passiert, und dann auch noch hier, in Maintal“, sagt eine Dörnigheimerin und verfolgt kopfschüttelnd, wie der Polizeihund mit der Nase dicht am Boden über die Grünanlage zwischen den Mehrfamilienhäusern nahe des Kreisels am Opel-Eck pirscht.

Die Nachricht über die Tat macht schnell die Runde, auch in den sozialen Medien löst sie viel Empörung aus – aber auch Verunsicherung und Angst.  Die Ermittlungen dauern derweil an. Montagnachmittag wurde geprüft, ob der 35-Jährige im Verlauf des heutigen Tages auf Antrag der Staatsanwaltschaft Hanau bereits einem Haftrichter am Hanauer Amtsgericht vorgeführt wird. 

Die Kriminalpolizei bittet zudem weitere Zeugen, die sachdienliche Hinweise zu dem Geschehen in Dörnigheim geben können, sich unter der Rufnummer 0 61 81/ 1 00 -1 23 zu melden.



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