Lesezeichen hinzufügen hanauer.de als Startseite
heiter
16 ° C - heiter
» mehr Wetter

Harmlose Gespinstmottenraupen befallen Sträucher und Hecken

Maintal

  • img
    Die Gespinste werden von den Raupen als Schutz vor Feinden gebaut. Archivfoto: Pixabay

Maintal. Kahl gefressene Sträucher, umhüllt von silbrigen Fäden, sieht man zurzeit wieder an Weg-, Straßen- und Waldrändern oder in Parkanlagen. Verantwortlich für diesen gespenstischen Anblick sind die Raupen einiger Gespinstmottenarten, die im späten Frühjahr schlüpfen und auf Nahrungssuche gehen.

Artikel vom 23. Mai 2018 - 15:10

Anzeige

Dabei spinnen sie Äste und Zweige komplett ein und fressen die Blätter der befallenen Pflanzen bis Mitte Juni ab. Dann wandern sie zur Strauchbasis, wo sie sich im Schutz des Gespinstes verpuppen.

Anfang Juli schlüpfen bereits Kleinschmetterlinge, die nach der Paarung ihre Eier wieder an den Knospen der betroffenen Sträucher ablegen, wo sie bis zum nächsten Frühjahr geschützt überdauern. Betroffen sind vor allem Traubenkirschen, aber auch Weißdorn, Pfaffenhütchen oder Weiden sind bisweilen mit einem dichten Gespinst überzogen.

Natur erhole sich schnell
Laut Pflanzenschutzdienst Bonn fördert insbesondere der Klimawandel dieses alljährliche massenhafte Auftreten der Gespinstmotten. Erfahrungsgemäß kann diese Entwicklung bei ungestörtem Verlauf bis zu zehn Jahre andauern. Im Grunde sind die Insekten jedoch harmlos und bergen keinerlei Gefahr für Menschen und Tiere, teilt die Stadt Maintal mit. Auch auf die Pflanzen habe der Insektenbefall keine dauerhaften Auswirkungen. Die Natur erhole sich relativ schnell und mit dem Johannistrieb um den 26. Juni herum trieben die Sträucher wieder aus und ließen sich den Befall kaum anmerken.

Eine Bekämpfung der Gespinstmotte sei unnötig. Gegen den Befall sollte daher nicht mit Gift vorgegangen werden, da von Insektengiften auch die natürlichen Feinde der Gespinstmotten betroffen und nach Ausbildung des Gespinstes die Raupen sowieso kaum noch zu bekämpfen seien. Im „Privatgarten“ könne man höchstens mit natürlichen Mitteln vorgehen, etwa mit Wasser abspritzen, abschütteln oder die Stellen ausschneiden. Zwar könne auch mit dem Bakterium „Bacillus thuringiensis“, das für die Umwelt vollkommen harmlos sei, der Bestand der Raupe reduziert werden. Da die Raupen und Falter anderen Insekten und Vögeln als Beute dienen, sollte man der Natur allerdings lieber ihren Lauf lassen, so die Stadt Maintal.  das

Für weitere Infos können sich Interessierte wenden an den Fachdienst Stadtentwicklung und Stadtplanung, Telefon 0 61 81/40 04 44, E-Mail: stadtplanung@maintal.de.



Kommentare

Noch keine Kommentare vorhanden.