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Maintaler Einkaufsstraßen sollen attraktiver werden

Maintal

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    Einer der Vorschläge aus dem Maßnahmenkonzept: Die historische Bebauung an der Kennedystraße ist laut Stadtplaner Frank Ammon ein „Pfund“. Mit einer optimierten Beleuchtung könnte sie noch besser in Szene gesetzt werden. Visualisierung: ammon+sturm

Maintal. Maintals Einkaufsstraßen – die Kennedystraße in Dörnigheim und der Fechenheimer Weg in Bischofsheim inklusive Schäfergasse und Alt Bischofsheim – sollen schöner werden. Dazu wurde das Beratungsbüro für Architektur und Stadtplanung ammon + sturm aus Frankfurt damit beauftragt, ein Konzept zu erstellen.

Artikel vom 10. August 2018 - 12:02

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Ziel dieses Konzepts ist, dass diese öffentlichen Bereiche, die einerseits in ihrer Funktion als Hauptverkehrsachsen, andererseits durch Kundenverkehr stark frequentiert sind, schrittweise attraktiver werden, mehr Aufenthaltsqualität bieten und somit einen positiven Akzent für die Stadtgestaltung insgesamt setzen.

Dabei geht es primär um die gestalterische Aufwertung der Haupteinkaufsstraßen in den beiden größten Maintaler Stadtteilen.

Rege Beteiligung bei den Veranstaltungen

Das Frankfurter Planungsbüro, das für das Maßnahmenkonzept verantwortlich zeichnet, hat auch das Integrierte Stadtentwicklungskonzept der Stadt Maintal mitentwickelt. Für das Konzept wurden zunächst eine Bestandsanalyse mit den vorhandenen Defiziten erstellt und dabei auch die Potenziale aufgezeigt.

Im nächsten Schritt wurden die Geschäftsleute und Immobilieneigentümer beteiligt: Ihnen wurde in zwei Dialogveranstaltungen – je eine in Dörnigheim und Bischofsheim – die Ist-Analyse und die Handlungsmöglichkeiten vorgestellt, die sie bewertet und durch ihre Anregungen ergänzt haben. „Dass unsere Initiative ein zentrales Anliegen aufgegriffen hat, zeigt die große Resonanz: bei den Veranstaltungen haben jeweils mehr als 50 Geschäftsleute und Immobilieneigentümer in reger Diskussion teilgenommen“, teilt die Maintaler Wirtschaftsförderin Anke Prätzas mit.

20 000 Euro für Maßnahmen im Budget

Hauptanliegen seien Sauberkeit, überhöhte Geschwindigkeit des Verkehrs, Leerstand von Läden, die Gestaltung öffentlicher Flächen und die Fassadensanierung gewesen. Zur Umsetzung stehen laut Angaben der Stadt Maintal für das Jahr 2018 zunächst 20 000 Euro für Maßnahmen zur Verfügung.

Nach den Gewerbetreibenden und Immobilienbesitzern wurden dann Maintals Parlamentarier über das Aufwertungskonzept informiert: In der vergangenen Sitzung des Ausschusses für Umwelt, Bau, Verkehr, Stadtentwicklung, Energie und Klimaschutz präsentierte Frank Ammon von ammon+sturm im Auftrag des Magistrats das Maßnahmenkonzept zur Aufwertung der Haupteinkaufsstraßen.

Ästhetisches Gesamtbild soll entstehen

Er zeigte Mängel auf, beispielsweise bei der öffentlichen Möblierung durch uneinheitliche Bänke oder Papierkörbe, wies auf „Schmutzecken“ und optisch störende Laden- und Fassadengestaltung hin.

In seinem Konzept benannte Ammon eine Reihe von Maßnahmen, mit denen die Einkaufsstraßen an Attraktivität gewinnen. Dazu gehört zum Beispiel eine neue, einheitliche Möblierung, sodass schrittweise ein ästhetisches Gesamtbild der Einkaufsstraßen entstehen soll.

Aufwertung sei ein langwieriger Prozess

Auch mit einer Aufwertung der Hausfassaden ließen sich deutlich wahrnehmbare Verbesserungen erzielen, wie Ammon in einer Computersimulation darstellte. Ebenso ließen sich Straßenabschnitte durch ein neues Beleuchtungskonzept besser in Szene setzen, beispielsweise die ehemaligen Scheunen an der Dörnigheimer Kennedystraße, die Planer Ammon als „Pfund“ bezeichnet.

Da die Fassaden in Privatbesitz seien, könne nicht die Stadt die entsprechenden Sanierungsmaßnahmen durchführen, sondern nur anregen. „Deshalb wollen wir mit einem Fassadensanierungsprogramm sowie begleitender fachlicher Beratung Anreize schaffen und so die Eigentümer unterstützen. Die Aufwertung unserer Einkaufsstraßen ist ein längerfristiger Prozess und vor allem ein Gemeinschaftsprojekt zwischen Eigentümern und der Stadt“, beschreibt Bürgermeisterin und zuständige Wirtschaftsdezernentin, Monika Böttcher, das Vorhaben.

Stadtverordnete entscheiden über Umsetzung

Welche der Maßnahmen zur Aufwertung der beiden Maintaler Einkaufsstraßen dann letztlich umgesetzt werden, entscheide die Stadtverordnetenversammlung. Eine entsprechende Vorlage werde demnächst vom Magistrat vorbereitet, heißt es aus dem Rathaus.  das



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