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Zu alt: Pappeln am Mainufer werden gefällt

Maintal

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    Viele Pappeln müssen weg. Grund ist das Alter. Dadurch werden die Bäume anfällig für Fäulnis und Pilzbefall und die Gefahr, dass Äste und ganze Kronenteile abbrechen, steigt. Foto: Carolin-Christin Czichowski

Maintal. Baumfällarbeiten stehen von heute an im „Pappelwäldchen“ am Dörnigheimer Mainuferweg an. Grund für den Einsatz der Motorsäge ist das Alter der Bäume und die damit verbundenen Risiken für Passanten.

Artikel vom 25. Februar 2019 - 12:30

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„Bei den betroffenen Bäumen handelt sich um so genannte Hybridpappeln, die nach dem Zweiten Weltkrieg als schnell wachsende, allerdings nicht standortgerechte Gehölze gepflanzt wurden. Diese Pappeln haben den Zenit ihres Baumlebens überschritten“, erklärt Jochen Pfeiffer vom Fachdienst Stadtentwicklung und Stadtplanung. 

Haben die Bäume ihr Durchschnittsalter von 60 bis 80 Jahren erreicht, werden sie zunehmend anfällig für Fäulnis und Pilzbefall – und das bleibt nicht ohne Folgen. „Auffällig sind auch die verstärkte Totholzbildung sowie angebrochene und ausbrechende Äste oder ganze Kronenteile“, erläutert Pfeiffer. 

Bei Neuanpflanzung Auenwald entwickeln

Um die Sicherheit von Spaziergängern und Radfahrern, die auf dem Mainuferwegs unterwegs sind, zu gewährleisten, erfolgt nun die Rodung und fachmännische Aufarbeitung einzelner Bäume durch Mitarbeiter des Eigenbetriebs Betriebshof. „Für die gefällten Bäume wird es natürlich Nachpflanzungen mit standortgerechten Bäumen geben. Das Wäldchen wird in seiner Bestandsgröße erhalten bleiben“, versichert Pfeiffer. 

Bei der Neuanpflanzung verfolgt die Stadt das Ziel, in diesem Bereich durch die Auswahl entsprechender Bäume einen Auenwald zu entwickeln. Charakteristische Gehölzarten wären Schwarzerle und Eiche, die weniger bruchanfällig und an den Standort im Überflutungsbereich des Mains besser angepasst seien. Die Fällung der Pappeln ist mit der Unteren Naturschutzbehörde und dem Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt Aschaffenburg abgestimmt.

Weil es sich nach Auskunft des Fachdienstes Stadtentwicklung und Stadtplanung um eine größere Anzahl Pappeln handelt, die gefällt werden muss, wird der Mainuferweg zwischen Dörnigheim und Kesselstädter Schleuse von heute an bis einschließlich Freitag im Bereich des Wäldchens gesperrt, um Spaziergänger und Radfahrer nicht zu gefährden. Eine Umleitungsempfehlung für Radfahrer südlich der Wingertstraße wird ausgeschildert. mf



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