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Projekt Kompass: Im Einsatz für mehr Sicherheit

Maintal

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    Karsten Soer aus dem Team der Ordnungspolizei ist ab sofort der „Kontaktbeamte vor Ort“. Er kümmert sich rund ums Schulzentrum in Bischofsheim um sämtliche sicherheitsrelevante Anliegen der Schüler und deren Eltern. Foto: PM

Maintal. Ende 2017 fiel in Maintal der Startschuss zum Projekt Kompass, dem „Kommunalprogramm Sicherheitssiegel“. Der aktuelle Projektstand war Thema der zweiten Maintaler Sicherheitskonferenz. Vertreter von Polizei, Schulen, Verwaltung sowie Personen, die mit Kindern und Jugendlichen arbeiten, trafen sich zum Austausch.

Artikel vom 26. November 2018 - 18:19

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Wie sicher fühle ich mich in Maintal? Bei der Beantwortung dieser Frage halfen Maintaler im März im Rahmen einer Fragebogenaktion. Die Ergebnisse stellte nun der städtische Präventionsbeauftragte Frank Meisinger vor. Er sagt über die daraus gewonnenen Erkenntnisse: „Wir gewinnen eine fundierte Daten-grundlage für unsere weitere Arbeit. Mit der Auswertung bestätigen sich viele unserer Vermutungen: Schon vor der Befragung haben wir beispielsweise mit Vertretern der Polizei und der Ordnungsbehörde die Bahnhöfe in Maintal als Orte definiert, an denen sich Personen unwohl fühlen könnten. Deshalb haben wir Maßnahmen entwickelt, um diesem Gefühl gegenzusteuern. Auch an anderen Orten, die bei der Befragung genannt wurden, sind wir seitens der Ordnungsbehörde und Polizei schon länger aktiv.“ Interessierte können die Ergebnisse der Umfrage unter www.maintal.de einsehen.

Eine Maßnahme für ein verbessertes Sicherheitsgefühl ist ein Lichtkonzept an den Bahnhöfen Maintal-Ost und Maintal-West sowie rund um das Schulzentrum in Bischofsheim. An den drei Standorten erhellen sechs bis acht zusätzliche Straßenlaternen künftig die Umgebung. Außerdem wurden größere Gehölzrückschnitte in Auftrag gegeben. Viele sind schon abgearbeitet, am „Flugzeugspielplatz“ in Bischofsheim erfolgt der Rückschnitt noch.

Eine weitere Idee aus dem Kompass-Projekt: Tanja Galler-Vogt, Fachkraft für Prävention bei der Aufsuchenden Suchtberatungsstelle in Maintal, hat in Zusammenarbeit mit Meisinger einen Entwurf für einen Leitfaden erarbeitet. Thema ist der Umgang mit Suchtproblemen in Schulen sowie Kinder- und Jugendeinrichtungen. Eine Arbeitsgruppe von Fachleuten wird den Entwurf weiter ausarbeiten. Die finale Fassung wird dann allen Schulen sowie Kinder- und Jugendeinrichtungen in Maintal als Anleitung und Hilfestellung zur Verfügung gestellt.

Eine Person wird für Kinder und Jugendliche sowie deren Eltern besonders wichtig: Als „Kontaktbeamter vor Ort“ übernimmt Karsten Soer aus dem Team der Ordnungspolizei die Funktion eines Bindeglieds zwischen den Institutionen, nämlich Polizei, Schulen, Stadtteilzentrum, Kinder- und Jugendeinrichtungen und der Stadtverwaltung. Er ist ab sofort der

Ansprechpartner für das Gebiet rund um das Schulzentrum in Bischofsheim und ist regelmäßig vor Ort. Soer ist telefonisch unter den Nummern 0 61 81/40 02 72 oder 0 61 81/40 02 63 und per E-Mail an vow@maintal.de zu erreichen.

„Ich freue mich, wenn mir die Schüler und Eltern rund ums Schulzentrum Bischofsheim ihr Vertrauen schenken. Gerne beantworte ich Fragen zur Sicherheit und Ordnung, bearbeite Anliegen – oder leite sie an die zuständigen Stellen weiter“, sagt er. Aktuell führen Soer und seine Kollegen auch Fahrradkontrollen an allen Maintaler Schulen durch. „Wenn uns Mängel auffallen, erhalten die kontrollierten Jugendlichen einen Zettel. Darauf vermerken wir, wie das Fahrrad verkehrssicher aufgerüstet werden kann. Häufig fehlen Beleuchtung oder Reflektoren. Gerade in der dunklen Jahreszeit sind diese aber besonders wichtig, um Unfälle zu vermeiden“, sagt Soer.

Ein Thema liegt ihm besonders am Herzen: „Auch, wenn gesetzlich nicht vorgeschrieben: Bei einem Sturz schützt ein Helm die eigene Gesundheit, verhindert schlimme Verletzungen. Deshalb bitten wir Schüler stets darum, einen Helm aufzusetzen.“ Bei dieser Aktion kommt auch der Diebstahlsschutz nicht zu kurz. Die Polizei stellt Fahrradpässe zur Verfügung und weist daraufhin, dass ein massives Bügelschloss der beste Diebstahlsschutz ist.

Weitere Maßnahmen: 2019 soll sich eine Arbeitsgruppe mit dem Thema „Illegale Graffiti“ beschäftigen. Zudem soll der seit vielen Jahren bestehende Präventionsrat ab 2019 mindestens zwei Mal jährlich tagen. In diesem Gremium beraten Verwaltung und Polizei sicherheitsrelevante Themen. Fortan werden auch die Verantwortlichen der weiterführenden Schulen und der Kinder- und Jugendeinrichtungen zu allen Terminen eingeladen. das



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