Lesezeichen hinzufügen hanauer.de als Startseite
sonnig
17 ° C - sonnig
» mehr Wetter

Havarie Mainfähre: Das sagt der Chef des Deutschen Fähr-Verbandes

Maintal

  • img
    Die Mainfähre zwischen Mühlheim und Maintal ist wieder Außer Betrieb. Foto: Jan Max Gepperth

Mainz. Deutschlands „oberster Fährmann“ ist seit zwölf Jahren der Mainzer Michael Maul, der Vorsitzende des Deutschen Fähr-Verbandes (DFV).  Michael Maul ist selbst Fährmann, betreibt die Rheinfähre bei Ingelheim und war lange Jahre selbst auch Main-Fährmann. 

Artikel vom 10. Juli 2019 - 10:44

Anzeige

Von Christian Balke

Ob und wie Mahir Kolbüken die Voraussetzungen dafür erfüllt oder erfüllt hat, Personen und Pkw über den Main transportieren zu dürfen, weiß Maul nicht. Er habe aber einen positiven Eindruck von Kolbüken gewonnen, sagt Maul: „Als wir uns kennengelernt haben, hatte ich das Gefühl, dass er sich sehr bemüht hat, alles richtig zu machen.“ Die Vorwürfe, die gegen Kolbüken nun erhoben wurden, könne er nicht kommentieren: „Ich muss auch ehrlich sagen, dass ich diesen Fährmann nicht kenne, der die Vorwürfe erhoben hat.“

Ganz grundsätzlich, sagt Maul, gebe es zwei Arten von Fahrerlaubnissen, die für das Steuern einer Fähre Voraussetzung seien: „Da ist zum einen das Fährpatent.“

Bei diesem „Fährführerschein“ wird nach 180 Fahrstunden auf einer bestimmten Strecke eine Prüfung abgelegt. Der Fährmann sei dann befugt, Fahrgäste auf dieser Strecke zu transportieren. „Variante B“, sagt Maul, „ist das sogenannte „Längspatent.“ Darin sei das Fährpatent bereits enthalten. Inhaber des Längspatentes seien meist erfahrene Fährleute, sie dürften auf fast allen Fährstrecken fahren.„Sie müssen aber ab dem 55. Lebensjahr eine Gesundheitsprüfung machen, ab dem 60. Lebensjahr ist diese jährlich zu wiederholen.“

Der DFV ist Unternehmensverband deutscher Fährbetriebe, 1946 in Düsseldorf gegründet. Heute vernetzt der Verband über 50 Fährbetreiber im gesamten Bundesgebiet, vom Fähr-Kahn bis zur Großfähre.



Kommentare

Noch keine Kommentare vorhanden.