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Nils Hoffmann holt sechsten Platz beim Florettturnier in Paris

Maintal

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    Von Dörnigheim nach Paris: Nils Hoffmann von der TG Dörnigheim hat bei der „Challence CEP Marathon fleuret U14, hommes” in der französischen Hauptstadt teilgenommen. Foto: PM

Paris/Maintal. Mit Platz sechs im Fechtsack meldete sich nach dem Fecht-Wochenende in Paris Nils Hoffmann pünktlich um 18 Uhr in der kleinen Fechthalle der Turngemeinde Dörnigheim in der Maintal-Halle zum Training zurück. Statt 150 Fechtbahnen, wie in Paris, jetzt fünf Bahnen in Dörnigheim.

Artikel vom 08. Februar 2019 - 11:18

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Statt Teilnahme an einem der sportlich wertvollsten Florettturniere für die U14 der Welt: „Challence CEP Marathon fleuret U14, hommes”, jetzt Training, wie immer. 

Statt 256 Fechter aus Frankreich, Russland, den USA, Lettland, Deutschland, Italien, Polen, Singapur, Spanien – um nur die Herkunftsländerländer der besten 16 Fechter von Paris zu nennen, jetzt zehn Jungs aus Dörnigheim, Bischofsheim, Langen, Bad Vilbel, Steinbach, Hildesheim und aus Flörsheim, dem Wohnort von Nils Hoffmann.

„Unsere Beinarbeit ist nicht gut genug.“

Trainer Christoph Frohwein hält nach dem Aufwärmtraining eine kleine Ansprache an die Fechter: „Paris war hinsichtlich der sportlichen Leistung der Fechter, hinsichtlich der Größe des Turnieres, hinsichtlich der Präsentation ein ganz tolles Ereignis! Und Nils konnte mithalten! Das ist ein ganz dickes Lob für Nils!“ Wenn man weiß, wie selten die Jungs vom Trainer so gelobt werden, weiß man die Besonderheit der Aussage einzuschätzen. 

Nils wurde in Paris für seinen sechsten Platz mit einer fantastischen Siegerehrung belohnt, an der Fechtweltmeister der Aktiven beteiligt waren, vor vielen Zuschauern in einer Gänsehaut-Atmosphäre. Jetzt schaut Nils ganz und gar nicht beeindruckt aus. Ihm ist der Erfolg nicht in den Kopf gestiegen. Christoph Frohwein beginnt mit dem Trainingsmodul Beinarbeit: „Unsere Beinarbeit ist nicht gut genug. In Paris – also was man da an Präzision, Schnelligkeit und Athletik gesehen hat, ist kaum zu glauben. Wie machen die das bloß, dass ihre Fechter so eine gute Beinarbeit haben?“ Nils konzentriert sich aufs Training, tief in der Fechtstellung werden die Vorgaben abgearbeitet. 

 U17-Turnier in Stuttgart-Bad Cannstatt steht an

Und irgendwie sind alle in der Fechthalle ganz diszipliniert, Trainer Norman Traar korrigiert beim zweiten Paris-Teilnehmer Philip Faitz ein wenig die Haltung des Oberkörpers. Hinter Nils nächstbeste platzierte deutsche Fechter waren zwei Tauberbischofsheimer, auf Platz 36 und auf Platz 91. Und dann schon Philip Faitz, das ist der, der dreimal die Woche aus dem Taunus ins Training nach Dörnigheim kommt, auf Platz 127. Leider 9 zu 10 im 128er K.O. Durchgang rausgeflogen, ganz knapp, gegen einen Franzosen, aber guten Obmann gehabt, kann man nicht meckern, am Kampfleiter lags nicht. 

Nach dem Turnier ist vor dem Turnier. Jetzt steht am Wochenende das U17-Turnier in Stuttgart-Bad Cannstatt an. Wieder um Ranglistenpunkte. Und fast alle guten Fechter aus Deutschland werden da sein, gemeldet sind insgesamt 153. 

Letztes Wochenende Paris. Jetzt Training: montags, dienstags, mittwochs. Dann Pause. Natürlich Schule. Und Freitag auf überfüllten Autobahnen nach Stuttgart. Zur Waffenkontrolle. Die TG Dörnigheim nimmt teil. Mit dem ganzen Besteck. Angeführt von Moritz Frohwein, Ranglistenplatz sechs bei der deutschen U17, WM-Teilnahme knapp verpasst, aber auch mit Nils Hofmann, amtierender Deutscher Meister der B-Jugend, die jetzt U14 heißt, dem Sechsten von Paris und natürlich auch mit Philip Faitz. Fechten, lernen, Erfahrung sammeln heißt es dann.ccc



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