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5000 Euro für den Schulsanitätsdienst der Erich-Kästner-Schule

Maintal

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    Übergabe der Förderung (von links): Regina Häuser, stellvertretende Schulleiterin, Uwe Engelter, Bereichsleiter für Bildung bei den Johannitern, und Schulleiterin Birgit Hurst. Foto: Jan Max Gepperth

Maintal. Das Land Hessen will im Zuge des Projekts „Mehr Feuerwehr in die Schule“ die hessischen Feuerwehren und die im Katastrophenschutz des Landes Hessen mitwirkenden Hilfsorganisationen bei ihrem Engagement in den Schulen unterstützen.

Artikel vom 03. Januar 2019 - 13:34

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Von Jan Max Gepperth

Zu diesem Zweck hat auch der Regionalverband Hanau & Main-Kreis der Johanniter-Unfall-Hilfe die Fördergelder für die Arbeit in sechs Schulen bekommen, darunter auch für die Erich-Kästner-Schule.

Uwe Engelter, Bereichsleiter für Bildung bei den Johannitern, erklärt, wie es zu der Förderung kam: „Das Ministerium hat bei den Johannitern mit dem Hinweis auf die Fördergelder angefragt. Diese haben dann auf die Sanitätsdienste der Schulen verwiesen, woraufhin Anträge gestellt und bewilligt wurden.“

Alle sechs von den Johannitern geförderten Schulen, unter anderem auch die Albert-Einstein-Schule in Bischofsheim oder die Otto-Hahn-Schule in Hanau, bekamen eine Förderung von 5000 Euro, die sach- und fachgerecht zu investieren sind.

„Primär wird das Geld in die Ausstattung unseres Sanitätsraums investiert“, so Birgit Hurst, Schulleiterin der Erich-Kästner-Schule. „Hierzu sollen eine neue Krankenliege, ein Rollstuhl, ein Defibrillator, HLW-Phantome (Puppen zur Übung der Herz-Lungen-Massage) sowie die Verbandsmaterialien und ein Schrank zu deren Aufbewahrung angeschafft werden.“

Das Geld dürfe jedoch auch in Bekleidung wie die persönliche Schutzausrüstung (PSA) investiert werden, wozu beispielsweise spezielle Schuhe oder Wärmebekleidung gehören können. Diese Ausrüstung soll jedoch nicht verstauben, sondern auch regelmäßig zum Einsatz kommen. „Nach einer Grundausbildung müssen die Schüler auch Pausendienste machen“, berichtet die stellvertretende Schulleiterin Regina Häuser, „hierzu sollen immer zwei Schüler in der Pause im Sanitätsraum sein und zwei weitere während dieser Zeit auf dem Pausenhof patrouillieren. In besonderen Fällen werden die Schulsanitäter jedoch auch während der Unterrichtszeit gerufen.“

„Die Schüler sind so gut geschult, dass sie mit dem Rettungsdienst kooperieren können“, ergänzt Engelter. „Sie wissen genau, wo sie die Rettungskräfte unterstützen können. Sie sind dazu durch eine spezielle Ausbildung, die sich in drei Stufen unterteilt, in der Lage.“

Die erste Stufe ist ein standardisierter Erste-Hilfe-Kurs mit einem Umfang von neun Einheiten. Hinzu kommt eine Weiterqualifikation zum Schulsanitäter. Diese 24 Einheiten umfassende Weiterbildung sollten die Schüler ablegen. Als dritte Stufe gibt es die Weiterbildung zum Sanitäter. Diese umfasst 48 zusätzliche Einheiten und setzt ein Mindestalter von 16 Jahren voraus. „Daher machen das bei uns die wenigsten, da unsere Schüler ja bereits mit 16 abgehen“, erwähnt Häuser.

Ziel der Förderung durch das Land sei es laut Engelter, dass die Schüler die dritte Stufe erreichen. „Diese Stufe ist dann auch in den meisten Fällen mit einer ehrenamtlichen Tätigkeit in der Organisation verbunden, was gut ist, um in Übung zu bleiben. Das wäre sonst, als besuche man einen Kochkurs, obwohl man gar nicht kochen möchte. Das ist nicht Sinn der Sache.“

Der Sanitätsdienst an der Erich-Kästner-Schule ist in zwei Gruppen unterteilt, wobei eine die Jahrgänge neun und zehn sowie eine den Jahrgangsstufe acht abdeckt. Seit dem Schuljahr 2012/2013 werden Schüler ausgebildet, damals noch in Kooperation mit dem Deutschen Roten Kreuz. Zurzeit sind rund 25 Schüler aktiv. Der Ausbildungsunterricht erfolgt in Kooperation aus je einem Mitarbeiter der Johanniter-Unfall-Hilfe und einer Lehrkraft der Schule gestaltet.



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