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Das Bischofsheimer Straßenfest hat eine bewegte Geschichte

Maintal

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    Das erste Straßenfest sorgte bereits für Diskussionen. Archivfoto: MTA

Maintal. Dass 2019 die 40. Auflage des Bischofsheimer Straßenfest gefeiert wird, daran hätten wohl bei der Festpremiere im August 1980 die wenigsten geglaubt. Doch eine Zahl 10 000 Besucher zeigte das große Interesse am Fest. Auch politische Querelen konnten der Erfolgsgeschichte nicht schaden.

Artikel vom 11. August 2019 - 16:03

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39 Jahre ist es her, dass das Bischofsheimer Straßenfest seine Premiere feierte. Am Samstag und Sonntag, 23. und 24. August 1980 stieg die Premiere im Stadtteil. Das Straßenfest fand damals im Rahmen der großen Jubiläumsfeierlichkeiten zur 1100-Jahr-Feier von Bischofsheim statt. Schnell waren sich die Bischofsheimer aber einig, dass das Fest jährlich wiederholt werden soll.

Dass 2019 die 40. Auflage gefeiert wird, daran hätten wohl 1980 die wenigsten geglaubt. „Dass ein Straßenfest selbst bei mäßiger Laune des Wettergottes aber so ein Erfolg sein würde, davon hätte kaum jemand zu träumen gewagt“, schrieb der Reporter des TAGESANZEIGER in der Nachbetrachtung des Wochenendes.

Festzug avancierte zur „Völkerwanderung“

Schätzungsweise 10 000 Besucher wären in Bischofsheim auf den Straßen gewesen. „So mancher wusste am Samstagabend zu vorgerückter Stunde nicht mehr, wo er eigentlich Frau und Kinder zurückgelassen hatte“, beschrieb unser Reporter das Treiben. Der damalige Festzug avancierte zur „Völkerwanderung“.

Offiziell eröffnet wurde das Fest damals bereits um 13 Uhr – natürlich mit dem traditionellen Fassanstich. Ebenfalls damals mit von der Partie war der Musik-Corps Bischofsheim, der den Bieranstich der Rathaus-Prominenz musikalische begleitete.

Streit unter den Altparteien

In der Politik gab es bereits wenige Tage nach dem Straßenfest Streit unter den Altparteien. „Hände weg vom Straßenfest“ titelte der TAGESANZEIGER damals. Grund für die Aufregung soll ein Antrag des SPD-Ortsvereins Bischofsheim bei der Stadt Maintal gewesen sein, das Straßenfest künftig einmal pro Jahr durchzuführen.

Die CDU ging daher auf die Barrikaden. „Anstatt dass sich (...) alle darüber freuen, was die Vereine auf die Beine gestellt haben, will die SPD die Sache in Zukunft der Stadt übertragen“, echauffierten sich die Christdemokraten. Dass „örtliche Straßenfeste in die Verantwortung des Staatsapparates gelegt werden“, kam für die CDU nicht in Frage. „Eine derartige Veranstaltung gehöre schon gar nicht in die Hände einer Partei“, so die CDU.

Das Straßenfest blieb letztendlich in der Hand der Bischofsheimer Vereine. Schon ein Jahr später konnte der MAINTAL TAGESANZEIGER vermelden: „Straßenfest jetzt eine ständige Einrichtung.“ Eine, die bis heute Bestand hat. bel



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