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WAM: Stillgelegte Mainfähre in der Diskussion halten

Maintal

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    Geht es nach der WAM, soll die Stadt 15 000 Euro für Reparaturkosten bereitstellen. Damit wäre allerdings ein entscheidendes Problem noch nicht gelöst: Wie berichtet brachte das Markterkundungsverfahren des Kreises Offenbach kein Ergebnis, es fand sich kein Interessent, der die Fähre betreiben will. Archivfoto: Kalle

Maintal. Die im vergangenen Oktober vom Kreis Offenbach aus dem Verkehr gezogene Mainfähre zwischen Dörnigheim und Mühlheim bleibt auch weiterhin zur Untätigkeit verdammt. Und ein Ende des Stillstands ist nach wie vor nicht in Sicht. Umso wichtiger, das Thema in der öffentlichen Diskussion zu halten.

Artikel vom 05. Juni 2018 - 13:49

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Das findet die Wahlalternative Maintal (WAM), die einen Antrag sowie eine Anfrage zur Fähre in die Stadtverordnetenversammlung am Montag, 18. Juni, um 18 Uhr im Bürgerhaus Bischofsheim eingebracht hat.

Mit ihrer Anfrage möchte die WAM laut eigenen Worten in Erfahrung bringen, was der Magistrat seit der letzten Zusammenkunft der Stadtverordneten unternommen hat, um eine schnellstmögliche Wiederinbetriebnahme der Fähre zu ermöglichen. Für „brisant“ hält die Wahlalternative ihren Antrag. Darin fordert die WAM, dass die Stadt Maintal umgehend 15 000 Euro zur technischen Instandsetzung der Fähre zur Verfügung stellt.

Mit der Zusage des Main-Kinzig-Kreises in gleicher Höhe für eine Soforthilfe stünden dann theoretisch 30 000 Euro zur Verfügung. Damit wären die Kosten für eine Reparatur wohl gedeckt. Der Kreis Offenbach hatte in seinem im vergangenen Oktober veröffentlichten Bericht geschrieben, dass es an der Hochseilanlage Reparaturbedarf gebe, dessen Kosten auf rund 25 000 Euro veranschlagt würden.

Im Rahmen der Haushaltsberatungen hatte die Wählergemeinschaft einen noch weitergehenden Antrag eingebracht, der allerdings keine Mehrheit bei den anderen Fraktionen fand. Darin hatte die WAM gefordert, in den Haushalt 2018 der Stadt Maintal 200 000 Euro für die Anschaffung einer neuen Fähre einzustellen. Die Mittel hätten dann anteilig zwischen den Kreisen Offenbach und Main-Kinzig sowie den Städte Maintal und Mühlheim aufgeteilt werden sollen.

Dass es nach der Zusage einer finanziellen Hilfe seitens des Main-Kinzig-Kreises keine Reaktion gegeben habe, „ist einfach nur beschämend und eine grobe Missachtung des Bürgerwillens“, lässt der stellvertretende Fraktionsvorsitzende der WAM, Klaus Seibert, schriftlich wissen. Mit ihrem Antrag wolle die Wahlalternative endlich den Stillstand in der Angelegenheit beenden.

Denn der Frust in der Bevölkerung sitze tief, glaubt Seibert. Dies habe die WAM bei ihrer Postkartenaktion immer wieder erfahren. Nach eigenen Angaben hatte die Fraktion 5000 Postkarten für die schnellstmögliche Wiederaufnahme des Fährbetriebs in Dörnigheim verteilt, mit der Aufforderung diese Karten ins Rathaus zu senden. „So einen so überwältigenden Zuspruch haben wir bisher noch nicht erlebt. Wir hätten sogar noch wesentlich mehr Karten austeilen können, auch in den anderen Maintaler Stadtteilen. Auch dies ist für uns eine klarer Hinweis darauf, dass die Lethargie in den Kreis- und Rathäusern endlich überwunden werden muss“, so die Vertreter der WAM, die auch aktiv in der „Bürgerinitiative Fähre Mühlheim/Maintal“ mitarbeiten.

Die Zusammenarbeit mit den Mitstreitern von der anderen Mainseite und auch politisch ungebundenen Maintaler Bürgerinnen und Bürger beurteilt die WAM selbst als hervorragend. So seien bei der jüngsten Zusammenkunft weitere Aktionen abgesprochen und zukünftige ins Auge gefasst worden. Die Reaktionen aus der Bevölkerung machten allen Beteiligten Mut, sich weiter und verstärkt zu engagieren. Die WAM werde deshalb keine Ruhe in dieser Angelegenheit geben. das



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