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Rathaus: Grüne sind gegen Komplettabriss

Maintal

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    Der Sanierungsbedarf des Altbauflügels wird bereits von außen deutlich. Foto: Kalle

Maintal. Die Grünen in Maintal kritisieren den CDU-Vorschlag, das alte Rathaus abzureißen und einen Neubau am Bahnhof Maintal-Ost zu forcieren. "Ein Abriss würde erhebliche und unnötige Kosten verursachen“, erklärte Fraktionsvorsitzende Monika Vogel.  Die Partei spricht sich für eine andere Lösung aus.

Artikel vom 10. August 2016 - 14:04

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Der von CDU-Partei- und Fraktionschef Martin Fischer ins Spiel gebrachte Rathausneubau auf der Dörnigheimer Seite des Bahnhofs Maintal-Ost scheint vor allem die Grünen zu beschäftigen.

Nachdem der stellvertretende Fraktionschef Friedhelm Duch auf der Facebookseite dieser Zeitung dazu Stellung bezog und daran erinnerte, dass er einen ähnlichen Vorschlag (Zentraler Stadtladen und Teile der Verwaltung sollten danach nach einem Abriss des alten Teils des Rathauses in Hochstadt ihren Standort am Bahnhof erhalten) bereits während des Bürgermeisterwahlkampfs vor einem Jahr gemacht hatte, ließen die Grünen eine Pressemitteilung zu dem Thema folgen. Darin zeigen sie sich auch verwundert über die Christdemokraten, die erst jetzt – nach rund einem Jahr – mit ihrem Vorschlag kämen, nach dem Motto „Manche brauchen halt etwas länger“.

Grüne: Altbauflügel soll abgerissen werden
Die Fraktionsvorsitzende Monika Vogel betont in der Mitteilung der Grünen, dass ihre Partei einen kompletten Abriss des Verwaltungsgebäudes in Hochstadt nicht für notwendig halte. „Der Neubauflügel des Rathauses ist rund 25 Jahre alt und noch nicht einmal komplett abgeschrieben, ein Abriss würde erhebliche und unnötige Kosten verursachen“, erklärt sie dazu.

„Deshalb vertreten wir den Standpunkt, lediglich den Altbauflügel abzureißen und am Bahnhof ein Gebäude zu errichten, in dem hauptsächlich die Verwaltungseinheiten untergebracht werden sollen, die einen erheblichen Publikumsverkehr zu verzeichnen haben“, unterstreicht Vogel das, was Duch schon auf unserer Facebookseite ausgeführt hatte.

König auf Fischers Spuren
Auch Hartmut König, der die Grünen im Ausschuss für Umwelt, Bau, Verkehr, Energie und Klimaschutz vertritt, sieht bezüglich des Altbaus, der früher als Schule gedient hatte, Handlungsbedarf. „Dieser Altbau müsste zumindest energetisch auf den neusten Stand gebracht werden. Noch wichtiger sind unter Klimagesichtspunkten möglichst kurze Wege zwischen den Dienstleistungen der Verwaltung und den Bürgern. Das wird erfüllt, wenn das neue Gebäude mit dem zentralen Stadtladen im bevölkerungsreichsten Stadtteil Dörnigheim am Bahnhof angesiedelt wäre“, unterstreicht er Duchs Ansicht.

 


„Darüber hinaus bietet der Standort am Bahnhof Dörnigheim/Hochstadt beste ÖPNV-Verbindungen und ist für ältere Bürger aus dem zweitgrößten Stadtteil Bischofsheim wesentlich bequemer mit dem Fahrrad erreichbar als das Hochstädter Verwaltungsgebäude“, schlägt König in die selbe Kerbe wie Fischer, der den Rathausstandort in Hochstadt bezüglich Infrastruktur ebenso für ungünstig hält.

Reibungsverluste sollen ausgeschlossen werden
„Für die Maintaler Grünen wäre ein Verwaltungsgebäude, das von allen Bürgern gut und bequem erreichbar ist, ein Zeichen von Bürgernähe“, stellen sie in ihrer Pressemitteilung weiter fest. Auch in früheren Zeiten sei die Maintaler Verwaltung auf zwei Gebäude verteilt gewesen, ohne dass es zu spürbaren Kommunikations- und Reibungsverlusten gekommen wäre. Dies gelte im modernen Kommunikationszeitalter umso mehr, betonen sie.

Derzeit ist die Finanzverwaltung im Gebäude der Raiffeisenbank an der Bischofsheimer Straße auch außerhalb des Rathauses untergebracht. Die dabei entstehenden Kosten für die Miete der Räume wären nach Ansicht der Ökopartei beim derzeitigen Zinsniveau sinnvoller in ein eigenes Gebäude investiert. Dass bei der Entscheidungsfindung, wie man das Thema „Rathaus“ zu einem guten Ende bringen soll, auch finanzielle Aspekte beachtet werden müssen, ist für die Grünen selbstverständlich.

"Bürgernähe ein hohes Gut"
„Die Lösung muss wirtschaftlich vertretbar sein, die Verschwendung von Steuergeldern ist mit uns nicht zu machen. Aber Bürgernähe ist für eine Stadtverwaltung eben auch ein hohes Gut, das nicht umsonst zu haben ist", stellen die Grünen zu dieser Thematik abschließend fest.



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