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"Tischlein, deck dich": Deutsche Küche bei "Zur Goldenen Traube"

Maintal

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    Das Restaurant "Zur Goldene Traube" liegt in einem kleinen Hinterhof in der Niedergasse. Foto: HA

Maintal.  Im "Zur Goldenen Traube" soll es gutbürgerliche Küche und hessische Spezialitäten geben. Wir haben das Restaurant einmal unter die Lupe genommen.

Artikel vom 22. Juni 2018 - 12:12

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Wenn ein neues Restaurant in der Umgebung eröffnet, muss man diesem einen Besuch abstatten. Man will ja schließlich mitreden können, wenn die Nachbarn fragen: „Warst du schon da?“. Also suchen meine Begleitung und ich am Sonntagabend die „Goldene Traube“ in Maintal-Bischofsheim auf. Wir können uns noch gut daran erinnern, als in den Räumlichkeiten ein Grieche mediterrane Köstlichkeiten serviert hat.

Nun hat ein Inder das Kommando, der deutsche Küche serviert. Wir sind ehrlich: Im ersten Moment sind wir skeptisch. Doch wir versuchen, unvoreingenommen zu sein und betreten das Lokal, das sich in einem Hof befindet.

Wilder Wein bildet ein Baldachin
Die Temperaturen sind angenehm, sodass wir im Freien Platz nehmen können. Über uns rankt wilder Wein und bildet eine Art Baldachin. Das Restaurant ist sehr gut besucht. Vor allem viele Ortsansässige tummeln sich hier. Ein gutes Zeichen.

Es dauert eine Weile, bis die Bedienung uns die Spesekarte bringt. Er lächelt freundlich, wirkt aber noch etwas unsicher. Das Angebot ist umfangreich, aber nicht überladen. Neben Schnitzel und Steak gibt es auch einige hessische Spezialitäten wie Handkäse oder Grüne Soße.

Nach einer kurzen Weile können wir beim Kellner unsere Getränke- und Essensbestellung aufgeben.
Ich entscheide mich für ein Cordon Bleu mit Pommes frites und Salat (13,90 Euro), meine Begleitung für ein Zwiebelschnitzel mit Kroketten und Salat (12,90 Euro) sowie als Vorspeise einen Handkäse mit Musik (2,90 Euro).
Während wir auf unser Essen warten genießen wir den leichten Wind, der über den Hof weht. Man fühlt sich richtig wohl. Wie in südlichen Gefilden.

Typisch hessisch
Als die Vorspeise eintrifft, ist die Begleitung begeistert. Der Handkäse wird klassisch mit Musik, Brot und Butter serviert – eine typisch hessische Vorspeise und genau so serviert, wie es meine Begleitung mag.

Die Hauptgerichte lassen auch nicht lange auf sich warten. Doch hier kommt es zu einer Verwechslung. Statt des von meiner Begleitung bestellten Zwiebelschnitzels wird ihr ein Jägerschnitzel serviert. Als wir den Kellner auf den Fehler hinweisen, entschuldigt er sich vielmals und bietet an, das Gericht auszutauschen. Da wir beide jedoch sehr hungrig sind, sehen wir davon ab.

Der Salat ist frisch und mit einem leichten Dressing auf Sauerrahm-Basis angemacht, dazu Karottenspalten und Krautsalat. Das ist schon einmal vielversprechend.

Außen Kross, innen zart
Mein Cordon Bleu erweist sich als außen kross und innen schön zart. Der Käse läuft beim Anschneiden heraus und passt hervorragend zum leckeren Schinken. Die Pommes sind auch sehr knusprig, jedoch nicht mehr wirklich heiß. Das ist jedoch zu verzeihen. Serviert wird das Gericht mit zwei großen Zitronenspalten.

Auch wenn meine Begleitung das Jägerschnitzel nicht bestellt hatte, ist sie zufrieden. Die Soße ist mit frischen Pilzen zubereitet, hat eine herzhafte, würzige Note und ist lecker abgeschmeckt. Auch die Pommes, die zum Schnitzel gereicht werden, sind knusprig und gut gewürzt. Doch auch sie könnten heißer sein. Beim Kassieren entschuldigt sich der Kellner noch einmal bei uns für die Unannehmlichkeiten und bedankt sich, dass wir die Panne so entspannt hingenommen haben.

Nun treten wir gesättigt und zufrieden unseren Heimweg an mit dem festen Entschluss, hier erneut einzukehren.



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