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Ergebnisse der Maintaler Kita-Fortbildungswoche

Maintal

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    (Symbolfoto)

Maintal. Wie vielfältig sich die Maintaler Kindertageseinrichtungen den Herausforderungen einer zeit- und bedarfsgemäßen Kinderbetreuung stellen, zeigte sich kürzlich bei der öffentlichen Präsentation der Themen und Ergebnisse der Fortbildungswoche 2018 für die pädagogische Praxis.

Artikel vom 12. November 2018 - 15:32

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Rund 220 Erzieher aus allen zwölf städtischen Kindertageseinrichtungen in Maintal hatten an der jährlichen Kita-Fortbildungswoche teilgenommen. Das Motto: Bildungsprozesse von Kindern begleiten und weiterentwickeln.

„Ein afrikanisches Sprichwort sagt: ‚Es braucht ein ganzes Dorf, um ein Kind zu begleiten‘. Bei uns in Maintal“, so Monika Böttcher, Bürgermeisterin und Dezernentin für Kinder, Familie und Jugend in ihrem Grußwort, „ist es eine ganze Stadt – Politik und Elternschaft ziehen gemeinsam mit der Stadtverwaltung an einem Strang. Die jährliche Fortbildungswoche ist ein Alleinstellungsmerkmal in der Region und unterstreicht, wie wichtig uns die Qualität in der Kinderbetreuung ist.“

Als herausragendes Beispiel für die positive Entwicklung würdigte die Bürgermeisterin vor allem das Familienzentrum Ludwig-Uhland-Straße, das im Mai als „Kita des Jahres 2018“ des ersten Deutschen Kita-Preises des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) ausgezeichnet wurde (unsere Zeitung berichtete).

Bei der Präsentation konnten sich pädagogische Fachkräfte und Eltern sowie Kooperationspartner und Vertreter aus der Politik und von Fachschulen im Bürgerhaus Bischofsheim darüber informieren, wohin und wie sich die Kindertagesbetreuung in Maintal entwickelt. Mit einem Impulsvortrag zu „Kinderarmut – Bedarfe und Anregungen für Familien, Politik und Praxis“ stimmte Dr. Katharina Gerarts, Professorin für Kindheitswissenschaften an der Evangelischen Hochschule Darmstadt und Beauftragte der hessischen Landesregierung für Kinder- und Jugendrechte, die Anwesenden auf die Notwendigkeiten heutiger pädagogischer Praxis ein.

In einem sogenannten „Gallery Walk“, einem Rundgang durch die mit Texten und Fotos gestalteten Stellwände aller Teilnehmenden konnten die Besucher gleich an Ort und Stelle mit den Erziehern der Einrichtungen und den Maintaler Tagespflegepersonen ins Gespräch kommen und ihre jeweiligen Fortbildungsergebnisse diskutieren: zum Beispiel am Stand der Kita Eichendorffstraße (Fortbildungsthema: Entwicklungspsychologische Grundlagen) „die Kunst, individuelle Entwicklung eines Kindes an seinem Entwicklungsstand und nicht an seinem biologischen Alter festzumachen“.

In der Kita Bücherweg (Fortbildungsthema: Unsere Konzeption gemeinsam leben – Wir ziehen an einem Strang) lag der Schwerpunkt wiederum auf mehr Kommunikation und Transparenz der Arbeit gegenüber den Kindern, Eltern und dem eigenen Team.

Heidrun Barnikol-Veit, Leiterin des Fachbereichs Kinder, Familie und Jugend bei der Stadt Maintal, nutzte das Präsentationsforum für einen Überblick über die Weiterentwicklung der Kindertagesbetreuung in Maintal und die noch anstehenden weiteren Schritte. Mit der sechsstündigen Gebührenfreistellung des Landes Hessen hat sich in Maintal die Betreuungsrichtlinie geändert.

„Damit“, so Barnikol-Veit, „haben jetzt alle Kinder einen Anspruch auf mindestens sechs Stunden Betreuung mit Mittagessen. Das ist für die Bildungsmöglichkeiten der Kinder eine sehr positive Entwicklung.“ Der erhebliche Anstieg der Essenskinder sei für die Kitas jedoch auch eine große Herausforderung, weil die räumlichen Voraussetzungen hierfür noch nicht überall geschaffen seien.

Nach dem bereits abgeschlossenen Umbau der Kita Eichendorffstraße mit einer neuen sechsten Gruppe und dem Start einer alterserweiterten Kita-Gruppe ab einem Jahr in der Kita Vilbeler Straße kündigte sie für 2019 weitere bauliche Erweiterungen für die Kitas Kilianstädter Straße und Ahornweg sowie für das Familienzentrum Ludwig-Uhland-Straße an, „um die akute Raumnot zu beseitigen und teilweise auch die Alterserweiterung ab einem Jahr zu ermöglichen. Mit der Planung der neuen Kita in Bischofsheim wollen wir ebenfalls 2019 beginnen.“

Durch den Ausbau der Kinderbetreuung in Maintal steige auch der Bedarf an Fachkräften. „Das Thema Personalgewinnung beschäftigt uns daher weiter, auch wenn es für 2018 bereits Positives zu vermelden gibt.“ Ihre Bitte daher an die Fachkräfte: „Machen Sie Werbung bei künftigen Kollegen. Sie sind die wichtigsten Botschafter für den Arbeitgeber Stadt Maintal“, so Barnikol-Veit. das



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