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Landrat Thorsten Stolz besucht preisgekrönte Kita in Maintal

Maintal

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    Der Deutsche Kita-Preis ging in diesem Jahr ans Familienzentrum Ludwig-Uhland-Straße. Landrat Thorsten Stolz stattete nun der stellvertretenden Leiterin Tina Knorr zusammen mit Bürgermeisterin Monika Böttcher und Heidrun Barnikol-Veit (Stadt Maintal) einen Besuch ab (von rechts). Foto: Privat

Maintal. In Kitas werden Kinder betreut und gefördert. Manche Einrichtungen bieten darüber hinaus aber weit mehr. So wie das mit dem Deutschen Kita-Preis ausgezeichnete Familienzentrum Ludwig-Uhland-Straße in Bischofsheim, das Landrat Thorsten Stolz kürzlich besuchte und sich von der Arbeit des Kita-Teams beeindruckt zeigte.

Artikel vom 13. Juli 2018 - 15:11

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„Es geht in dieser Einrichtung nicht alleine um die Betreuung und Förderung der Kinder zwischen drei und zehn Jahren. In der Arbeit des Familienzentrums geht es auch um die Unterstützung und Stärkung von Familien. Wir sprechen hier von einem echten Dreh- und Angelpunkt der Integration und Vernetzung vieler Menschen im Stadtteil Bischofsheim“, lobte er.

Das Familienzentrum Ludwig-Uhland-Straße bietet Platz für 140 Kinder in altersgemischten Gruppen. Für das Engagement der Erzieherinnen, insbesondere für das Projekt „Die Sache mit der Angst“, in dem geflüchtete Kinder ihre Erfahrungen gemeinsam mit Psychologen und dem Kita-Team bewältigen, erhielt die Maintaler Einrichtung im Mai den Deutschen Kita-Preis (wir berichteten). Der Landrat hatte der Kita nun einen Besuch abgestattet, um einen Einblick in die dortige tägliche Arbeit und die konzeptionelle Ausrichtung zu erhalten.
Bürgermeisterin Monika Böttcher, die stellvertretende Leiterin Tina Knorr sowie Heidrun Barnikol-Veit, Fachbereichsleiterin Kinder, Familie und Jugend in Maintal, stellten dem Landrat die Einrichtung sowie deren Besonderheiten des Angebots vor.

Bedarf war gestiegen

Neben der gezielten Förderung von Familien in schwierigen Lebenslagen zollte Landrat Thorsten Stolz unter anderem der Arbeit mit Eltern hohe Anerkennung. „Für nicht wenige Kinder bedeutet die Zeit in einer Betreuungseinrichtung einen echten Integrations- und Entwicklungsschub, für ihre sprachlichen und vielen weiteren Fähigkeiten. Es ist bemerkenswert, dass man in der Uhlandstraße mit den Eltern einen recht ähnlichen Ansatz verfolgt und insbesondere Müttern einen Anlaufpunkt bietet“, so Stolz.

Der Bedarf danach sei in den vergangenen Jahren sehr gestiegen, berichtete Tina Knorr. Im Familienzentrum habe man sich daher entschieden, Hilfe und Beratung ins Haus zu holen, um bei Bedarf Unterstützung im Kontakt mit Behörden oder sonstigen Einrichtungen des Alltags zu erhalten. Bürgermeisterin Böttcher unterstrich die dahinterstehende Idee: „Für Mütter, die noch Schwierigkeiten mit der deutschen Sprache haben und für die der Besuch einer Behörde deshalb eine Hürde darstellt, ist das Familienzentrum einer der wenigen vertrauten Orte. Deshalb bieten wir hier mit ‚Mama lernt Deutsch‘ oder Erziehungsberatung durch eine Psychologin niedrigschwellige Angebote, die die Familie als Ganzes stärken.“

Familienzentrum als Vorbilcharakter

Ideen für neue Angebote würden aus den Reihen der Mitarbeiterinnen im Familienzentrum angestoßen und verfolgt, fügte Knorr hinzu. „Wir haben ein interdisziplinär arbeitendes Team mit einem hohen Interesse an Fortbildungen und an neuen Konzepten“, so die stellvertretende Leiterin. Dazu gehörten viele Reisen ins europäische Ausland, „um von dort das Beste für die eigene Arbeit mitzunehmen“.

Landrat Stolz dankte dem gesamten Team des Familienzentrums Ludwig-Uhland-Straße um Leiterin Gabi Steltner-Merz für die großartige Entwicklung in den vergangenen Jahren und überreichte einen Scheck über 500 Euro. Die Auszeichnung mit dem Deutschen Kita-Preis verleihe den Konzepten der Einrichtung „eine Strahlkraft, die völlig zurecht viele weitere Kitas neugierig machen wird, ganz im Sinne der Kinder und ihrer Familien – das Familienzentrum hat einen starken Vorbildcharakter“.  mf



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